Sportabzeichentag beim Festival des Sports in Heidelberg

Im Rahmen des Festivals des Sports in Heidelberg hatten DOSB und SWR Fernsehen am 7. Juli unter dem Motto „Millionen in Bewegung“ zur Teilnahme am Deutschen Sportabzeichen aufgerufen.

Ganz viel Applaus bekam diese Mädchentanzgruppe beim Festival des Sports. Foto: Sportkreis Heidelberg
Ganz viel Applaus bekam diese Mädchentanzgruppe beim Festival des Sports. Foto: Sportkreis Heidelberg

Aus diesem Anlass wurde eine Sondersendung des „ARD-Buffet“ 75 Minuten lang live aus dem Sportzentrum übertragen. Viele Besucher nutzten die Chance, einmal zu sehen, wie eine solche Sendung produziert wird.

Das ehrgeizige Ziel von 2007 Absolventen des Deutschen Sportabzeichens wurde zwar verfehlt, doch immerhin 1000 Sportlerinnen und Sportler, die ihre Disziplinen absolvierten, hatten viel Spaß und ihre Erfolgserlebnisse. Gleich vier prominente Sportler wie der ehemalige Zehnkampfweltrekordler Guido Kratschmer, die Ex-Weltmeisterin im Siebenkampf, Sabine Braun, 400-m-Hürden-Legende Dr. Harald Schmid und der älteste Schwimm-Weltmeister aller Zeiten, Mark Warnecke, gaben Sportlern und Zuschauern praktische Trainings-Tipps. Im Mittelpunkt stand die sechsköpfige Familie Elberskirch aus Wiesbaden, die vom SWR-Team wochenlang begleitet wurde. Alle Familienmitglieder aus drei Generationen schafften ihre letzte Disziplin und konnten auf der SWR-Bühne strahlend das Sportabzeichen - gefördert von der BARMER und Ferrero mit der Marke Kinder - entgegen nehmen.

Die Resonanz aus Heidelberger Vereinen lag zwar unter den Erwartungen, doch Sportabzeichen-Obmann Jörg Niemzik hält das Sportabzeichen keineswegs für ein Auslaufmodell: „Gerade bei den Jüngeren haben wir Zuwächse, die Zahl bei den Älteren bleibt konstant“, meinte Niemzik, der mit insgesamt 35 ehrenamtlichen Sportabzeichenprüfern im Sportzentrum Nord aktiv war. Das bestätigen auch die Zahlen der Sportabzeichenabsolventen des Jahres 2006.

Ältester Teilnehmer beim Heidelberger Sportabzeichentag war der 80-jährige Heinz Reutlinger, die am weitesten angereisten Teilnehmer kamen aus Hamburg und Bautzen. Uli Neumann aus Hamburg wollte sich das Festival des Sports keinesfalls entgehen lassen. Der sportliche 63-Jährige lief die 3000 m und schaffte eine sehr gute Zeit von 16:06 Min. Ebenfalls 3000 m lief Gunthart Symmank, Geschäftsführer des Sportkreises Bautzen, der zeitgleich mit Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner in 13:32 Min. ins Ziel kam. Auch einige Behindertensportler von der BSG Hemsbach nahmen teil, sie sind zugleich als Sportabzeichenprüfer für Behinderte tätig. „Bei den Anforderungen werden die unterschiedlichen Behinderungsarten berücksichtigt“, sagte der 1. Vorsitzende Heinz Lerner. Ein Einlage-rennen gab es zudem von einigen Handbikern aus der Region, die am Festival-Samstag auch beim Rollstuhlmarathon mit dabei waren. Der frühere Marathon-Olympiasieger Heini Köberle aus Wiesloch erzählte in der Livesendung von seinen Erfahrungen und Erfolgen, während Hennes Lübbering als Organisator des Rollstuhl-Marathons die Bedeutung des Sports für behinderte Menschen hervorhob.

300 Ehrenamtliche bereiteten 30.000 Besuchern ein tolles Festival des Sports

Strahlender Sonnenschein hat die Organisatoren und 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für ihr Engagement zur Vorbereitung des Breitensport-Großereignisses „Festival des Sports“ belohnt. Mit dem Jahrmarkt des Sports am Samstag hat Heidelberg die Altstadt auf ihren schönsten Plätzen für 30.000 Besucher in eine Erlebnismeile verwandelt. Zentrale Aktion in der belebten Innenstadt und schon von weitem sichtbar war die acht Meter hohe Eiskletterwand - professionell betreut von der Heidelberger Sektion des Deutschen Alpenvereins. Zukünftige Schach-Großmeister konzentrierten sich beim Simultanschach gegen Bundesligaspieler aus Kirchheim, Schnelligkeit und Geschicklichkeit wurden beim Fechtmobil abverlangt. Sportarten, wie Biathlon, Federfußball, Tischtennis, mobilisierten tausende Fußgänger. Die internationale Touristenschar ließ sich ebenso begeistern, wie so mancher Hochzeitsgast auf dem Weg zum Rathaus am 7.7.2007.

Am Sonntag startete das Festival des Sports auf den Neckarwiesen mit über 40 Sportangeboten zum Mitmachen, vom Baumklettern, zu brasilianischem Capoeira, vom Gleitschirmfliegen bis zum Schnuppersegeln oder Wasserski auf dem Neckar. Räder und Rollen prägten das Straßenbild, denn internationale Rollstuhlsportler waren zu Gast beim Start des Rollstuhlmarathons. „Lebe die Vielfalt“, das Motto des Festivals-Förderers Coca Cola, passte punktgenau zur Angebotspalette auf der Neckarwiese. „Dies ist  ein Höhepunkt in meinem Leben um den Sport, der mir unvergessen bleibt“, schwärmte Gerhard Schäfer, der erste Vorsitzende des Sportkreises. Auch der Oberbürgermeister Dr. Eckhart Würzner war besonders stolz auf seine Stadt und beteiligte sich als sportliches Vorbild. Ein besonderer Leckerbissen war die Schulsportaktion beim Festival-Auftakt am Freitag. 400 Fünftklässler  verschiedenster Schulen kämpften im sogenannten „Multi-Ball-Cup“, eine Kombination aus Fußball, Basketball, Touch-Rugby und Völkerball, um den Sieg. Eine Bereicherung und innovative Aktion für die Festivals und vor allem für den Schulsport.


  • Ganz viel Applaus bekam diese Mädchentanzgruppe beim Festival des Sports. Foto: Sportkreis Heidelberg
    Ganz viel Applaus bekam diese Mädchentanzgruppe beim Festival des Sports. Foto: Sportkreis Heidelberg

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