Starke Partner für die Prävention

Die dsj-Vollversammlung hat am 28. Oktober 2018 einstimmig das Positionspapier „Starke Partner für die Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport“ beschlossen.

Der dsj-Vorsitzende Jan Holze auf der Vollversammlung in Bremen. Foto: dsj
Der dsj-Vorsitzende Jan Holze auf der Vollversammlung in Bremen. Foto: dsj

Damit bekennen sich die dsj und ihre Mitgliedsorganisationen zu ihrer Verantwortung als anerkannte Träger der freien Jugendhilfe (nach § 75 SGB VIII) und als Jugendverbände (nach § 12 SGB VIII). Sie übernehmen - auch über den Wirkungskreis der Kinder- und Jugendarbeit hinaus - Verantwortung in dem gesamtgesellschaftlichen Anliegen, sexueller Belästigung und Missbrauch keinen Raum zu geben.
Die dsj und ihre Mitgliedsorganisationen machen mit dem Beschluss deutlich, dass sie hierfür die klare Unterstützung ihrer Gesamtverbände benötigen wie auch der Politik.

An die Sportverbände richtet sich u.a. die Forderung der verbindlichen Aufnahme des Themas „Prävention sexualisierter Gewalt und Kinderschutz“ in die Lizenzausbildungen sowie das Schaffen einer tragfähigen Regelung des Lizenzentzugs. Auch im Nachwuchsleistungs- und Spitzensport müsse die pädagogische Qualität im Training und auf Wettkampffahrten eine stärkere Rolle spielen.

An die Politik richtet sich der Beschluss mit der Forderung nach Fördermitteln für Sportverbände auf Bundes- und Landesebene, besserer finanzieller Ausstattung von Beratungsstellen, einer Entbürokratisierung des erweiterten Führungszeugnisses und weiterer Mittel für Forschung im Sport.

"Mit dem Beschluss der dsj-Vollversammlung machen wir deutlich, dass wir Verantwortung übernehmen. Wir müssen für ein gewaltfreies Aufwachsen sorgen und die entsprechenden Strukturen zur Verfügung stellen. Die Prävention sexualisierter Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – kein Selbstläufer. Als Querschnittsaufgabe der Sportjugend und des Sports insgesamt sind unterstützende Rahmenbedingungen erforderlich, unter anderem eine verlässliche finanzielle Unterstützung“, sagt Jan Holze, dsj-Vorsitzender.

Das Positionspapier zum Download

(Quelle: dsj)


  • Der dsj-Vorsitzende Jan Holze auf der Vollversammlung in Bremen. Foto: dsj
    Der dsj-Vorsitzende Jan Holze auf der Vollversammlung in Bremen. Foto: dsj

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