Letzte Weichenstellung 2006 - IOC-Exekutive tagte in Kuwait

Das Programm und die Vorbereitung der Olympischen Spiele, die Unterstützung irakischer Athleten und das Verhältnis zum Weltboxverband AIBA beschäftigte die Regierung des Weltsports bei ihrer letzten Sitzung im alten Jahr.

Das Executive Board des Internationalen Olympischen Komitees hat bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr in Kuwait noch einmal entscheidende Weichenstellungen für den olympischen Sport vorgenommen. Bei ihrem ersten Treffen im Mittleren Osten seit 1967 wurden die IOC-Mitglieder durch den Präsidenten des Vereinigung der asiatischen Olympischen Komitees (OCA) Sheikh Ahmad Al Fahad Al Sabah begrüßt, bevor sie nach Doha zu den XV Asien Spielen weiterreisten.

So beschloss die IOC-Exekutive u.a. die Einbeziehung des Ski-Cross-Events in das Programm der Olympischen Winterspiele Vancouver 2010 (vorbehaltlich der Zustimmung des Organisationskomitees dieser Spiele (VANOC)). Ski Cross, dessen Faszination für Jugendliche im vergangenen Jahr enorm zugenommen hat, wird Teil der alpinen Freestyle Ski-Wettbewerbe sein. Dagegen wurde die Einführung des Frauen Skispringens in das Olympische Programm mit der Begründung einer noch nicht ausreichenden Verbreitung der Disziplin abgelehnt. Das Executive Board stimmte darüber hinaus den Empfehlungen der Olympischen Programm-Kommission zu. Dazu zählt die Vergabe von zwei „Wildcards“ für die Olympischen Spiele 2016 und von drei „Wildcards“ für die Olympischen Spiele 2020. Nach der Streichung von Baseball und Softball sind in London im Jahr 2012 nur 26 Sportarten zugelassen. Von 2016 an sollen es generell wieder 28 sein.

Zweckbestimmt und zunächst auch nur teilweise erfolgte die Freigabe von eingefrorenen Geldern für die Weltboxorganisation AIBA. Damit wurden in jüngster Zeit vorgenommene Änderungen zur Verbesserung in der Bewertung von Boxkämpfen anerkannt. Die AIBA kann auf diese Weise über 450.000 US Dollar verfügen, die das IOC Box. Verbänden in Entwicklungsländern zum Kauf von Sportausrüstung zur Verfügung stellt. Vor der Freigabe der Restmittel soll die Umsetzung der neuen Regeln weiter sorgfältig beobachtet werden.

Auch die Unterstützung irakischer Athleten war Thema der IOC-Führung. Die Instabilität im Irak hatte zu entsprechender Anfrage geführt, denen das IOC mit Hilfe seiner Kommission Olympic Solidarity und in Zusammenarbeit mit OCA, den Europäischen Olympischen Komitees (EOC) und dem NOK für die USA (USOC) nachgeht. So konnten sich insgesamt etwa 50 irakische Athleten und Trainer in geeigneten Trainingseinrichtungen anderer Nationaler Olympischer Komitees auf die Asienspiele vorbereiten, die im Dezember in Doha stattfinden. Sie werden dort auch für die Olympischen Spiele Peking 2008 trainieren. In Abhängigkeit von den Resultaten bei den Asiensielen und im Qualifizierungsprozess für die Olympischen Spiele wird es möglicherweise auch noch zur Vergabe von Stipendien für Peking 2008 kommen.

Jean Claude Killy informierte das Executive Board über die Arbeiten am Abschlussbericht für die Olympischen Winterspiele 2006. Als Vorsitzender der IOC-Koordinierungskommission unterstrich er die Bedeutung einer Vision vom Ertrag der Spiele für die Olympische Bewegung über das eigentliche 16-tägige Ereignis hinaus sei. Der Abschlussbericht zu Turin 2006 soll im Frühjahr 2007 der Exekutive vorgelegt und im Juli 2007 in Guatemala der Session präsentiert werden.

BOCOG, das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2008, berichtete erneut über erfolgreiche Test-Events und ertragreiche Meetings mit Fernsehanstalten und internationaler Presse. Für das Jahr 2007 wurden 26 weitere Test Events angekündigt. BOCOG informierte darüber hinaus über ein moderates Preis-Leistungs-Verhältnis beim Ticket-Verkauf für die Spiel. Es soll auch der einheimischen Bevölkerung die Möglichkeit eröffnen, die Spiele im Stadion zu verfolgen. Auch die Verbesserung der Luftqualität stand auf der Tagesordnung.

Rene Fasel, Vorsitzender der Koordinierungskommission (VANOC) berichtete über die Fertigstellung der ersten Wettkampfanlage für die kommenden Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und Denis Oswald, der in gleicher Funktion für London 2012 tätig ist unterstrich die Fortschritte, die das Londoner Vorhaben macht ungeachtet der aktuellen Meldungen um Finanzierungsprobleme macht..

 

 


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