Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden

 

Sport soll als fester Bestandteil in die Programme der internationalen Zusammenarbeit für Entwicklung und Frieden integriert werden. Diese Forderung ist

Hauptbestandteil der so genannten „Magglinger Deklaration“, die von rund 300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Sport und Politik bei der ersten Internationalen Konferenz für Sport und Entwicklung in Magglingen (Schweiz) verabschiedet wurde.

Die dreitägige Veranstaltung mit Vertretern von UN-Organisationen, Regierungen, Sportverbänden sowie aus Wissenschaft und Wirtschaft war vom früheren Schweizer Bundespräsidenten und jetzigen UN-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden, Adolf Ogi, initiiert worden: „Es wurde eine verlässliche Plattform geschaffen, um das riesige Potenzial des Sports für Entwicklung und Friedensförderung in Zukunft gezielt und nachhaltig zu nutzen“, lautete seine Bilanz am Ende des Kongress, an dem u. a. auch Polens Präsident Aleksander Kwasniewski, der frühere Bundesminister und heutige Direktor des UN-Umweltprogramms, Prof. Dr. Klaus Töpfer, die UNICEF-Direktorin Carol Bellamy und IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge teilnahmen.

Als einzige deutsche Repräsentantin eines Sportweltverbandes hielt Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper (Humboldt-Universität zu Berlin), die amtierende Präsidentin des Weltrates für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung (ICSSPE), ein Hauptreferat über die Rolle des Sports in der Erziehung: „Gerade in international-politisch sehr angespannten Zeiten, wie wir sie im Moment erleben, sind wir alle aufgefordert, nach Wegen für ein friedliches Zusammenleben zu suchen. Hier kann auch der Sport einen wichtigen Beitrag leisten“, lautete eine der Kernaussagen im Vortrag der Sportpädagogin, die sich auch mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Tagung zufrieden zeigte: „Die Konferenz kann als Fortschritt angesehen werden, weil es gelungen ist, Vertreter aus unterschiedlichen Politikfeldern für ein gemeinsames Anliegen zu gewinnen.“

Dabei ist die Magglinger Konferenz erst der Anfang, um in absehbarer Zeit ein globales Netzwerk für Sport und Entwicklung auszubauen und erste konkrete Projekte umzusetzen. Eine Nachfolgekonferenz ist daher für das Jahr 2005 geplant. Schon vorher soll eine Plattform für kontinuierlichen Informationsaustausch geschaffen werden. Darüber hinaus will UN-Berater Adolf Ogi kurzfristig eine weitere weltweite Konferenz zum Thema „Sport und Frieden“ auf den Weg bringen.



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