Mit dem Sport die Dritte Welt verändern

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Reinhold Hemker fordert, der Sport sollte wieder integraler Bestandteil von Projekten der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit werden. „Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul muss für den Sport neu begeistert werden, so wie es Otto Schily schon ist", erklärte Hemker in Berlin.

Hemker fordert Erhöhung von Sportmitteln für Entwicklungshilfe

 

Die 2,8 Millionen Euro Haushaltsmittel, die im Haushaltsplan des Auswärtigen Amtes veranschlagt wurden, seien viel zu gering; im Entwicklungshilfe-Etat sei kein eigener Titel mehr vorhanden. Eine Aufstockung der Sportmittel für Entwicklungshilfe-Projekte sei deshalb dringend erforderlich. In einem Gespräch mit der Ministerin erhielt Hemker die Zusage, dass eine Wiederbelebung von Projekten geprüft werde.

 

Hemker hat dem Bundesinnenministerium sechs Maßnahmen mit Sportbezug als förderungswürdige Projekte für das UNO-Jahr des Sports und der Leibeserziehung 2005 vorgeschlagen. Für Workcamps in Simbabwe (3), Südafrika (2) und Namibia beantragte der SPD-Politiker eine Co-Finanzierung von 30.000 Euro. Insgesamt 34 junge deutsche Teilnehmer wollen mit einheimischen Organisationen Auf- und Ausbauarbeiten in Dörfern und ländlichen Regionen leisten; dabei sollen Spiel- und Sportmöglichkeiten geschaffen und ein interkultureller Austausch unter Einbeziehung von Sport und Spiel ermöglicht werden.

 

Hemker, der einen Lehrauftrag im Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Münster mit dem Schwerpunkt Entwicklungssoziologie wahrnimmt, unterstützt die Initiativen von DSB, NOK und der Deutschen Sportjugend im UNO-Jahr des Sports. Als zentrales Projekt wurde dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages die Hilfsaktion mit dem Arbeitstitel „Der deutsche Sport hilft beim Aufbau des Sports in Afghanistan, insbesondere für Mädchen und Frauen" vorgestellt. Für diese Maßnahme wurden Projektgelder von 240.000 Euro beantragt.


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