Leistungssportreform kommt einen großen Schritt voran

Die Mitgliederversammlung hat wegweisenden Beschlüssen zugestimmt und damit die Leistungssportreform vorangetrieben.

Dirk Schimmelpfennig auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Düsseldorf. Foto: DOSB/Ulla Burghardt
Dirk Schimmelpfennig auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Düsseldorf. Foto: DOSB/Ulla Burghardt

Am Wochenende hat die Leistungssportreform durch die Verabschiedung zwei wichtiger Konzeptpakete bei der 15. Mitgliederversammlung des DOSB in Düsseldorf noch einmal richtig Fahrt aufgenommen.

Durch die Befürwortung der beiden Konzepte „Förderung Nichtolympischer Spitzensport 2019ff“ und „NOS-FörderkonzeptPlus2019“ werden künftig auch Athletinnen und Athleten von World Games Sportarten oder Weltspitzenniveau bei Weltmeisterschaften Nichtolympischer Sportarten und Disziplinen potenzialorientiert gefördert. In den letzten beiden Jahren hatte eine Expertengruppe die beiden neuen Förderkonzepte erarbeitet, die sowohl der Vielfalt des deutschen Sports als auch gegebenenfalls der erfolgreichen Aufnahme in das Programm der Olympischen Spiele im Zuge der Umsetzung der Agenda 2020 dienen sollen.

Der Optimierung der Personalentwicklung dienen die drei Teilkonzepte „Professionalisierung des Leistungssportpersonals der Olympischen Spitzenverbände“, „Verbesserung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für Trainer/innen“ und „Berufsbild „Berufstrainer/in im Sport“.

Das Konzept „Professionalisierung des Leistungssportpersonals“ schafft professionelle und moderne Personalstrukturen, die wiederum Voraussetzung für eine qualitativ gute und erfolgreiche Arbeit der Spitzenverbände sind. Die gründliche Überarbeitung des bisherigen Leistungssportpersonalkonzepts aus dem Jahre 2004 orientiert sich am gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern und den Ländern verabschiedeten Reformkonzept zur „Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung“.

Das in der Mitgliederversammlung verabschiedete Eckpunktepapier des DOSB „Verbesserung der arbeitsvertraglichen Rahmenbedingungen für Trainer/innen“ soll den Beruf des Trainers im Leistungssport deutlich stärken und sich positiv auf das Erreichen von Weltspitzenleistungen auswirken, ohne für einen erhöhten Verwaltungsaufwand bei den Trainern zu sorgen. Die Mitgliederversammlung hat der Zielrichtung der Arbeitsergebnisse der AG „Mustervertrag“ sehr eindeutig zugestimmt und damit die Notwendigkeit der Verbesserungen der vertraglichen Rahmenbedingungen für Trainer/innen unterstrichen. Im kommenden Jahr sollen nun Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die eine erfolgreiche Umsetzung des Eckpunktepapiers zu gewährleisten.

Das Berufsbild „Berufstrainer/in im Sport“ haben der Berufsverband der Trainerinnen im Sport, die Trainerakademie des DOSB, der Verband Deutscher Tischtennistrainer gemeinsam mit dem DOSB erarbeitet, um als Grundlage die Situation, die Rahmenbedingungen und die gesellschaftliche und politische Anerkennung des Berufsstandes der Trainer/innen im Sport zu verbessern.

Durch diese wegweisenden Beschlüsse für Sportlerinnen und Sportler in den Nichtolympischen Sportarten sowie für das Personal im Leistungssport und speziell für die Trainerinnen und Trainer wird die Reform einen großen Schritt vorankommen.

(Autor: Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Dirk Schimmelpfennig auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Düsseldorf. Foto: DOSB/Ulla Burghardt
    Dirk Schimmelpfennig auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Düsseldorf. Foto: DOSB/Ulla Burghardt

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