NEWSLETTER Oktober 2002 des Beirats der Aktiven im DSB

 

Liebe Aktivenvertreterinnen und Aktivenvertreter,

 

der Newsletter des Beirats der Aktiven für den Monat Oktober beschäftigt sich vorwiegend mit zwei Themen, mit denen sich der Beirat in den zurückliegenden Monaten intensiv auseinandergesetzt hat und die insbesondere für die olympischen Verbände wichtig sind.

Die TOP-Themen in diesem Newsletter:

- Nominierungsgrundsätze für die Olympischen Spiele 2004
- Der Fall Hannawald und der Eligibility-Code des IOC
- NOK-Präsidentschafts-Wahlen in Nürnberg
- Workshop des DOI und die Vollversammlung der Aktivensprecher im DSB

Nominierungsgrundsätze für die Olympischen Spiele 2004:

In diesem Sommer hat sich das Präsidium des NOK mit den Nominierungsgrundlagen für die Olympischen Spiele 2004 in Athen beschäftigt. In unserem August-Newsletter haben wir bereits über das Meldeverfahren zum Trainingskontrollsystem von ADK/NADA als grundsätzliches Nominierungskriterium berichtet.

Auf seiner Sitzung im August hat der Beirat Stellung zu den vorliegenden Entwürfen der Nominierungsgrundlagen genommen und 4 Änderungsvorschläge für die Sitzung des NOK-Präsidiums am 22. August 2002 in Saarbrücken erarbeitet.
Nun möchten wir euch kurz über die Inhalte der Änderungsvorschläge des Beirats informieren, die vom NOK-Präsidium übernommen wurden.

Wichtigster Punkt war die Anregung des Beirats einen absoluten Meldeschluss zu definieren, um so eine Teilnahme aller Aktiven am Trainingskontrollsystem für das Jahr 2004 sicherzustellen. Die angenommene Definition des NOK lautet wie folgt:

"Athleten und Athletinnen, die nicht bis spätestens zum 01.01.2004 zum Trainingskontrollsystem angemeldet worden sind, können grundsätzlich nicht für die Olympischen Spiele 2004 nominiert werden."

Die weiteren Änderungen, die auf Vorschlag des Beirats angenommen wurden, beziehen sich auf Präzisierungen von Formulierungen hinsichtlich der Personengruppen, die mit den Nominierungskriterien in Berührung kommen werden. Im Besonderen also auch den relevanten Personenkreis der aktuellen Nichtkaderathleten, die sich berechtigte Chancen für eine Olympiateilnahme 2004 machen. So ist auch folgender Satz in den Nominierungskriterien mit Hilfe des Beirats deutlicher formuliert worden: "Es obliegt ferner den Verbänden, sämtliche für eine Olympiateilnahme in Frage kommenden Athleten/innen in geeigneter Weise über die Notwendigkeit einer Einbeziehung ins Trainingskontrollsystem zu informieren."

Der Fall Hannawald und der Eligibility-Code des IOC
Auf eine Anfrage des Generalsekretärs des NOKs, Heiner Henze, hat sich der Beirat der Aktiven mit dem Fall Hannawald bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City beschäftigt. Sven Hannawald drohte während der Austragung der olympischen Wettbewerbe eine Sanktion durch das IOC. Grund war ein Werbespot mit Hannawald, den einer seiner Sponsoren während dem Zeitraum der Olympischen Spiele, und somit verbotener Weise im deutschen Fernsehen ausstrahlen ließ.

Der Beirat der Aktiven wurde von Seiten des NOK um eine Stellungnahme zum sogenannten Eligibility-Code des IOC gebeten. Dieser Code, der durch die Unterschrift des Anmeldeformulars zu den Olympischen Spielen von dem jeweiligen Athleten/in anerkannt wird, regelt unter anderem auch die Nutzung der Persönlichkeitsrechte der Aktiven und der Betreuer, also auch die Nutzung zu werblichen Zwecken, während der Olympischen Spiele.

Der Athlet willigt hiermit ein,
- die aktuellen Durchführungsbestimmungen der Olympischen Spiele,
- die Veröffentlichungsrechte der Bilder zur Förderung der Olympischen Bewegung,
- den aktuellen Anti-Doping-Codes des IOC´s,
- das Verbot aller Formen von Werbung und Propaganda an Personen und Kleidung,
zu akzeptieren und einzuhalten.

Nach ausführlicher Diskussion über den Fall Hannawald in Verbindung mit dem Eligibility-Code kam der Beirat zu folgenden Ergebnissen:

Der Eligibility-Code wird im Sinne von werbefreien und dopingfreien Spielen als zeitgemäß und zumutbar bewertet. Unabhängig davon fordert der Beirat bei anstehenden Modifizierungen des Codes, die Athleten stärker mit einzubeziehen.

Um Vorkommnisse, wie während der Olympischen Winterspiele 2002, zukünftig zu vermeiden, bitten wir euch, eure Athleten/innen diesbezüglich auf die Einhaltung des Codes und damit möglich verbundene Sanktionen bei Verstößen hinzuweisen.

Falls Rückfragen zu diesem Thema entstehen, stehen wir gerne zur Verfügung.

NOK-Präsidentschaftswahlen

Wer von euch in den letzten Wochen die Sportberichterstattung in den Medien verfolgt hat, dem wird nur schwer entgangen sein, dass aus sportpolitischer Sicht die am 3. November 2002 stattfinden Neuwahlen des NOK-Präsidenten das wesentliche Thema sind.
Erstmals in der Geschichte des NOKs stehen mit dem aktuellen NOK-Präsidenten Walther Tröger und dem Herausforderer Dr. Klaus Steinbach zwei Kandidaten zum höchsten olympischen Amt in Deutschland zur Wahl. Wie in den Medien dargestellt, ist die Sportwelt in die Lager von Tröger und Steinbach gespalten. Daneben gibt es allerdings noch eine Gruppe von Wahlberechtigten, die sich noch nicht für einen Kandidaten entschieden oder sich zumindest noch nicht öffentlich für einen Kandidaten positioniert haben.
Zu dieser Gruppe zählt auch der Beirat der Aktiven im DSB, der mit fünf Stimmen wahlberechtigt ist. Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, warum sich in der gesamten Diskussion um den kommenden NOK-Präsidenten, die wahlberechtigten Aktiven bislang noch nicht zu den Kandidaten geäußert haben?

Der Grund dafür ist aus unserer Sicht recht einfach. Die fünf Vertreter des Beirats der Aktiven repräsentieren die Meinung der Aktivenschaft. Da es von dieser Seite jedoch keine einheitliche Positionierung für einen Kandidaten gibt, hat sich der Beirat entschieden, eine nach außen hin geschlossen neutrale Position zu beziehen. Dies besagt nicht, dass die einzelnen Beiratsmitglieder für sich nicht schon eine Entscheidung getroffen haben.

Auf jeden Fall dürfte es bei der Mitgliederversammlung am 3. November 2002 in Nürnberg zu einer sehr spannenden Wahlentscheidung kommen. Unabhängig vom Ausgang der Wahlen strebt der Beirat eine weitere Intensivierung der bereits sehr guten Zusammenarbeit mit dem NOK an.

Workshop des DOI / Vollversammlung der Aktivensprecher/innen im DSB

An dieser Stelle ist es sehr wichtig, nochmals auf die anstehende Vollversammlung im Rahmen eines Workshops des DOI (Deutsches Olympisches Instituts) in Berlin, hinzuweisen. Dieses Jahr stehen die Neuwahlen des Beirats der Aktiven im DSB an und wir hoffen, dass viele Aktivenvertreter/innen den Weg nach Berlin suchen, um sich gemeinsam für die Zukunft des Beirats einzubringen.
Der Workshop zum Thema "Rolle und Aufgabe der Aktivenvertretung im Wandel des Sports" findet am Freitag, den 22. Nov. 2002 statt und nach einem gemeinsamen Abendessen, wird am Samstag, den 23. Nov. 2002, 9.30 Uhr, die Vollversammlung abgehalten.

Bitte meldet euch bis spätestens zum 1. Nov. 2002, ob ihr an diesem Wochenende in Berlin sein könnt. Die offizielle Einladung des DSB zur Vollversammlung mit der entsprechenden Tagesordnung kommt euch in der nächsten Woche zu. Weitere Informationen zu dem Wochenende in Berlin bekommt ihr mit der offiziellen Einladung des DOI zum Workshop.

Solltet ihr Fragen, Probleme oder aber auch Anregungen haben, freuen wir uns von euch zu hören!

Viele Grüße aus Frankfurt am Main, der Beirat der Aktiven im DSB
und Fritz Schmidt jr. -Hauptamtlicher Mitarbeiter des Beirats-
schmidtjr@dsb.de
Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt/Main
Tel. 069 6700-289
Fax 069 67001-289



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