Lebenswege von Olympioniken - Bericht zur Podiumsdiskussion am DOI in Berlin

"Was wird aus erfolgreichen Olympiateilnehmerinnen und –teilnehmern, wenn sie ihre sportliche Karriere beendet haben?". Das war die Ausgangsfrage einer Podiumsdiskussion am 28.09.2001 am Deutschen Olympischen Institut in Berlin, bei der exemplarisch die Lebensläufen von Olympioniken thematisiert wurden.

 

 

 

Prof. Dr. Hartmut Gabler, Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen, referierte einleitend zu einer Untersuchung von 600 der erfolgreichsten deutschen Olympiastarter zwischen 1960 und 1992. Dabei hatte sich der Sportpsychologe der „Hochleistungssport-Karriere“, der „Berufskarriere“, der „Familialen Karriere“ sowie dem „Einfluss des Hochleistungssports auf ausgewählte Persönlichkeitsmerkmale“ gewidmet.

 

 

 

Nach Auffassung Gablers besteht für die Sportorganisationen Handlungsbedarf insbesondere in den Bereichen der schulischen Ausbildung (Schaffung bzw. weiterer Ausbau einer Einheit von Schule, Training und Wohnen), der beruflichen Ausbildung (Ausbau der Laufbahnberatung, der Verbesserung der Kooperation mit Arbeitgebern/Ausbildungsbetrieben, Sonderregelungen von studierenden Spitzensportlern), der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung, sowie der Betreuung in der Phase nach dem Karriereende (sachkundige und verantwortliche „Begleitung“ in der Übergangsphase des nachsportlich-beruflichen und außerberuflichen Lebensweges).

 

 

 

"Nur ein gesamtgesellschaftlich angelegtes und unter dezentralen, föderalen und demokratischen Rahmenbedingungen institutionalisiertes, auf langfristige Karrierebegleitung angelegtes Netzwerk von Förderbedingungen für die Athletinnen und Athleten kann die geeigneten und unabdingbaren Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestehen im internationalen Wettbewerb schaffen" resümiert Dr. Sven Güldenpfennig, wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Olympischen Instituts, die sich dem Vortrag Gablers anschließende Diskussion.

 

 

 

Die Studie von Prof. Gabler wurde in diesem Jahr im Attempto-Verlag Tübingen unter dem Titel: "Hochleistungssport – Persönlicher Gewinn oder Verlust. Lebenswege von Olympioniken" veröffentlicht. In der Süddeutschen Zeitung und verschiedenen anderen Zeitungen vom 29.09.01 erschienen dpa/sid Zusammenfassungen der DOI-Veranstaltung.

 

 

 

 

 



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