NOK-Vizepräsident Digel fordert Engagement der Wirtschaft für Sportentwicklungshilfe

Die Sensibilisierung der deutschen Wirtschaft wird künftig für den Erfolg von Sportfördermaßnahmen in Entwicklungsländern mitentscheidend sein. Diese Einschätzung vertrat NOK-Vizepräsident Prof. Dr. Helmut Digel bei der 14. Sitzung der Präsidialkommission Internationale Zusammenarbeit am 29.03. in Frankfurt.

 

 

 

Digel bedauerte dort, dass große deutsche Unternehmen Entwicklungshilfemaßnahmen vielfach nur noch mit Blick auf ihre Marktchancen in Ländern der Dritten Welt unterstützten, kritisierte in gewisser Weise aber auch das Vorgehen der deutschen Sportverbände. "Die Sportorganisationen machen es der Wirtschaft zu leicht, sich aus der Verantwortung zu stehlen", sagte Digel in Frankfurt.

 

 

 

Verantwortlich dafür sei u.a. auch die Tatsache, dass der Dialog zwischen Sport und Wirtschaft immer noch nicht kontinuierlich und koordiniert genug gelinge. Digel will künftig den Kontakt zu Dachverbänden der Industrie und Unternehmerverbänden intensiveren, um Großunternehmen für Initiativen zugunsten der Sportförderung in Ländern der Dritten Welt zu sensibilisieren.

 

 

 

Positiv hatte Digel zuvor den im zurückliegenden Jahr nach acht Jahren erstmals wieder geringfügig angehobenen Sportentwicklungshilfe-Etat des Auswärtigen Amtes registriert. Das Auswärtige Amt fördert die Sportentwicklung in Ländern der Dritten Welt im Rahmen seiner Auswärtigen Kulturpolitik im Jahr 2001 mit 5,7 Millionen Mark. „Das sind 240.000 Mark mehr als im vergangenen Jahr. Angesichts der allgemeinen Haushaltslage ist dies ein positives Signal auf diesem Gebiet“, sagte Digel in Frankfurt.

 

 

 

Nähere Informationen zur 14. Sitzung der gemeinsamen Präsidialkommission von DSB und NOK zu internationalen Fragen über das NOK-Referat Internationale Zusammenarbeit, Herrn Georg Kemper, Tel. 069/6700220.

 

 

 

 


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