Pressemitteilung Deutsche Olympiamannschaft und Integration

Wie Sport und Integration in der Olympiamannschaft zusammenfinden

452 Athletinnen und Athleten der deutschen Olympiamannschaft werden bei den Spielen ab dem 5. August in Rio de Janeiro unter dem Motto „Wir für Deutschland“ antreten. „Wir“ – dazu zählen auch mehr als 80 Sportlerinnen und Sportler, die ihre Wurzeln in etwa 30 verschiedenen Ländern haben. Das ist fast ein Fünftel des gesamten Teams.

 

13 von ihnen stellt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in dem heute erscheinenden E-Magazin vor: Unter ihnen Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch und Taekwondo-Kämpfer Tahir Güleç – Erfolgsgeschichten, die zeigen, welche Möglichkeiten der Sport zur Begegnung und zur gesellschaftlichen Anerkennung bieten kann, und was in vielen tausenden Vereinen für die Integration von zugewanderten Menschen geleistet wird. So wird beides zusammengeführt: der Spitzensport und die integrative, meist ehrenamtliche Arbeit an der Basis, die durch das seit mehr als 25 Jahren existierende Programm „Integration durch Sport“ ideelle wie finanzielle Unterstützung erfährt.

 

Bei aller programmatischen Hilfe sind es oft besondere Begegnungen und glückliche Fügungen, die zu dem führen, was schließlich als Erfolgsgeschichte bezeichnet wird. Die syrische Schwimmerin Yusra Mardini, berufen in das IOC-Flüchtlingsteam, weiß im Interview ebenso davon zu berichten wie Charly Graf, der in den 1980er quasi aus dem Gefängnis Stuttgart Stammheim heraus Deutscher Meister im Schwergewichtsboxen wurde und heute als Sozialarbeiter in Mannheim wirkt.

 

Das multimediale E-Magazin bietet außer zahlreichen Links zu weiterführenden Informationen auch Selfie-Videos von Ringer Eduard Popp sowie dem Boxer Peter Kadiru. Sie erzählen von ihren sportlichen Vorbildern, erklären, was „Heimat“ für sie bedeutet und was sie in Bezug auf ihren Migrationshintergrund nicht mehr hören können und wollen.

 

Zur Veröffentlichung der Broschüre sagt Dr. Karin Fehres, DOSB Vorstand Sportentwicklung: „Die diesjährige Olympiamannschaft ist interkulturell wie lange nicht – darüber freue ich mich sehr, denn sie spiegelt die Vielfalt der Gesellschaft und des Sportvereinslebens wider. Die lesenswerten Porträts über die Athletinnen und Athleten machen deutlich, welche Wirkung der Sport und die Olympischen Spiele für den Austausch von Menschen unterschiedlicher Herkunft haben.“

 

Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, betont: „Sport ist eines der wenigen Medien, welches die Kraft hat, die Diversität dieser Welt unter einem Dach zu vereinen. Durch diese Verbindungskraft ermöglicht der Sport die freie Selbstverwirklichung des menschlichen Geistes und betont gleichzeitig die Vorteile der engen menschlichen Zusammenarbeit zum Zwecke einer solidarischen, friedlichen Gesellschaft. Ich wünsche diesem Magazin, das die multikulturellen deutschen Mannschaften bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hervorhebt, viel Erfolg.“

 

Zum E-Magazin >>>

 

 

 

 


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