Mehr „Qualität denken“ - Die Botschaft beim 5. Deutschen Sportökonomie-Kongress

Unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers fand vom 16. bis 18. November an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) der 5. Deutsche Sportökonomie-Kongress statt.

Im großen Hörsaal der DSHS Köln
Im großen Hörsaal der DSHS Köln

Schon während seiner dreitägigen Dauer konnten die Veranstalter ein bemerkenswertes Fazit ziehen: Die Bereitschaft, mehr „Qualität zu denken“ ist sowohl auf Seiten von Sportvereinen und Sportverbänden, als auch bei Veranstaltern von Sportevents, Vertretern der Wirtschaft und Politik geschärft worden. Die demografischen Veränderungsprozesse, als auch die veränderten Anspruchsprofile von Sporttreibenden erfordert ein Umdenken. Dabei kann die Herzkammer des Sports unangetastet bleiben. Eine Entfremdung etwa des Sportvereins ist nicht zwangsläufig. Einflüsse wie Geld, Unfairness, Manipulation oder Doping müssen keine Überhand gewinnen. Umso mehr sind Verantwortliche gefordert, präaktiv auf Entwicklungen vorbereitet zu sein. Dabei ist die Hinwendung zur Wissenschafts-Teildisziplin „Qualitätsmanagement“ sehr hilfreich. Die über 800 Kongressteilnehmer waren sich einig, dass die Sportökonomie wertvolle Hilfestellungen leisten kann, wenn Qualitäts-Prozesse initiiert, realisiert und regelmäßig kontrolliert werden.

Eines der weltweit führenden Sportmanagement-Foren

Der 5. Deutsche Sportökonomie-Kongress bot aufgrund seiner Einzigartigkeit hervorragende Chancen, aktuelle Forschungsergebnisse aus erster Hand vermittelt zu bekommen. Manfred Palmen, Staatssekretär im NRW-Innenministerium lobte daher schon bei der Eröffnung den Kongress als „einen der führenden Sportmanagement-Foren weltweit“. Professor Heinz-Dieter Horch und Professor Christoph Breuer bewiesen als Leitung des Instituts für Sportökonomie und Sportmanagement schon frühzeitig ein gutes Gespür dafür, dass das Generalthema des Kongresses „Qualitätsmanagement“ offensichtlich starke Bedürfnisse in der Reform von Sportangeboten erfüllt. Eines der Highlights waren die täglichen Podiumsdiskussionen, bei denen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Sport das Kongressthema diskutierten. Gutbesuchte Beispiele waren „Qualität im Zuschauersport“ (u.a. mit Uschi Schmitz, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hockeybundes) und „Spitzensportförderung“ (u.a. mit dem Vizepräsidenten des DOSB, Hans-Peter Krämer).

Ehrenprofessur an Dr. Georg Anders

Im Rahmen einer Feierstunde am Rande des Kongresses fand die Verleihung der Honorarprofessur an Dr. hc. Georg Anders statt, die er nun nach der Auszeichnung der Ehrendoktorwürde im Jahr 2000 erhielt. Anders, seit 1977 Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln, ist leitender Wissenschaftlicher Direktor des Bundesinstituts für Sportwissenschaften, Gründungsmitglied der European Association for Sociology of Sport und des Arbeitskreises Sportökonomie e.V. sowie Mitglied in zahlreichen Deutschen und Internationalen Sportökonomie- und Soziologie-Verbänden.

Der 6. Deutsche Sportökonomie-Kongress findet turnusgemäß 2008 statt. Zusammenfassungen und Videomitschnitte der Teilveranstaltungen stehen unter www.deutscher-sportoekonomie-kongress.de unter Abruf bereit.


  • Im großen Hörsaal der DSHS Köln
    Im großen Hörsaal der DSHS Köln

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