Mitgliederversammlung: Verleihung des Olympischen Ordens an Manfred Germar

Bei der NOK-Mitgliederversammlung kommt es am 3.11. wieder zu einer Reihe von Ehrungen. Neben der Verleihung des Hanns-Heinrich-Sievert-Preises und der Übergabe einer vom IOC im Jahr des Ehrenamtes gestifteten Auszeichnung, ist die Übergabe des Olympischen Ordens an Manfred Germar geplant. Germar war Mitte der 50er Jahre und Anfang der 60er Jahre Weltklassesprinter und später über Jahrzehnte hinweg "Macher" des ASV-Leichtathletik-Sportfestes "Weltklasse in Köln". Über die Verleihung des Olympischen Ordens hatte das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees bei seiner Sitzung am 17. Mai 2001 entschieden.

 

 

 

Manfred Germar ist seit 1973 persönliches Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK). Die hohe internationale Auszeichnung würdigt neben seinem ehrenamtlichen Engagement im Finanzausschuss des NOK, als Mitglied des Gutachterausschusses der Stiftung Deutsche Sporthilfe (weit 1968) und als Vorstandsmitglied des Vereins Deutsches Sport- und Olympiamuseum Köln (seit 1999) auch die herausragende leistungssportliche Karriere Germars.

 

 

 

Germar stand 1956 als einziger Europäer im 100-m-Finale der Olympischen Spiele in Melbourne und gewann dort Bronze in der 4x100 m Staffel. 1958 war Germar Europameister über 200 m und mit der 4x100-m Staffel. Weltrekorde gelangen ihm über 4x100 m (gemeinsam mit Manfred Steinbach, Martin Lauer und Heinz Fütterer in 39,5 Sekunden) und in 20,6 Sekunden über 200 m. 1962 wurde er wiederum Staffel-Europameister. Zwischen 1954 und 1962 brachte er es bei 52 Berufungen in die Nationalmannschaft auf 123 Einsätze. In seiner Erfolgsbilanz stehen sechs Europa- und neun deutsche Rekorde sowie 23 Deutsche Meisterschaften.

 

 

 

Für seine Verdienste erhielt Germar 1957 das Goldene Band der deutschen Sportpresse und das Silberne Lorbeerblatt, 1960 den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis, 1985 und 1999 das Bundesverdienstkreuz und 1999 den Carl-Diem-Schild und den Dr. Hanns-Heinrich-Sievert-Preis.

 

 

 

Der Olympische Orden wird an Persönlichkeiten verliehen, die mit ihren Handlungen dem Olympischen Ideal in besonderer Weise entsprochen, herausragende sportliche Leistungen vollbracht oder der Olympischen Bewegung bedeutende Dienste erwiesen haben. Nominierungen erfolgen durch eine eigens dafür eingerichtete Ehrungskommission und werden durch das Exekutiv-Komitee entschieden. Unter den Persönlichkeiten die diese IOC-Ehrung erfuhren, sind Fanny Blankers-Koen, Jean-Claude Killy, Jesse Owens, Alberto Tomba, Indira Gandhi und Nelson Mandela zu finden.

 

 

 

Die letzten Deutschen, die den Olympischen Orden verliehen bekamen, waren im Jahre 1999 Rosi Mittermaier, Steffi Graf und Prof. Dr. Wolfgang Maennig.

 

 

 



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