Qualitätssiegel "SPORT PRO GESUNDHEIT" weiter im Aufwind

Mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT setzt der Deutsche Sportbund (DSB) seit nunmehr drei Jahren gesundheitspolitische Akzente. Das Siegel wurde

in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt und wird an Sportvereine für präventive Bewegungsprogramme vergeben, die vorrangig zur Förderung der Herz-Kreislauf-Funktion, des Muskel-Skelett-Systems und zur Vermeidung stressbedingter Krankheiten beitragen. Solche Sportangebote sollen helfen, langfristig einen gesunden und aktiven Lebensstil zu etablieren, bei dem Bewegung und Sport im Verein wie selbstverständlich dazugehören. Im Rahmen eines zweitägigen Workshops in der Akademie des Sports beim Landessportbund Niedersachsen in Hannover, zu dem der Geschäftsbereich Breitensport und die Führungsakademie Berlin des DSB eingeladen hatten, berieten jetzt Verantwortliche aus Landessportbünden und Fachverbänden zusammen mit Partnern außerhalb der Sportorganisationen über zukünftige Strategien und Maßnahmen zur weiteren Verbreitung des DSB-Qualitätssiegels.

Die ständig steigenden Vergabezahlen des Qualitätssiegels berechtigen zu weiterem Optimismus: Immer mehr Sportvereine erkennen offenbar die Möglichkeit, sich mit den ausgezeichneten Bewegungsprogrammen gegenüber neu zu gewinnenden Bevölkerungsgruppen zu profilieren und so von anderen Sportanbietern abzugrenzen. Der Geschäftsbereich Breitensport des DSB hat dazu seine Kommunikationspolitik jüngst intensiviert: Der Internetauftritt des Qualitätssiegels SPORT PRO GESUNDHEIT wurde mittlerweile unter der Adresse www.sportprogesundheit.de freigeschaltet. Dadurch ist es nun erstmals möglich, bundesweit Sportangebote "online" nach Postleitzahlregionen abzurufen, für die das Siegel verliehen wurde. So kann jeder jederzeit das präventive Bewegungsangebot in dem Sportverein finden, der zu ihm passt.

Das Bemühen um eine geschlossene Außenwirkung und die Intensivierung der Akzeptanz innerhalb der Ärzteschaft bezeichnete Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Beauftragter für Sport und Gesundheit im DSB, bei seiner Einführung in die Tagung als richtungsweisende Zielsetzungen, um das Siegel langfristig und öffentlichkeitswirksam zu positionieren. Mitentscheidend dafür sind die Aktivitäten und dazu vorhandenen Ressourcen auf der Ebene der Landessportbünde.

Für eine noch effektivere Vernetzung des Gesundheitswesens mit dem organisierten Sport sprach sich Thomas Altgeld, Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung für Gesundheit aus. Seiner Ansicht nach haben Kampagnen wie z.B. "Keine Macht den Drogen" nur sehr beschränkte Wirksamkeit; überzeugender sei es dagegen, durch qualitätsbewusste Arbeit "vor Ort" auf sich aufmerksam zu machen, wie dies durch die Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel der Fall ist. Er empfahl u.a., vermehrt Maßnahmen zu ergreifen, um Zugangsbarrieren für sportferne Bevölkerungskreise abzubauen: "Gesundheitsförderung und Sport haben bislang zu wenig für die Herstellung von Chancengleichheit für sozial benachteiligte Gruppen getan".

Mit der Vergabe des Qualitätssiegels allein ist es nicht getan. Es kommt auch darauf an, ständig die Qualität des Produktes selbst zu überprüfen und nach Möglichkeiten der Verbesserung zu suchen. In diesem Zusammenhang berichtete Prof. Dr. Herbert Hartmann, Hochschullehrer an der TH Darmstadt und ehrenamtliches Mitglied des Bundesvorstands Breitensport im DSB, über erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das der Deutsche Turner-Bund an sein Institut vergeben hat und bei dem es um "Qualitätsmanagement von Präventivsport im Verein" geht. Ergänzend dazu wurde die Praxis aus dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen skizziert, wie u.a. durch Einrichtung von und Erfahrungsaustausch in regionalen Qualitätszirkeln mehr Nutzerzufriedenheit erreicht werden soll.


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