Peking 2008: Baar fordert vom IOC politische Mitverantwortung für Vergabe-Entscheid

Dr. Roland Baar, Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Präsidiums des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), hat sich in der aktuellen Ausgabe von "Flame", dem Magazin der Weltorganisation der Olympiateilnehmer, zu der Vergabe der Olympischen Spiele 2008 nach China geäußert und diese als eine Verpflichtung zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in diesem Land bezeichnet:

 

 

 

"China ist das wahrscheinlich am schnellsten wachsende Land und erhält international einen immer größeren Einfluss. Insofern war die Entscheidung, die Olympischen Spiele 2008 an Peking zu vergeben konsequent. Sie war nicht einfach und wurde nicht allein vom Sport beeinflusst. Letztendlich wurde dem bevölkerungsreichsten Land der Erde Tribut gezollt", erklärt Baar.

 

 

 

Der fünffache Weltmeister und zweimaligen Olympiamedaillengewinner im Rudern (Silber 1996, Bronze 1992) sieht im Zusammenhang mit den Spielen im Jahre 2008 noch zahlreiche ungelöste Probleme. Beispielhaft nennt er Sportstättenbau, Verkehr, Transport und Umwelt. In seinem Kommentar kommt Baar aber auch auf die Frage der Menschenrechte zu sprechen:

 

 

 

"Das IOC ist nicht in der Situation, umfassende politische Verantwortung tragen zu können. Trotzdem war die Entscheidung, die Spiele nach China zu vergeben, natürlich eine politische Entscheidung, sonst hätten wir die Spiele an ein Land geben können, das weniger Risiken und bessere Konditionen für Sportler mit sich gebracht hätte", erklärt das Präsidiumsmitglied des Nationalen Olympischen Komitees um abschließend zu fordern:

 

 

 

"Moskau hat gezeigt, dass das IOC weitere Reformen benötigt, um Verantwortung für die Auswirkungen seiner Entscheidungen übernehmen zu können".

 

 

 

Das IOC müsse, so Baar, all seinen Einfluß geltend machen, um den Menschen in China zu helfen und die Beachtung der Menschenrechte in diesem Land zu stärken.

 

 

 

In weiteren Beiträgen äußern sich die IOC-Mitglieder Bubka, Ctvrtlik und Tallberg zur gleichen Frage.

 

 

 

"Flame" erscheint vierteljährlich und wird vom Präsidenten der World Olympians Association (WOA), Pál Schmitt herausgegeben. Kontakt-Adresse zum Herausgeber: Muri Str. 31, Bern CH-3006 Switzerland, Telephon: 004131/3528572, Fax.: 0041313512001. Chefredakteur: Dezsö Vad, 1-3. Dózsa Gy. Út, Budapest, H-1143. e-mail budapest@woaoffice.org .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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