Nordrhein-Westfalen heimst die meisten „Grünen Bänder“ ein

Dass sich das Bundesland Nordrhein-Westfalen nicht um seinen sportlichen Nachwuchs sorgen muss, wurde am Dienstagabend in der Rohrmeisterei in Schwerte deutlich.

Die Gewinner des Grünes Bands in Schwerte. Foto: Getty Images
Die Gewinner des Grünes Bands in Schwerte. Foto: Getty Images

Elf Vereine, so viele wie an keiner anderen Station der Deutschlandtour von Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) und Commerzbank, erhielten das „Grüne Band für vorbildliche Talentförderung“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit nunmehr 24 Jahren vergeben.

Über das sowohl qualitativ als auch quantitativ sehr gute Abschneiden der Vereine aus der Region freute sich vor allem Markus Rüdiger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung, Privat- und Geschäftskunden der Commerzbank Gebietsfiliale Westfalen: „Jeder von uns befindet sich in einem harten Wettbewerb, aber am Ende zählen Leistung, Partnerschaftlichkeit und Respekt.“ Es gebe also viele Gemeinsamkeiten zwischen „Bankern“ und Sportlern.

Die Art der Talentsichtung, die Nutzung und Anwendung leistungssportlicher und wissenschaftlicher Konzepte sowie die Förderung der im Verein aktiven Kaderathleten sind die gemeinsamen Grundlagen, die die Arbeit der elf Gewinner gleichermaßen auszeichnen. Was dies in der Praxis bedeutet, zeigten bei der Preisverleihung die Jugendlichen des Detmolder Turnvereins und die Fechter des TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Vorführung beeindruckte vor allem die ehemalige Hochspringerin und zweifache Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth, die als Laudatorin auch noch die Leichtathleten des TSV Bayer 04 ehren durfte. „Nur wenige Vereine in Deutschland können sowohl im Breiten- als auch im Spitzensport derart viele und überragende Erfolge aufweisen wie die Leichtathletik-Abteilung des TSV. Die Sportler bedankten sich über Jahrzehnte mit unzähligen Erfolgen. Die Olympiasieger, die Welt-, Europa- und Deutschen Meister im Bayer-Trikot aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen“, sagte die zweifache Olympiasiegerin, die sich beim Verein um die Organisation des Schüler- und Jugendsports kümmert.

Einem solchen Engagement und dem Stellenwert des Sports im Bundesland könne mit dem „Grünen Band“ Ausdruck verliehen werden, sagte Gisela Hinnemann, Vizepräsidentin des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen. „Die Auszeichnung hat auch nach fast 25 Jahren nichts an Qualität und Glanz verloren. Das ,Grüne Band‘ ist zu einer Marke geworden.“ Die jährlich große Anzahl der Bewerber unterstreiche dies. Darüber freute sich auch Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank. Als Laudator würdigte er zudem die Leistungen des Skiklubs Winterberg und der Kettwiger Rudergesellschaft.

Einen Scheck über 5.000 Euro und den Siegerpokal nahmen am Dienstag neben dem TSV Bayer 04 Leverkusen, den Winterberger Biathleten und den Ruderern aus Kettwig auch der TSV Bayer Dormagen, der ASC Duisburg, der Detmolder Turnverein, der ERC Westfalen Kunstlauf, der Kempener Turnverein, der TV Refrath und der Untouchables Paderborner Baseball Club mit nach Hause.

Das „Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ gibt es seit 1986. Seitdem förderten die Initiatoren bereits rund 190.000 Kinder und Jugendliche in fast 1.500 Sportvereinen mit insgesamt 7,5 Millionen Euro. In diesem Jahr gehörten Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank, DOSB-Generaldirektor Michael Vesper, NADA-Vorsitzender Armin Baumert sowie der stellvertretende Vorsitzende des Präsidialausschusses für Leistungssport beim DOSB, Dietrich Gerber, zur Jury. Leichtathletin Ariane Friedrich und Fußballerin Birgit Prinz treten während der Deutschlandtour, die am 3. November in Frankfurt ihr großes Finale feiert, als Botschafterinnen auf.


  • Die Gewinner des Grünes Bands in Schwerte. Foto: Getty Images
    Die Gewinner des Grünes Bands in Schwerte. Foto: Getty Images

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