Stichwort: Ehrenamt

 

Drei Fragen an Rosi Mittermaier, vielfältig sozial- und gesellschaftlich engagierte Olympiasiegerin und Ex-Weltmeisterin im alpinen Skilauf

 

"Ehemalige Spitzensportler sollten sich ehrenamtlich

engagieren"

DSB PRESSE: Rosi Mittermaier - Sie sind der Inbegriff einer erfolgreichen Sportlerin, waren jahrelang mitten drin im sogenannten Ski-Zirkus. Braucht man auf dem Weg zum Olympiasieg auch das Ehrenamt?

MITTERMAIER: Am Anfang steht die Unterstützung durch Ehrenamtliche, in den Vereinen wie in den Verbänden, sonst schafft keiner den Sprung an die Spitze. Ohne die engagierten Helfer, die einen schon als Kind tatkräftig unterstützen, kommt man gar nicht aus. Das habe ich in einer Laufbahn intensiv erlebt. Besonders erfreulich ist dies bei den kleineren Vereinen, in kleinen Orten; da kennt jeder jeden und hilft sich gegenseitig. Es ist überhaupt schön und wichtig, anderen zu helfen.

DSB PRESSE: Sie haben zwei Kinder, Ameli (20) und Felix (17) - beide sind sehr sportlich. Gibt es da auch Erfahrungen mit dem Ehrenamt?

MITTERMAIER: Das kann man überall spüren. Außer dem Skilaufen ist Felix in einer Fußball-Nachwuchsmannschaft - da kommt es darauf an, dass die Trainer und Betreuer die Jugend mitziehen, die Sprache der Jugend sprechen; das sollten möglichst auch jüngere Leute sein. Ehrenamtliche sind nicht nur wichtig für den Spitzensport, sondern gerade auch für den Breiten- und Freizeitsport. Für sportinteressierte Jugendliche braucht man besonders gut ausgebildete Trainer, solche mit Einfühlungsvermögen.

DSB PRESSE: Sie sind noch mitten drin im Sportgeschehen und wurden kürzlich mit der Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet. Wie bewerten Sie die neue Initiative zur Förderung des Ehrenamts?

MITTERMAIER: Ehrenamtliche Helfer zu motivieren ist eine tolle Idee. Es ist wichtig, dass die Leistungen der Ehrenamtlichen besonders anerkannt und herausgestellt werden - egal, ob das auf lokaler Ebene in den kleineren Tageszeitungen geschieht oder in großem Stil durch den DSB und die Commerzbank. "Die Medien sollten helfen, die ehrenamtlichen Helfer gut "rüber" zu bringen. Es sollte mehr über positive Dinge berichtet werden, davon gibt es genug. Ehemalige Spitzensportler sollten sich ehrenamtlich engagieren, junge Menschen mit ihrem guten Namen für den Sport zu begeistern.


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