Neue ethische Initiative für den Sport gefordert

Eine neue ethische Initiative für den Sport strebt die Europäische Fairplay-Bewegung (EFPM) auf dem 13. Europäischen Fairplay-Kongress vom 17.-20. Oktober 2007 in Frankfurt an.

Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und Prof. Dr. Carlos Goncalves erläuterten auf der Auftakt-Pressekonferenz in Frankfurt das Programm des dreitägigen Kongresses. Copyright: picture-alliance/dpa
Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und Prof. Dr. Carlos Goncalves erläuterten auf der Auftakt-Pressekonferenz in Frankfurt das Programm des dreitägigen Kongresses. Copyright: picture-alliance/dpa

Auf der Auftaktpressekonferenz forderte der Präsident der EFPM, Prof. Dr. Carlos Goncalves (Portugal) am Mittwoch gemeinsame Projekte und Konzepte von staatlichen und Sportorganisationen: UNO und EU seien ebenso gefragt wie IOC oder die europäischen Nationalen Olympischen Komitees (EOC). Die Bedrohung der moralischen Basis des Sports durch Kommerzialisierung und Erfolgsdruck sei so groß wie nie zuvor. Doping oder wachsende Aggressivität im und um den Sport seien die Folgen. Eine Rückbesinnung auf die erzieherischen und gesellschaftlichen Werte des Sport sei dringend geboten und gemeinsame Aufgabe sportlicher und staatlicher Stellen.

EFPM-Vizepräsident Prof. Dr. Manfred Lämmer (Köln) erinnerte an die Vorreiterrolle, die der frühere deutsche NOK- und DSB-Präsident Willi Daume für die Fairplay-Bewegung gespielt hatte. “Fairplay fällt nicht vom Himmel, Fairplay muss man lernen” habe Daume gesagt und damit für den Präventionsgedanken und eine Erziehung zum Fairplay von Jugend an plädiert.

Für den ausrichtenden Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erklärte die DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper (Berlin), der DOSB habe diese Gemeinschaftsaufgabe des deutschen Sports gern übernommen. Hier könne der deutsche Sport Verantwortung auf nationaler und internationaler Ebene übernehmen, um zu den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen beizutragen.

Für die Deutsche Sportjugend (dsj) berichtete Benny Folkmann (Köln) über die Vorbereitungen für den zeitgleich stattfindenden 2. Europäischen Jugend-Faiplay-Kongreß. 35 Jugendliche aus 15 Nationen konzentrierten sich auf die Themen Anti-Doping, Anti-Diskriminierung und Dialog der Generationen und brächten ihre Resultate in den Hauptkongress mit ein.

Der 13. Europäische Fairplay-Kongreß wird am Mittwochabend im Frankfurter Römer mit dem zentralen Festvortrag von IOC-Mitglied Großherzog Henri von Luxemburg eröffnet. Sein Thema “Die olympischen Werte und die Zukunft des Sports” ist zugleich das Kongreßmotto. Es wird im Verlauf des Kongresses durch weitere Vorträge und Diskussionen zur Kommerzialisierung des Sports, der Doping-Problematik oder der Rolle der Medien erweitert und fortgeführt.

Als Teilnehmer werden u.a. der hessische Ministerpräsident Roland Koch, der Radprofi Jörg Jaksche oder der Präsident der Europäischen Rundfunk Union (EBU) Fritz Pleitgen erwartet.


  • Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und Prof. Dr. Carlos Goncalves erläuterten auf der Auftakt-Pressekonferenz in Frankfurt das Programm des dreitägigen Kongresses. Copyright: picture-alliance/dpa
    Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und Prof. Dr. Carlos Goncalves erläuterten auf der Auftakt-Pressekonferenz in Frankfurt das Programm des dreitägigen Kongresses. Copyright: picture-alliance/dpa

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