Lets' Netz - Fundraising im Sport

Fundraising ist Beziehungsarbeit, auch im Sportverein. "Spendenwerben muss in eine durchdachte Kommunikation eingebettet sein." Unter diesem Motto trafen sich am Mittwoch, den 27. Januar 2021 mehr als 40 Vertreter*innen der von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geförderten Sportprojekte.

Foto: Nils Wüchner
Foto: Nils Wüchner

Das erste Treffen dieser neuen Veranstaltungsreihe wurde durch die DFB-Stiftung Egidius Braun organisiert. Die positiven Rückmeldungen eines im November 2020 erstmals durchgeführten Online-Netzwerktreffens veranlassten den Deutschen Olympischen Sportbund, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Deutsche Sportjugend, zu dieser Veranstaltungsreihe einzuladen. Sie ist thematisch an den Bedürfnissen der Engagierten in den Projekten ausgerichtet und jede nun folgende Veranstaltung wird sich mit einem bestimmten Schwerpunkt befassen. Den Auftakt machte das Thema Fundraising im Sportverein. Mitte März 2021 wird es dann um das Thema „Online-Qualifizierung“ gehen.  

Dr. Rolf Engels von der Fundraising Akademie erläuterte, wie wichtig das „Storytelling“ und „Emotionen“ in Bezug auf das Einwerben von Spenden sind.  Er erläuterte die Unterscheidung von Spenden, Sponsoring und die Akquise von Drittmitteln; ging auf die Voraussetzungen für das Gelingen ein und verwies darauf, dass „Fundraising vor allem anderen auch Beziehungs-Fundraising“ ist. Eine seiner Thesen lautete daher, dass das „Spendenwerben in eine durchdachte Kommunikation eingebettet sein muss, bei der es mehr auf Gefühl und Emotion ankommt und nicht so sehr auf Zahlen Daten Fakten“. 

Darüber hinaus lag der inhaltliche Fokus des Vernetzungstreffens darin, das Projekt Neustart im Team – NesT  vorzustellen. Dieses ermöglicht 500 Geflüchteten die sichere Einreise nach Deutschland. Nach der Vorstellung durch Malti Taneja, Referat Flucht & Asyl im Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, erläuterte Katharina Mayr (Deutscher Caritasverband) von der Zivilgesellschaftlichen Kontaktstelle des NesT-Programms (ZKS), welche die Mentoring-Gruppen des Projektes berät, unterstützt und begleitet, das Antragsverfahren und den weiteren Verlauf, sollte man sich am Programm beteiligen wollen.  

Neben der Wissensvermittlung gab es schließlich Raum für Vernetzung und Austausch unter den Teilnehmenden. So gewährte die Mentorin, Heidi Janker (Mentoring-Gruppe Augsburg) ganz praktische Einblicke in ihre Arbeit. Sie berichtete von Ihren ersten Erfahrungen mit dem NesT-Programm. Den Momenten, in denen man realisiert, dass man „nicht nur hilflos zuschauen muss, sondern konkret helfen kann“. 


  • Foto: Nils Wüchner
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