Social Media wirkt nach innen und außen

Wenn die Kommunikation einer Mannschaft, ihrer Teilmannschaften und ihrer Teilnehmer gebündelt wird, kann daraus etwas Großes entstehen. So gesehen von unserem Autor Jens Behler in Rio.

Die Plattform der Deutschen Olympiamannschaft. Screenshot apps.facebook.com
Die Plattform der Deutschen Olympiamannschaft. Screenshot apps.facebook.com

Die nackten Zahlen lesen sich sehr gut: Die Deutsche Olympiamannschaft hat über ihre digitalen Kanäle und Plattformen während der Olympischen Spiele in Rio mit rund 2800 Beiträgen mehr als 85 Millionen Menschen erreicht. Die eigenproduzierten Videos – darunter mehr als 16 Stunden Live-Videos – haben auf Facebook, Twitter und Instagram mehr als 18 Millionen Videoaufrufe erzielt. Das ist beeindruckend, erzählt aber nicht immer die ganze Geschichte, denn Social Media wirkt nach innen wie nach außen.

Da wäre zum einen der deutsche Fahnenträger Timo Boll, der ganz im Sinne eines Mannschaftskapitäns, seinen jahrelang brachliegenden Twitter-Account in Rio zum Leben erweckte, um auch auf digitalem Wege seinen Mannschaftskameraden/innen die Daumen zu drücken. Da wären zudem die Medaillen-Motive, die der DOSB zusammen mit der Agentur Jung von Matt/sports zu Rio entwickelt und umgesetzt hat, die nicht nur den Moment des Erfolges in den sozialen Netzwerken nach außen veredelten, sondern auch innerhalb der Mannschaft im Dorf, wo sie, ausgedruckt im Gemeinschaftsbereich aufgehängt, der Renner und immer ein Gesprächsthema waren. Sie bringen also nicht nur gute Reichweiten auf den digitalen Kanälen, sondern würdigen auch den Erfolg des Sportlers auf eine ganz persönliche Art und Weise.

Und natürlich wäre da auch weiterhin das Motto „Wir für Deutschland“, was im Besonderen digital durch das Hashtag #WirfuerD während Rio und danach zum Leben erweckt wurde.

Das Hashtag zeigt, was möglich ist, wenn die Kommunikation einer Mannschaft, ihrer Teilmannschaften und ihrer Teilnehmer gebündelt wird. Es entsteht was Großes. Die Kommunikation erreicht noch mehr Leute, als es die Olympiamannschaft auf ihren Kanälen allein kann.

Daher wird es in Zukunft im olympischen Sport noch mehr darauf ankommen: Geht raus, treibt euren Sport mit voller Leidenschaft, seid erfolgreich und redet drüber auf euren eigenen Kanälen. Je mehr Sportler/innen das verinnerlichen und leben, umso größer wird die Wirkung nach außen, aber eben auch immer nach innen.

(Autor: Jens Behler)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier als DOSB-Blog veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Die Plattform der Deutschen Olympiamannschaft. Screenshot apps.facebook.com
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