Mit Fluss-Rangern und Drachenbooten den Rhein neu erleben

Eine nicht alltägliche Schiffstaufe umrahmt von einem Konzert mit Ethno-Balkan-Jazz-Klängen erwartet die Öffentlichkeit am 6.September am Frankfurter Mainufer.

 

Unterwegs mit dem Fluss-Ranger auf den Gewässern des Rhein-Main-Gebiets.
Unterwegs mit dem Fluss-Ranger auf den Gewässern des Rhein-Main-Gebiets.

Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), wird hier zwischen 16.30 und 19.30 Uhr das erste von zwei selbstgebauten Holzdrachenbooten vom Stapel lassen. Konstruiert und gebaut haben die Boote die Auszubildenden des Trainings- und Ausbildungszentrums (taz) des Frankfurter Vereins im Rahmen eines von der Umweltstiftung geförderten Projekts. Denn in dieser bis 2009 laufenden Maßnahme werden nicht nur den traditionellen Rhein-Nachen nachempfundene Boote für 18-20 Personen gebaut. Zeitgleich hat eine ganz besondere Ausbildung für eine Art Naturführer auf dem Wasser stattgefunden, um mit den neuen  Booten die versteckten Schönheiten der Flüsse im Rhein-Main-Gebiet einem Freizeitpublikum nahezubringen. Günstige Gelegenheit für den Chef von Europas größter Umweltstiftung den in diesem Rahmen ausgebildeten 12 Fluss-Rangern ihre Diplome zu überreichen.

Buntes Festprogramm am Niederräder Ufer

Der Stapellauf ist eingebunden in ein buntes Festprogramm: So konnnte die Balkan-Ethno-Jazzband „Absinto Orkestra“ für ein Konzert am Main gewonnen werden.  Die Sportakrobaten-Gruppe „Ten-Ups“ ist mit einer pfiffigen Vorführung dabei. Für die interessierte Öffentlichkeit sowie Presse und Fernsehen sind Demonstrationstouren auf Drachenbooten unter Anleitung ausgebildeter Fluss-Ranger auf dem Main vorgesehen. Eine kleine Holzboot-Ausstellung, ein Lagerfeuer sowie Speisen und vielfältige (alkoholfreie) Getränke runden das Fest am Mainufer ab.

Gemeinschaftsprojekt von DOSB und DBU

Das im Rahmen der Sport-Umwelt-Kooperation von Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) und DBU geförderte Gesamtprojekt versucht erstmals den Ansatz der Landschaftsinterpretation auf den Wassersportbereich zu übertragen. Ziel dieser in den Nationalparks der USA entwickelten Form der Naturvermittlung ist es, offene und versteckte Besonderheiten der jeweiligen Landschaft für ein Freizeitpublikum zu erschließen. Dabei kommen verschiedene Kommunikationsmethoden zum Einsatz, um Wissen aus der Expertensprache in eine Form zu übertragen, die ein Freizeitpublikum anspricht, eine Identifikation mit der Region ermöglicht und so hilft das Natur-und Kulturerbe zu bewahren.

"Flussranger" führen durch die Wasserlandschaft

Die Umsetzung des 30-monatigen Projektes erfolgt in mehreren Schritten: In Kooperation mit dem Ausbildungsverbund TAZ (Trainings- und Ausbildungszentrum des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten e.V.) werden seit Januar 2007 zwei Holzdrachenboote konstruiert und gebaut, die sich weitgehend an in früheren Zeiten am Rhein eingesetzten Bootstypen orientieren. Als „Anlaufstelle“ werden im Einzugsbereich des Rhein-Main-Ballungsraums drei Fluss-Stationen am Rhein aufgebaut, für die zur Zeit speziell zugeschnittene Flusstouren auf Basis einer konkret-räumlichen Landschafts-Analyse ausgearbeitet werden. Angeleitet werden die künftigen Flusstouren durch Fluss-Ranger, die im Rahmen des Projektes seit  März 2007 als Bootsführer und Landschaftsinterpreten zugleich ausgebildet wurden.

Ausführliche Informationen gibt es unter www.flusserleben.de


  • Unterwegs mit dem Fluss-Ranger auf den Gewässern des Rhein-Main-Gebiets.
    Unterwegs mit dem Fluss-Ranger auf den Gewässern des Rhein-Main-Gebiets.

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