Neue Teambesetzung für die "Sterne"

Die Zukunft der „Sterne des Sports“ wird auf Seiten des DOSB in neuer personeller Besetzung gestaltet.

Projektleiter "Sterne des Sports", Boris Rump
Projektleiter "Sterne des Sports", Boris Rump

Karsten Dufft hat den Staffelstab an den neuen Projektleiter Boris Rump weitergegeben, der gemeinsam mit Martin Buth vom BVR für die Weiterentwicklung der „Sterne des Sports“ zuständig sein wird. "Sternwarte" hat mit dem neuen Projektleiter ein Interview geführt.

Sternwarte: Herr Rump, was ist besonders  in Erinnerung geblieben von der diesjährigen Preisverleihung der „Sterne des Sports“?

Boris Rump: Die Vielfalt an Themen und Inhalte, für die unsere Sportvereine ausgezeichnet wurden. Die Projekte verfolgen ganz unterschiedliche Ziele, wie z.B. Angebote für besondere Gruppen (Ältere, Frauen, Menschen mit Beeinträchtigungen oder das Junge Engagement) und verbinden dies mit außergewöhnlichen Maßnahmen (Umweltschutz, Digitalisierung, Bau von Sportstätten oder einem Schulprojekt). Was mich besonders gefreut hat ist die Tatsache, dass viele Maßnahmen besonders auf das Ehrenamt und das freiwillige Engagement einzahlen. Dies zeichnet unser Sportvereinswesen aus und ist weltweit einmalig. So haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal im Rahmen des  Publikumspreises auch Einzelpersonen in den Fokus gerückt, die für ihr jahrelanges Engagement persönlich ausgezeichnet wurden.

Warum machen Sportvereine diese tolle Arbeit vor Ort?

Die Sportvereine reagieren oft schnell und unbürokratisch auf gesellschaftliche Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, wie etwa der demographische Wandel. So gibt es gerade in ländlichen Räumen oftmals weniger Jugendliche und es fällt dann schwer, die ehrenamtlichen Vorstandspositionen zu besetzen. Hier ist dann Innovation und Kreativität gefragt, wie z.B. beim ausgezeichneten Projekt „Gib uns dein Talent“ aus Klein-Krotzenburg (3. Sieger). Zum anderen hat es aber auch mit starken und beeindruckenden Menschen vor Ort zu tun, die einfach eine herausragende Arbeit leisten (siehe die Persönlichkeiten der Sieger der Publikumspreise). Einigen Vereinsvertretern ist oft noch nicht einmal bewusst, was für tolle Arbeit sie machen. Das Format „Sterne des Sports“ macht diese Arbeit glücklicherweise sichtbar.

Sie sind nach einer internen Umstrukturierung als Projektleiter für die „Sterne des Sports“ und deren Weiterentwicklung auf Seiten des DOSB verantwortlich. Welche Schwerpunkte sehen Sie in der zukünftigen Konzeption und Umsetzung?

Da der Wettbewerb bundesweit organisiert wird und von der Kreisebene über die Landesebene und schließlich zum Bundesfinale führt, ist er sehr komplex und mit einem hohen Aufwand für alle Beteiligten verbunden. Dabei ist die jährliche Organisation und Durchführung aller Maßnahmen kein Selbstläufer. Mit unserem langjährigen Partner, den Volksbanken Raiffeisenbanken, wollen wir die Beteiligung am Wettbewerb erhöhen und so flächendeckend dafür sorgen, das Engagement sichtbar zu machen. Dabei  ist uns wichtig, dass der Wettbewerb noch mehr mit den Werten verknüpft wird, für die die „Sterne des Sports“-Engagements stehen. Uns geht es um Werte wie Fairness, Teambuilding, Toleranz, um nur ein paar zu nennen. Alle Themen, die die Sportentwicklung auszeichnen, werden tagtäglich bei den „Sternen des Sports“ gelebt. Wir möchten eine Plattform bieten, um auf die Ideen der Vereine aufmerksam zu machen und Menschen motivieren, selbst in ihrem Sportverein aktiv zu werden.

Warum sollte sich ein Sportverein bewerben?

Wettbewerb ist immer ein Ansporn, gerade für Sportler. Das machen Sportler ohnehin jedes Wochenende in der Mannschaft oder im Einzelsport. Der Wettbewerb kann ein großer Spaß sein, keiner muss das alleine machen, es kann ein schönes Gemeinschaftsprojekt für den Sportverein sein. Außerdem ist eine Bewerbung einfach online bei den teilnehmenden Volksbanken Raiffeisenbanken oder über www.sterne-des-sports.de möglich und bietet den Vereinen die Chance, ganz andere Zielgruppen anzusprechen und eine angemessene Wertschätzung für ihr Engagement zu erhalten. Wenn es gelingt, Sieger auf Bronze, Silber und Goldebene zu werden, bekommt man eine Aufmerksamkeit, die nachhaltig etwas verändern kann. Es erschließen sich neue Netzwerke, die – ganz unabhängig von materiellen Dingen – dem Verein für die Weiterentwicklung der Vereinsstruktur und Mitgliedergewinnung etwas bringen.

Was sind die Ziele und Wünsche für die laufende Bewerbung?

Ich wünsche mir, dass wir und die Volksbanken Raiffeisenbanken wieder von vielen Sportvereinen spannende Bewerbungen erhalten und in der einen oder anderen Region noch mehr Bewerbungen kommen. Der Wettbewerb ist offen für die Vielfalt der Sportthemen. Es wird spannend werden, wo zukünftig die Schwerpunkte liegen. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass die Themen Digitalisierung und Engagementförderung zukünftig noch stärker in den Vordergrund rücken werden. Aber sicherlich bleiben auch Themen wie Integration, Inklusion oder beispielsweise auch das Thema Gesundheit aufgrund ihrer gesellschaftlichen Relevanz weiter im Fokus vieler  Sportvereine. Die Vereinsbasis wird uns zeigen, wo die Herausforderungen liegen und der Weg für eine Weiterentwicklung hinführt.

(Quelle: DOSB)


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