„Sterne des Sports“ 2007: Die 15 Finalisten im Porträt (5)

Der DJK Salz aus Bayern erhielt am 22. Januar bei der Verleihung in Berlin einen „Stern des Sports“ in Gold.

„Sterne des Sports“ ist eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken Raiffeisenbanken. Seit 2006 zeichneten Bundespräsident Horst Köhler und die Bundeskanzlerin jeweils abwechselnd die Bundessieger persönlich aus.  

DJK Salz e. V. - Der „Stern des Sports“ hat viel bewegt 

„Wir bewegen Sie“ - unter diesem Motto bietet der DJK Salz ein umfassendes Gesundheitsportprogramm für Jung und Alt. „Unsere Angebote richten sich vom Kleinkind über Jugendliche und Erwachsene bis hin zu Senioren“, beschreibt Matthias Müller, der 1. Vorsitzende, die Arbeit des Vereins. Für diese Bandbreite an gesundheitsfördernden Kursen ist der DJK Salz aus dem nordbayerischen Unterfranken mit einem „Stern des Sports“ in Gold ausgezeichnet worden. Matthias Müller klingt immer noch begeistert, wenn er von der Auszeichnungszeremonie Mitte Januar in Berlin berichtet. „Das ist ein unvergessliches Erlebnis.“ 

Die Auszeichnung ist aber weit mehr. „Sie hat unserem Verein einen enormen Schub gegeben“, sagt Müller und erzählt von der breiten Anerkennung, die der Verein in seiner Region erfahren hat. „Aus Politik und Wirtschaft, aber auch aus der Bevölkerung haben wir viele Glückwünsche erhalten.“ Einige Firmen spendeten spontan Geldbeträge, um die Arbeit des Vereins zu unterstützen. Nun soll dieses Geld zusammen mit der Siegprämie der „Sterne des Sports“ in eine Stiftung fließen. „Wir wollen den Rückenwind des Wettbewerbs nutzen und hoffen, das nötige Gründungskapital zusammenzubekommen“, sagt Matthias Müller. Das Geld soll für langfristige Projekte und eine nachhaltige Vereinsarbeit angelegt werden. 

Nachhaltigkeit ist auch ein zentraler Grundsatz für die Gesundheitssport-Angebote. Es geht darum, Menschen aller Altersgruppen für Bewegung und Aktivität zu begeistern und ihnen somit ein gesünderes Leben zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt darin ist das Programm „Ich kann’s“. Es richtet sich gezielt an übergewichtige Kinder im Grundschulalter - und deren Familien. „Das ist wichtig“, betont Müller und erklärt, dass Übergewicht bei Kindern häufig durch die Lebensgewohnheiten der Familie verursacht wird. Ziel der Aktion „Ich kann’s“ ist es deshalb, auch die Eltern aktiv einzubeziehen. 

Was das Kursangebot der DJK Salz von anderen reinen Bewegungs- und Ernährungsangeboten unterscheidet, ist die Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Rhön-Grabfeld. Er sorgt für eine psychologische Betreuung. Dicke Kinder werden oft gehänselt oder sind anderen Schikanen ausgesetzt. Kurz: Sie leiden unter ihrem Körper. Essen ist für sie oft ein Trost - aber auch ein Teufelskreis. „Häufig stecken auch Konflikte in der Familie dahinter“, sagt Matthias Müller. Sie aufzudecken, sei Voraussetzung für den Erfolg der Aktion. Dass das Konzept aufgeht, zeigt die große Nachfrage. Seit drei Jahren besteht das Angebot; pro Jahr wurden bislang zwei Kurse eingerichtet. In diesem Jahr werden es voraussichtlich erstmals drei Kurse sein. 

Die „Sterne des Sports“ stehen beim DJK Salz in diesem Jahr allerdings nicht auf dem Programm. „Wir wollen pausieren und setzen einmal aus“, sagt Müller und rät anderen dennoch dazu, die Chance zu nutzen. „Die ‚Sterne des Sports’ zeigen allen, dass wir mehr sind als nur Sportvereine.“ Es sind die vielfältigen Leistungen, das ehrenamtliche Engagement und die vielen wertvollen Beiträge für die Gesellschaft, die durch die „Sterne des Sports“ ausgezeichnet werden. „Sie werden damit zugleich einer großen Öffentlichkeit vorgestellt und ernten große Anerkennung“, berichtet Müller aus seiner eigenen Erfahrung. Fazit: Mitmachen lohnt sich.


  • Vereinsvorsitzender Matthias Müller, DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Emil Baderschneider und Präsident der Bundesverbandes VR Dr. Christoph Pleister (v.l) bei der Siegerehrung.
    Vereinsvorsitzender Matthias Müller, DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Emil Baderschneider und Präsident der Bundesverbandes VR Dr. Christoph Pleister (v.l) bei der Siegerehrung.

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