Sport und Schule - Es gibt keinen Königsweg

Nur durch innovative Ideen kann eine gewinnbringende Kooperation zwischen Sport und Schule entstehen. Dieses Fazit zieht Daniel Mayr, Praktikant im Bereich Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Durch die Entwicklung hin zur Ganztagsschule stehen die Vereine vor großen Herausforderungen. Foto: picture-alliance
Durch die Entwicklung hin zur Ganztagsschule stehen die Vereine vor großen Herausforderungen. Foto: picture-alliance

Das Thema „Sport und Schule“ brennt unter den Nägeln, darüber gibt es keinen Zweifel. Der organisierte Sport steht in dieser Frage vor großen Herausforderungen. Durch die Entwicklung hin zur Ganztagsschule bleibt den Schülerinnen und Schülern weniger Zeit für Aktivitäten außerhalb des Unterrichts. Dies wirkt sich schon jetzt auf das Engagement der jungen Menschen im Sportverein aus. Dazu kommt der demografische Wandel, der zwangsläufig zu weniger Nachwuchs führt, was besonders kleinere Sportarten spüren.

Nur wenige Vereine und Verbände können dieser Entwicklung entspannt entgegenblicken. Will der organisierte Sport in Deutschland keine Monotonie in der Sportlandschaft riskieren, müssen neue Lösungen gefunden werden. Doch einfach wird dies nicht.

Nur zu gerne würde sich der Sport in den Schulen noch aktiver einbringen. Und nur zu gerne würden die Schulen die gut ausgebildeten Trainerinnen und Übungsleiter aus den Vereinen für den Schulsport nutzen. Doch den universalen Königsweg wird und kann es nicht geben. Dafür sind die Interessen zu unterschiedlich und die Problemfelder zu vielfältig.

Denn DEN Vereinssport und DIE Ganztagsschule gibt es nicht. Auf der einen Seite stehen die Interessen der Sportlerinnen und Sportler, Vereine und Verbände mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Zielen und Möglichkeiten von Schulsport, Breitensport und Spitzensport - dies auch noch differenziert nach Sportarten.

Auf der anderen Seite steht aufgrund der föderalen Struktur ein extrem heterogenes Schulsystem. Ob G8, G9 oder Ganztagsschulen in offener oder gebundener Form; die Voraussetzungen in den einzelnen Bundesländern und Schulen sind kaum zu vergleichen und verlangen daher nach regionalen, wenn nicht sogar lokalen, sehr unterschiedlichen Strategien.

Helfen kann da nur ein konstruktiver Meinungsaustausch aller Beteiligten, wie es bei der DOSB-Fachkonferenz „Sport und Schule“ in Karlsruhe eindrucksvoll demonstriert worden ist. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben zwar keine fertigen Lösungen mit nach Hause genommen, doch aus dem Sammelsurium an Strategien und Beispielen konnte sich jeder herausziehen und mitnehmen, was für den jeweiligen Fall passt.

Nur durch innovative Ideen wird eine für beide Seiten gewinnbringende Kooperation zwischen Sport und Schule gelingen können.


  • Durch die Entwicklung hin zur Ganztagsschule stehen die Vereine vor großen Herausforderungen. Foto: picture-alliance
    Durch die Entwicklung hin zur Ganztagsschule stehen die Vereine vor großen Herausforderungen. Foto: picture-alliance

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