Parlamentarischer Abend im Zeichen von München 2018

Der Parlamentarische Abend am 5. Mai 2010 in Berlin stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele und Paralympics 2018.

Thomas Bach und Jenny Wolf schieben den München 2018 Bob an. Insassen (v.re): Lothar de Maizière, Ilse Aigner, Katarina Witt, Frank Höfle. Foto: DOSB/Jochen Schneider
Thomas Bach und Jenny Wolf schieben den München 2018 Bob an. Insassen (v.re): Lothar de Maizière, Ilse Aigner, Katarina Witt, Frank Höfle. Foto: DOSB/Jochen Schneider

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Sport haben sich in der Bayerischen Landesvertretung getroffen. Als Gastgeber neben dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) warb insbesondere Siegfried Schneider, der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, für München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee, unterstützt von Günther Lommer, dem Präsidenten des Bayerischen Landes-Sportverbandes. „Es wäre vermessen zu glauben, wir hätten es nur mit Freunden zu tun“, sagte Lommer. Aber die Begeisterung Olympische Winterspiele in einer Stadt feiern zu können, die auch schon Gastgeber der Sommerspiele war, „steigt von Tag zu Tag“.

Auch zwei Bundesminister waren der Einladung des DOSB gefolgt, neben Ilse Aigner, der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, auch Thomas de Maizière, der für die Spitzensportförderung zuständige Bundesinnenminister. De Maizière hob die Rolle der erfolgreichen deutschen Spitzenathleten auch beim Werben für München hervor. „Eine Bewerbung – und das hat Mitbewerber Korea nicht zu bieten – ist nichts ohne große Sportler“, sagte der Minister. „Nur dann, wenn sie mitmachen, holen wir die Spiele.“ Politik und Sportpolitik allein schafften das nicht.

Eine weitere große Athletin, Jenny Wolf, Silbermedaillen-Gewinnerin im Eissprint von Vancouver, steht nun auch dafür bereit. Sie wurde an diesem Abend offiziell in die Reihe der Botschafter der Münchner Bewerbung aufgenommen.

DOSB-Präsident Thomas Bach zeigte sich besonders erfreut über die „deutliche Stimmung für eine nationale Bewerbung“. Das komme auch an diesem Abend zum Ausdruck. De Maizière bestätigte das. Er erkenne „Übereinstimmung aller Orten, von Kleinkram abgesehen“, sagte der Innenminister. „Im Großen und Ganzen gibt es in dieser Frage keine Parteien, alle stehen super zusammen. Das muss auch so sein, sonst gewinnen wir nicht.“

Ein besonders erfrischendes und eindrucksvolley Plädoyer für die Spiele gelang Frank Höfle, dem mit 13 Goldmedaillen erfolgreichsten deutschen Behindertenathleten des nordischen Skisports. Der 42-Jährige, der in Vancouver seine siebten Paralympischen Winterspiele seit 1988 erlebt hatte und der zudem noch an drei Sommerspielen teilgenommen hat, schilderte lebhaft die sprunghafte Entwicklung der Behindertenspiele, von einem besseren Landessportfest seinerzeit in Innsbruck bis zu den Paralympics von Vancouver, die sich nicht mehr von den Olympischen Winterspielen wenige Wochen zuvor an den selben Wettkampfstätten unterschieden hätten. So bedauere er nur eines, sagte Höfle. „2018 kann ich leider nicht mehr mitmachen.“ Aber auch er werde sich dafür einsetzen, dass diese Winterspiele in München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee stattfinden könnten.

Bevor sich die Gäste den Gesprächen untereinander an einem langen Abend bei bayerischen Spezialitäten und Getränken widmen konnten, wurden noch einmal olympische Werte beschworen. Der Sporthistoriker Prof. Manfred Lämmer überreichte den segelnden Brüdern Jan Peter und Hannes Peckolt den European Fair Play Award. Die beiden wurden dafür ausgezeichnet, dass sie 2008 bei den olympischen Segelwettbewerben vor Qingdao in China auf einen formal möglichen Protest gegen die dänische Mannschaft verzichteten, der sie sportlich unterlegen waren.


  • Thomas Bach und Jenny Wolf schieben den München 2018 Bob an. Insassen (v.re): Lothar de Maizière, Ilse Aigner, Katarina Witt, Frank Höfle. Foto: DOSB/Jochen Schneider
    Thomas Bach und Jenny Wolf schieben den München 2018 Bob an. Insassen (v.re): Lothar de Maizière, Ilse Aigner, Katarina Witt, Frank Höfle. Foto: DOSB/Jochen Schneider

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