Olympiastützpunkte weiterhin auch für behinderte Athleten offen

 

Die Olympiastützpunkte in Deutschland werden mittlerweile auch intensiv von Behindertensportlern für ihre Wettkampf-Vorbereitung genutzt. Allein an der Einrichtung in Berlin

trainieren derzeit 25 Behinderten-Sportler neben weit über 400 nicht-behinderten Kader-Athleten. Über die Möglichkeiten für behinderte Sportler, für die häufig spezielle Bedingungen erfüllt werden müssen, informierte sich der Sportausschuss des Deutschen Bundestages jetzt mit einem Vorort-Besuch. Deutlich wurde, dass Behinderten-Sportler bei beruflichen Freistellungen noch mehr Schwierigkeiten haben als es ihre nicht-behinderten Kollegen. Dieses Problem hängt meist mit ihrem höheren Altersdurchschnitt während der Wettkampf-Karriere zusammen.

Problematisch ist für die Olympiastützpunkte häufig die schwache Finanzierung für die behinderten Sportler. Nach Auskunft des Bundesinnenministeriums werden zwar 100.000 Euro aus dem Etat für Behinderten-Sportler heraus genommen und den Stützpunkten zur Verfügung gestellt. Aber da diese Summe unter den 20 deutschen Olympiastützpunkten aufgeteilt wird, bleibt nur ein minimaler Betrag übrig. „Man darf nicht bei der politischen Forderung ‚Macht die Olympiastützpunkte auf‘ stehen bleiben, sondern dann muss man auch weitergehen“, meinte Berlins Stützpunktleiter Dr. Jochen Zinner. Zinner versucht zwar, auf die Bedürfnisse der Behinderten-Sportler einzugehen und ihnen das spezielle Umfeld zu schaffen, da die Leistungsdichte immer größer geworden ist und gerade bei Vorbereitungen auf Paralympics optimales Training verlangt. Aber auf Grund der knappen Ressourcen stößt Zinner nach seiner Aussage immer wieder an Grenzen.



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