„Sport tut Deutschland gut“ – und an der Basis fängt es an

 

Der Sport bietet heute ein viel bunteres Bild als jemals vorher in seiner Geschichte. Nicht nur, dass neue Sportarten hinzugekommen

sind wie Inlineskating, Mountainbiking, Snowboarding – oder fremdländische Be-wegungskunst in den Sportvereinen eine neue Heimat fand wie es bei Capoei-ra, Taekwondo, Qi-Gong , Indiaca, Petanque der Fall ist: es haben sich auch die Formen der Ausübung des Sports in den Vereinen in staunenswerter Wei-se vermehrt.

Da gibt es eine neue Präsenz des Sports in der Öffentlichkeit zu vermerken, wie bei den Volksläufen, den Stadtmarathons, den Spielfesten, den Lauf- und Walkingtreffs, den Distanzritten und Radwanderungen, den Kanu- und Rudertrips auf Flüssen. Neue Tages- und Nacht-Zeiten werden erschlossen wie beim Midnight-Basketball, dem 36-Stunden-Schwimmen, der Fitnessnight, dem 100-Stunden-Mannschaftslauf. Da ist man bei Treppenläufen oder Zwiebel-Läufen unterwegs, erklettert künstliche Bergwände, saust bei Skaternights durch die Banken-Hauptstadt oder zeigt sein Spielgeschick bei einem Tri-Ball-Turnier.

Die sich ändernden Erwartungen an den Sport haben auch seine Erschei-nungsformen beeinflusst. Nehmen wir als Beispiel die Vielfalt im Gesundheitssport. Teilnehmer besuchen Vereins-Kurse gegen Übergewicht, andere Übungsstunden bei Rückenproblemen oder asthmatischen Beschwerden, wieder andere zum Beispiel bei der Krebsnachsorge. In den Stundentafeln der Vereine finden sich Programme des Trainings für Kreislaufgeschädigte, Parkinson- oder Asthma-Kranke in Zusammenarbeit mit Ärzten. Die Kooperation mit der ärztlichen Praxis oder sogar Krankenhäusern gehört dazu.

Die Erschließung von Teilnehmerkreisen, die man in früherer Zeit nicht in Sportvereinen gefunden hätte, ist ebenfalls bemerkenswert. Lange bevor Kin-der in den Kindergarten gehen oder gar die Schule beginnen, offerieren Sportvereine Bewegungsangebote. Hier sind das Säuglingsschwimmen wie das Krabbelturnen zu nennen aber auch ein gezieltes Angebot, das drei Ge-nerationen überspannt, wie das Oma-Opa-Kind-Turnen.

Um bei „Oma und Opa“ zu bleiben: hier macht im Augenblick der Vereins-sport seinen größten Wachstumssprung. Keine ältere Generation zuvor konnte sich von 50 bis 90 Lebensjahren so viele Angebote bei Bewegung, Spiel, Sport und Geselligkeit aussuchen. Längst ist hier nicht mehr nur von Gymnastik und Wandern, vielleicht noch etwas Schwimmen und Kegeln die Rede, sondern von Reiten, Judo, Tennis, Sporttanz, Karate, Segelfliegen - aber auch von Basteln, Kulturexkursionen, bürgerschaftlichem Engagement und vielem mehr.

Die Idee des Sports, der für „alle“ da ist, hat eine bedeutende Veränderungs-kraft ausgelöst. Nehmen wir die Beispiele Integration und Umwelt. Die Beteiligung von Außenstehenden am Sport hat neue Zielgruppen erschlossen. Zuwanderer aus früher deutsch besiedelten Gebieten, Ausländer und Asylbewerber haben in manchen Sportvereinen einen für sie wichtigen Anlaufpunkt. Die Betreuung von geistig behinderten Menschen zum Beispiel unterstreicht die Fähigkeit des Sports zum sozialen Engagement. Dergleichen ist nicht als Opfer zu sehen, sondern als Chance der Erschließung von Lebens- und Sozialerlebnissen auf beiden Seiten. Auch das Engagement im Umweltschutz geschieht nicht nur aus Selbstverpflichtung sondern, auch als Förderung der Vereinsentwicklung.

Kam der Sport einmal zur Kategorisierung seiner Inhalte mit der Zahl der Schubladen aus, die sich mit den Namen der olympischen Sommer- und Wintersportarten beschriften lassen, so hat er in den letzten Jahrzehnten eine regelrechte Mutation in neue Formen erlebt. Die Sportszene ist vital wie nie zuvor!

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„Sport tut Deutschland gut“, steht selbstbewusst über der Gesellschaftskam-pagne des Deutschen Sportbundes. Das ist zu einem wesentlichen Teil den Sportvereinen zu verdanken. Was sich da in den letzten Jahren und Jahr-zehnten Neues entwickelt hat, verdient das helle Licht der Öffentlichkeit. DSB-Presse wird verstärkt und regelmäßig Beispiele dafür veröffentlichen.



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