NOK nimmt Stellungnahme des Aktionsbündnis "Hände weg von den Rheinauen" entgegen

Das NOK legt in seiner Olympia-Ausschreibung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Auch Interessengruppen sollen gehört werden

Tröger will im Evaluierungsverfahren auch auf Olympiagegner zugehen

Am 3. Juni hat sich eine Gruppe von Interessenvertretern aus Lörick beim NOK angekündigt, um für den Erhalt der Rheinauen einzutreten. Die vom 1. Vorsitzenden des Bürgervereins Lörick, Heinz Jürgens, avisierten Repräsentanten des Aktionsbündnis "Hände weg von den Rheinauen" wollen in Frankfurt am Main Bedenken zur Bewerbung der Stadt Düsseldorf vorbringen.

 

Das NOK wird die Einwände gegen die Planungsvorhaben anhören, ohne beim momentanen Stand des Verfahrens fachlich Stellung zu nehmen, kündigt NOK-Generalsekretär Henze an. Das NOK weist grundsätzlich darauf hin, dass es einerseits großen Wert auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit der Planungen legt, sich andererseits auch bewusst ist, dass O-lympiaplanungen im urbanen Raum zu Interessenskollisionen führen, wenn es um die Fest-legung von Standorten für Bauvorhaben und die Finanzierung von Olympiaprojekten geht.

 

Das NOK wird die Bewerbungen im Umweltbereich wie in allen anderen Bereichen sehr sorgfältig und unter Hinzuziehung von Fachleuten prüfen und bewerten. Es nimmt die beste-henden Interessenskonflikte vor Ort ernst, bittet jedoch um Sachlichkeit und warnt vor politi-scher Instrumentalisierung, die einer deutschen Olympiabewerbung national und internatio-nal nicht nutzen, sondern schaden können.

 

"Im Rahmen der Tätigkeit der Evaluierungskommission werden auch Gespräche mit Geg-nern einer Olympiabewerbung geführt", kündigt NOK-Präsident Tröger an.

 

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind Schlüsselbegriffe in den Ausschreibungsunter-lagen des NOK und soweit bereits erkennbar auch in den eingereichten Bewerbungsunterla-gen der Städte. Nachhaltig zu entwickeln heißt, nicht auf Kosten künftiger Generationen zu leben und dafür zu sorgen, dass kommende Generationen die gleichen Gestaltungschancen haben wie wir heute. Insofern sind die Olympischen Spiele von München 1972 sicherlich ein gutes und nachahmenswertes Beispiel für die nachhaltige Entwicklung gewesen.

 

Mit der Olympiabewerbung 2012 geraten durch die Forderungen zu Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit auch neue Chancen, politische Konzept, wirtschaftliche Lösungen und Ideen ins Blickfeld. Gerade im Bemühen um Nachhaltigkeit öffnen sich Chancen, die noch zu wenig erkannt werden, Chancen zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels, Chancen Verantwortung zu übernehmen, neue Ideen zu entwickeln und Gegensätze zu überwinden.

 

Dies betrifft nicht allein Flächenverbrauch, Landschaftszersiedelung, Landschaftsverarmung und Artensterben, sondern auch Energiepolitik und Nutzung regenerativer Energiequellen. Ein Megaprojekt wie die Olympischen Spiele wirft gerade in dieser Hinsicht Fragen auf. Fra-gen, die das NOK während der Evaluierungsphase offensiv mit Umweltverbänden und Inte-ressengruppen diskutieren wird.

 


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