Öffentliche Ringvorlesung zum Doping in Heidelberg gestartet

Die Universität und die Pädagogische Hochschule Heidelberg veranstalten im Sommersemester 2008 eine öffentliche Ringvorlesung mit dem Thema „Doping - ein gesellschaftliches Problem aus interdisziplinärer Perspektive".

Am 8. Mai wird die Vortragsreihe fortgesetzt. Copyright picture-alliance
Am 8. Mai wird die Vortragsreihe fortgesetzt. Copyright picture-alliance

Insgesamt wird es 13 Vorträge namhafter Experten und einer Expertin aus ganz Deutschland geben. 

Nach der aktuellen Bestandsaufnahme zum Doping von Prof. Dr. Werner Franke vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg am Donnerstag, dem 17. April, referiert eine Woche später (24. April) der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Heinrich Bette (Technische Universität Darmstadt) „Zur Soziologie des Dopings“ (Titel der Vorlesung). 

Die Vortragsreihe wird am 8. Mai fortgesetzt mit Prof. Ines Geipel von der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, die der Frage nachgeht: „Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft?“. Die frühere rekorderfolgreiche DDR-Sprinterin vom SC Motor Jena  ist auch als freie Schriftstellerin mit zahlreichen Publikationen bekannt geworden, darunter sind zwei Bücher zum Dopingproblem: Im Jahre 2001 erschien „Verlorene Spiele: Journal eines Doping-Prozesses“; in diesen Tagen ist „No Limit. Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft?“ von ihr auf den Markt gekommen.  

Aus juristischer Sicht behandeln das Thema Doping in der Heidelberger Ringvorlesung der prominente Rechtsanwalt Dr. Michael Lehner (Heidelberg), der sich speziell mit der Täter- und Opferperspektive auseinandersetzt, sowie Prof. Dr. Dieter Rössner von der Universität Marburg - seine Fragestellung lautet: „Doping  – was kann die Justiz tun? Aus journalistischer Sicht spricht Sportredakteur Udo Ludwig (Hamburg) vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am 5. Juni über: „Doping und Medien – versagt die vierte Gewalt?“ 

Zu den weiteren Vortragenden gehört auch der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Dr. Michael Vesper, der am 26. Juni das Thema „Doping aus Sicht des organisierten Sports“ erörtert. Ebenfalls zu Vorträgen eingeladen sind der international renommierte Sportwissenschaftler Prof. Dr. Helmut Digel (Universität Tübingen) und der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Peter Danckert (Berlin). Die Reihe klingt dann am 17. Juli aus mit Prof. Dr. Gerhard Treutlein und Prof. Dr. Wolfgang Knörzer von der Abteilung Sportwissenschaft/Sportpädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: „Prävention – Königsweg der Dopingbekämpfung?“ lautet ihre hoffnungsvolle Vision. Beide sind auch Verfasser einer viel beachteten bzw. hoch nachgefragten Arbeitsmedienmappe zum Thema Doping bzw. der Broschüre „Sport ohne Doping“, die die Deutsche Sportjugend herausgegeben hat und die beide zusammen in einer Auflage von nunmehr 67.000 (!) Exemplaren abgesetzt werden konnten.  

Die Heidelberger Ringvorlesung zum Doping findet immer am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr im Hörsaal des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Im Neuenheimer Feld) statt.


  • Am 8. Mai wird die Vortragsreihe fortgesetzt. Copyright picture-alliance
    Am 8. Mai wird die Vortragsreihe fortgesetzt. Copyright picture-alliance

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