Mitspringen

Dazu gehören: Landessportbund Rheinland-Pfalz unterstützt integratives Projekt des JSV Speyer.

Seit 1994 arbeitet der Judosportverein Speyer nach einem pädagogischen und handlungsorientierten Konzept der Kinder- und Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche über die Motivation zur Mitarbeit im Verein in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken, ist dabei oberstes Ziel. Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes ist seit Jahren die Integration von Randgruppen. Mit ein Anlass für den Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) die herausragende Jugendarbeit des Judosportvereins aus der Domstadt finanziell zu unterstützen. So übergab LSB-Präsidentin Karin Augustin kurz vor dem Bundesliga-Heimkampf des JSV Speyer am Samstagabend einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro – Mittel, die der Landessportbund über die GlücksSpirale für besondere soziale Aktivitäten rheinland-pfälzischer Sportvereine erhält.

Aus 10 Jahren Mitarbeit beim Mitternachtssport, in denen die Zielgruppe der Migranten aus Ostblockländern sehr groß ist, hat der JSV zunächst viele Kontakte in diesen Bevölkerungsteil bekommen. Durch die kontinuierliche Arbeit und viele Gespräche am Rande dieser Gruppen sind private Kontakte entstanden, die in gegenseitigen Besuchen bei Festen gemündet sind. Darüber konnten Erfahrungen über die Mentalität des Sporttreibens der Russland- deutschen und türkischen Mitbürger gewonnen werden. Den Vereinsverantwortlichen wurde klar, dass hier andere Wege gegangen werden müssen, um den Kindern und damit auch den Eltern die Bewegung im Verein näher zu bringen.

Über Kooperationen mit Kindergärten und Grundschulen, in denen besonders Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder aus sozial benachteiligten Familien (Alleinerziehende, Arbeitslose,..) angesprochen wurden, konnte die Zielgruppe erreicht werden. Die Begeisterung der Kinder und auch der Erzieher über die Entwicklungschancen durch dieses zusätzliche Sportangebot motivierte den Verein, dieses Angebot immer mehr auszubauen. Nach und nach sind so acht offene Gruppen entstanden, in denen 120 Kinder ein kostenloses Angebot des Vereins wahrnehmen. Auch zu den Eltern konnten dadurch positive Kontakte aufgebaut werden. In einem offenen Familiensporttreff, der einmal im Monat stattfindet, bringen die Kinder auch ihre Eltern mit.
Im vergangenen Jahr konnte der Judosportverein über diese Arbeit schließlich einige Mütter mit Migrationshintergrund zur Mitarbeit als Übungsleiterhelfer im Verein gewinnen.

„Dass sich der Judosportverein Speyer neben seinem großartigen Engagement im Leistungssport und Breitensport auch dem Thema Integration mit großem Einsatz annimmt, zeigt einmal mehr, dass die finanzielle Unterstützung hier genau richtig ist. Tagtäglich sehen wir hier hautnah, wie gut über das gemeinsame Sportspiel die Integration funktioniert“, so LSB-Präsidentin Karin Augustin. Die Vereinsjugendlichen bauen über diese Gruppen Kontakte zu den Migranten auf und schließen Freundschaften.

Aus Sicht des Judosportvereins ist es allerdings sehr wichtig, dass für dieses Zusatzangebot weitere Projektzuschüsse gesucht werden, ansonsten wird die Belastung für den Verein auf Dauer zu hoch. „Die Anzahl der Gruppen ist durch Rückfragen der Kindergärten und Schulen stark gestiegen und ohne Einnahmen ist die finanzielle Belastung im Verein nicht zu rechtfertigen“, so Gerlinde Görgen, Geschäftsführerin des JSV. „Im Dezember dieses Jahres ziehen wir mit unseren Projekten in das neugebaute Judo-Sportzentrum ein. Hierzu müssen wir Sport- und Spielmaterial für die Gruppen anschaffen, da wir hier nicht mehr auf das Spielmaterial der Schulen zurückgreifen können“, zeigt sich Görgen über den Scheck des Landessportbundes sehr erfreut. (spa/Foto: ks)



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