Mit energetischer Sanierung für mehr Klimaschutz sorgen

Das Programm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes Nordrhein-Westfalen stellt 300 Millionen Euro für Modernisierung und Sanierung von Sportstätten zur Verfügung.

Ein Schwerpunkt der Förderanträge wird auf der energetischen Sanierung von Sportstätten liegen. Foto: LSB NRW
Ein Schwerpunkt der Förderanträge wird auf der energetischen Sanierung von Sportstätten liegen. Foto: LSB NRW

Es ist eine Kernaufgabe der Sportpolitik zu wissen, was in Vereinen gebraucht wird. Als Übungsleiterin unter anderem für Pilates und Zumba bin ich seit vielen Jahren an der Sportbasis aktiv – als Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen besuche ich Kreis- und Stadtsportbünde sowie Vereine von klein bis groß. Ich spreche gerne mit Menschen, höre ihnen zu, wertschätze ihren Einsatz und unterstütze ihre Arbeit.

Allzu gut kenne ich daher sanierungsbedürftige Sportstätten mit der in die Jahre gekommenen Haustechnik. Hier setzen wir als Landesregierung mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ an: Wir stellen 300 Millionen Euro nur für Sportvereine und -verbände in Nordrhein-Westfalen bereit, um Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Sanierung, zum Umbau und zur Weiterentwicklung von Sportstätten zu fördern. Besonders wichtig sind uns energetische und digitale Modernisierungen, die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit und Barrierefreiheit sowie bauliche Maßnahmen, um Unfälle zu vermeiden.

Die ersten Rückmeldungen zeigen deutlich: Ein Schwerpunkt der Förderanträge wird auf der energetischen Sanierung von Sportstätten liegen. Das freut uns, da es auch ein erklärtes Ziel des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ ist, durch energetische Sanierungen CO2 einzusparen und viele kleine Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Der Sanierungsstau bei den Sport-anlagen, die Vereinen und Verbänden gehören oder langfristig gepachtet sind, ist groß: Leider gibt es oft unzureichend isolierte Dächer und Fassaden, stromfressende Lichtanlagen, veraltete Heizungen oder ineffiziente Geräte wie den alten Kühlschrank im Vereinsheim.

Durch energetische Sanierungen können wir hier gemeinsam eine erhebliche Menge an CO2 einsparen und so für mehr Klimaschutz sorgen. Zum Beispiel durch die Umrüstung auf eine computergestützte Heizungsanlage, die Energie einspart. Und die Träger der Sportstätten sparen zudem Betriebskosten, die sie durch die Sanierung von Sanitäranlagen und die Einsparung von Wasser sogar noch weiter reduzieren können. Auch bei der Anreise zu Trainingseinheiten und Wettkämpfen hinterlassen Sportlerinnen und Sportler einen CO2-Fußabdruck. Mehr und überdachte Stellplätze für Fahrräder und E-Scooter oder Ladestationen für Elektroautos an Sportstätten können Anreize für Sportlerinnen und Sportler schaffen, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen und erhöhen die Erreichbarkeit von Sportstätten. Auch für solche Investitionen ist Geld im Topf von „Moderne Sportstätte 2022“.

Die Landesregierung geht davon aus, dass – übrigens auf sehr unbürokratische Weise – mehrere tausend Einzelmaßnahmen von Sportvereinen und Sportverbänden gefördert werden können. Und wer weiß, vielleicht sorgt unser bundesweit einzigartiges Förderprogramm für Sportstätten von Vereinen und Verbänden auch in anderen Bundesländern für neue Impulse. Letztlich ist es ja beim Klimaschutz wie im Sport: Gemeinsam werden die größten Erfolge erzielt!

(Autorin: Andrea Milz ist Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Ein Schwerpunkt der Förderanträge wird auf der energetischen Sanierung von Sportstätten liegen. Foto: LSB NRW
    Vereinsheim mit angrenzendem Sportplatz Foto: LSB NRW

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