Spitzenverbände unterstützen München 2018

Die 61 Spitzenverbände des DOSB haben bei ihrer Tagung in Wiesbaden ihre Unterstützung für die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele und Paralympics 2018 bekräftigt.

DOSB-Präsident Thomas Bach und die Sprecherin der Spitzenverbände Christa Thiel. Coypright: picture-alliance
DOSB-Präsident Thomas Bach und die Sprecherin der Spitzenverbände Christa Thiel. Coypright: picture-alliance

„Die Spitzenverbände tun alles, um diese Bewerbung voran zu bringen, das gilt für Winter- wie für Sommersportverbände gleichermaßen“, sagte Christa Thiel als Sprecherin der Spitzenverbände am Samstag 18 Tage vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) über die Auswahl der Städte, die zur Candidate City ernannt werden (22. Juni).

DOSB-Präsident Thomas Bach, zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Bewerbungsgesellschaft, betonte die Bedeutung der Unterstützung: „Für mich ist beeindruckend, wie sehr sich der deutsche Sport hinter die Bewerbung gestellt hat. Und das ist nicht nur der einstimmige Beschluss von Hamburg im Dezember 2007 gewesen. Dies ist auch der fortwährende Einsatz aller Mitgliedsorganisationen des DOSB für Olympische Spiele und Paralympics 2018 in München.“

Zuvor hatte 2018-Geschäftsführer Bernhard Schwank über den Planungsstand berichtet. Er hob die Eckpunkte der Bewerbung hervor. „Es sollen freundliche Spiele werden. Freundliche Spiele zu den Athleten, zu den Olympischen Werten, zur Natur, zur Nachhaltigkeit und zur Zukunft. Grundlage ist und bleibt dabei das Zwei-Park-Konzept mit dem Eispark in München und dem Schneepark in Garmisch-Partenkirchen“, sagte Schwank. Neben München bewerben sich auch das französische Annecy und Pyeongchang in Südkorea.

Bereits in wenigen Tagen ist München Gastgeber eines weiteren sportlichen Großereignisses. Jörg Brokamp, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Schützenbundes (DSB), lud die Vertreter der Spitzenverbände zur Schieß-WM (29. Juli bis 11. August) auf die Olympia-Schießanlage ein. Daran nehmen 3000 Athletinnen und Athleten aus über 100 Nationen teil. „Die Internationalität ist die große Stärke des Schießsports“, sagte Brokamp und versprach: „Wir werden die Gelegenheit nutzen, um eifrig auf die Olympiabewerbung aufmerksam zu machen. Wir erwarten 20.000 bis 30.000 Zuschauer.“

Die Konferenzteilnehmer begrüßten das neue mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) vereinbarte System zur Finanzierung der Trainingskontrollen. Danach zahlen die Spitzenverbände nach einem Schlüssel eine jährliche Pauschale an die NADA, die ausschließlich und unabhängig über Art und Anzahl der Trainingskontrollen je Verband entscheidet. Die abgeschlossenen Vereinbarungen haben eine Laufzeit von vier Jahren. Bislang musste jährlich mit jedem Verband ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper erläuterte den Konferenz-Teilnehmern die Anfang Mai veröffentlichte Stellungnahme des deutschen Sports zum Erhalt des staatlichen Lotteriemonopols und zur kontrollierten Öffnung des Sportwettenmarktes.

Außerdem informierte Vesper über die Maßnahmen des Sports zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Alle Mitgliedsorganisationen sind aufgerufen, Ansprechpartner für dieses Thema zu benennen. Derzeit würden ergänzende Qualifizierungsmodule für Übungsleiter und Trainer erarbeitet. Zudem soll den Verbänden eine Arbeitsmappe zur Verfügung gestellt werden.

Besorgt zeigten sich die Verbandsvertreter unterdessen über die TV-Situation des Sports abseits vom Fußball.

Zum Auftakt hatten die Anwesenden den in den vergangenen Monaten verstorbenen ehemaligen Verbandspräsidenten Fritz Wagnerberger (Deutscher Skiverband) und Klaus Kotter (Bob- und Schlittenverband für Deutschland) gedacht.

Dem DOSB gehören insgesamt 61 Spitzenverbände (34 Olympische und 27 Nichtolympische Verbände) sowie 16 Landessportbünde (LSB) und 20 Verbände mit besonderen Aufgaben (VmbA) an. Spitzenverbände, Landessportbünde und VmbA tagen regelmäßig unabhängig voneinander, um gemeinsame Strategien zu entwickeln und sich auszutauschen.


  • DOSB-Präsident Thomas Bach und die Sprecherin der Spitzenverbände Christa Thiel. Coypright: picture-alliance
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