Schulprojekt lehrt Respekt vor anderen Lebenssituationen

In Hannover machten 80 Schüler ihre ersten Erfahrungen im Rollstuhlbasketball. Sie sind Teil eines bundesweiten Schulprojekts „Neue Sporterfahrung“ der Deutschen Telekom.

Kultusminister Bernd Althusmann (stehend, 2.v.li) und Telekom-Leiter Marius Steeg (stehend 4.v.li,) stellten in Hannover das Schulprojekt "Neue Sporterfahrung" gemeinsam mit Holger Glinicki, Trainer der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft (unten re.) vor. Foto: Deutsche Telekom
Kultusminister Bernd Althusmann (stehend, 2.v.li) und Telekom-Leiter Marius Steeg (stehend 4.v.li,) stellten in Hannover das Schulprojekt "Neue Sporterfahrung" gemeinsam mit Holger Glinicki, Trainer der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft (unten re.) vor. Foto: Deutsche Telekom

Am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium fiel der Startschuss in Niedersachsen für den Unterricht der paralympischen Disziplinen Rollstuhlbasketball und Goalball. Unter der professionellen Anleitung von Holger Glinicki, Trainer der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft, sowie den Nationalspielerinnen und Vize-Weltmeisterinnen Simone Kues und Maja Lindholm machten 80 Schülerinnen und Schüler ihre ersten Erfahrungen im Rollstuhlbasketball. Ziel des Förderprojekts der Deutschen Telekom ist es, Jugendlichen zu verdeutlichen, wie koordinativ anspruchsvoll die Beherrschung eines Rollstuhls mit Ball und wie ungewohnt eine Orientierung ohne Sehvermögen ist. Durch diese neuen Bewegungserfahrungen sollen Verständnis und Respekt für unterschiedliche Lebenssituationen geweckt werden.

 „Ich begrüße dieses Förderprojekt sehr. Sich in andere Menschen hineinzuversetzen, deren Lebenssituation zu erleben, ist die beste Voraussetzung für Integration und gegenseitiges Verständnis“, sagte der niedersäsische Kultusminister Bernd Althusmann. Bis Januar 2011 wird die „Neue Sporterfahrung“ im Rahmen eines Projekttags an 70 weiterführenden Schulen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg angeboten.

„Der verpflichtende Schulsport erreicht alle Kinder und Jugendlichen während der entscheidenden Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Umso wichtiger ist es, die integrative Kraft des Sports zu nutzen und den regulären Unterricht um solche Projekttage zur Stärkung der sozialen Kompetenz zu ergänzen. Daher wünsche ich mir, dass möglichst viele Schulen dieses Angebot nutzen“, erklärte Bernd Strauch, Bürgermeister der Stadt Hannover.

Mit dem langfristig angelegten Förderprojekt „Neue Sporterfahrung“, das Ende 2009 in Nordrhein-Westfalen startete, baut die Deutsche Telekom ihr Engagement im Schulsport aus. „Die Erfahrungen sollen jungen Menschen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen geben und soziale Kompetenzen wie Fairness, Respekt und Toleranz stärken“, sagte Marius Steeg, Leiter Corporate Sponsoring der Deutschen Telekom AG. „Der Sport mit seinen verbindenden und integrierenden Kräften sowie seiner gesundheitsfördernden Bedeutung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Wir möchten unserer unternehmerischen und sozialen Verantwortung nachkommen und möchten die Schülerinnen und Schüler erleben lassen, wie koordinativ anspruchsvoll das Bewegen eines Rollstuhls oder das Orientieren ohne Augenlicht ist."

Schulsport auf außergewöhnliche Art

Die „Neue Sporterfahrung“ wird bundesweit in Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband sowie dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband durchgeführt und von den jeweiligen Kultusministerien mitgetragen. Unter Anleitung erfahrener Übungsleiter erleben nicht behinderte Schüler, welche hohen Anforderungen sich beim Rollstuhlbasketball stellen. Sie lernen den Umgang mit dem Rollstuhl und werden auf das schnelle und athletische Spiel mit Rollstuhl und Basketball vorbereitet. Den Abschluss bildet ein Rollstuhlbasketballspiel. Bei den Projekttagen ist überwiegend ein Mitglied der Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften vor Ort und steht den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.

„Technisch anspruchsvolle Sportarten wie Rollstuhlbasketball werden oft unterschätzt. Daher ist ein solcher Projekttag eine wertvolle Erfahrung für junge Menschen. So können sie selbst erleben, welche Leistungen behinderte Sportler erbringen“, sagte Holger Glinicki, Trainer der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft.

Um ein völlig neues Erleben von Sport geht es auch bei der paralympischen Disziplin Goalball. Das Spiel wurde ursprünglich für Sehbehinderte entwickelt. Ziel ist es, rein über Gehör und Tastsinn einen mit einer Klingelkugel versehenen Ball in das gegnerische Tor zu befördern und das eigene Gehäuse zu verteidigen.

Seit dem Projektstart im Oktober 2009 haben bereits mehr 20.000 Jugendliche an jeweils rund 70 Schulen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mit Begeisterung und großem Engagement erste Erfahrungen in diesen beiden Sportarten gemacht. Bundesweit bietet die Deutsche Telekom das Projekt jährlich an rund 150 weiterführenden Schulen an. Interessierte Bildungsstätten können Informationsmaterial unter partner-des-sports@telekom.de anfordern.


  • Kultusminister Bernd Althusmann (stehend, 2.v.li) und Telekom-Leiter Marius Steeg (stehend 4.v.li,) stellten in Hannover das Schulprojekt "Neue Sporterfahrung" gemeinsam mit Holger Glinicki, Trainer der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft (unten re.) vor. Foto: Deutsche Telekom
    Kultusminister Bernd Althusmann (stehend, 2.v.li) und Telekom-Leiter Marius Steeg (stehend 4.v.li,) stellten in Hannover das Schulprojekt "Neue Sporterfahrung" gemeinsam mit Holger Glinicki, Trainer der Damen-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft (unten re.) vor. Foto: Deutsche Telekom

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