„Miteinander statt gegeneinander“ - Sport und Politik im Quartier

80 Personen nahmen Mitte November an der Fachkonferenz des Netzwerks „Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde“ teil.

Teilnehmer*innen der Fachkonferenz bei einer bewegten Pause. Foto: dsj
Teilnehmer*innen der Fachkonferenz bei einer bewegten Pause. Foto: dsj

Die Deutsche Sportjugend (dsj), der DOSB und die Landessportbünde sind neben weiteren Akteur*innen aus Sport, Politik und Institutionen der politischen Bildung Mitglieder dieses Netzwerks. Gefördert wurde die Konferenz durch das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“.

Die Grundannahme war, dass der Sport allgemein und der Sportverein im Speziellen vor allem in den eigenen Strukturen „als Sozialraum“ agieren. Dabei sind sie eng verflochten mit weiteren Akteur*innen in der Kommune, in der Region, im Quartier, „im Sozialraum“. Sport und Sportvereine sind aus beiden Perspektiven „Orte der Demokratie“. Sportvereine und politische Einrichtungen sind dabei Partner in einem gemeinsamen Spiel vor Ort, der sich sowohl im städtischen wie auch ländlichen Raum verorten lässt; also im Quartier.

Ziel der Fachkonferenz „Sport und Politik im Quartier. Sportverein als Sozialraum gelebter Demokratie - Chancen und Herausforderungen“ war es, die Teilnehmenden mit ihren unter-schiedlichen Perspektiven aus der Landschaftsarchitektur, den Kommunen und Sportverbänden an einen Tisch zu bringen. „Es geht nicht nebeneinander, es geht nicht gegeneinander, es geht nur miteinander“, brachte es Prof. Dr. Gunter A. Pilz, Vorsitzender des Netzwerks, auf den Punkt.

Zu dem gleichen Ergebnis kam auch dsj-Geschäftsführerin Christina Gassner. Der Schlüssel liege wohl in den persönlichen Kontakten und Netzwerken vor Ort, bei denen sich Menschen aus dem Quartier auf Augenhöhe treffen, um miteinander den eigenen Sozialraum demokratisch zu gestalten. Diese Haltung solle eigentlich grundsätzlich gelten, ob in dem Sportverein oder innerhalb der Verbände und der politischen Strukturen, wenn „mit den Vereinen gesprochen wird und nicht über sie“.

Eine gute Zusammenarbeit vor Ort bringt auf Dauer auch eine Arbeitserleichterung für die ehrenamtlich Engagierten in den Sportvereinen, so ein weiteres Fazit. Der Sportverein kann und braucht so nicht alles alleine zu meistern und kann sich auf die gute Kernarbeit, nämlich gemeinsames Sporttreiben, Selbstorganisation und Offenheit, im Sinne seiner demokratischen Werte, konzentrieren. 

„Sport im Sozialraum und als Sozialraum“ sollte genau das sein:

Das Leben im Sportverein als Ort der Demokratie, als Ort von Integration, Selbsterfahrung, Stärkung und Vielfalt. Sowie das Leben im Quartier, in dem der Sportverein einen wichtigen Platz als zivilgesellschaftlicher Akteur einnimmt oder einfach als Treffpunkt verschiedener Menschen, die gemeinsam nach Regeln Sport treiben möchten. Dabei geht es selbstredend nicht um Eigenlob, sondern um den klaren Blick auf die Spannungsfelder und Herausforderungen im Sport als wichtiger Teil unserer Gesellschaft.

(Quelle: dsj)


  • Teilnehmer*innen der Fachkonferenz bei einer bewegten Pause. Foto: dsj
    Teilnehmer*innen stehen hinter Tischen und halten sich an den Händen. Foto: dsj

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