Tag 7 YOG: Frey zieht Halbzeitfazit

Der Chef de Mission Roland Frey zieht ein positives Halbzeitfazit zu den Olympischen Jugendspielen in Lausanne.

Chef de Mission Roland Frey zieht zur Halbzeit der Olympischen Jugendspiele in Lausanne ein positives Fazit. Foto: DOSB
Chef de Mission Roland Frey zieht zur Halbzeit der Olympischen Jugendspiele in Lausanne ein positives Fazit. Foto: DOSB

Zur Halbzeit der dritten Olympischen Jugend-Winterspiele sagte Chef de Mission Roland Frey:

"Ganz grundlegend fällt mein Fazit positiv aus. Die Organisation ist top und ich kann sagen, dass alle Athleten und Trainer mit ihren Ergebnissen zufrieden sind. Die meisten Athleten konnten ihre Leistungen abrufen und ihre Ziele erreichen. Wir sind rundum zufrieden und freuen uns auf die zweite Welle, die jetzt ansteht.

Das System mit den zwei Wellen kommt grundsätzlich gut an, weil damit mehr Athleten teilnehmen können, als es in einem Zyklus möglich wäre. Teilweise sind dadurch die Programme gestrafft, aber aus der Erfahrung dieser Spiele könnte man auch dort in Zukunft nachjustieren. 

Die Athleten kommen natürlich mit dem Fokus auf ihren Wettkampf her und haben das Ziel, Medaillen zu holen. Unsere Ziele gehen aber darüber hinaus: Wir wollen den Athleten und Trainern die Möglichkeit geben, viel über ein Multisport-Event zu lernen. Dafür gibt es beispielsweise die Learn and Share-Programme und die Role Models. Wir wollen die olympischen Werte und den Gedanken transportieren. Wir wollen fördern, dass die Athleten in den internationalen Austausch kommen, wie es zum Beispiel beim 3x3-Eishockey geschieht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das ab dem ersten Tag funktioniert hat.

Das Thema Nachhaltigkeit steht im Vordergrund. Athleten und Trainer werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert und das funktioniert wirklich super. Für die Sportstätten wurde nichts neu gebaut und das ist ein sehr positiver Faktor. Es ist alles hervorragend vorbereitet und organisiert, alle Zeitpläne werden hervorragend eingehalten. 

Wir werden diese positive Energie in die zweite Welle mitnehmen. Die Athleten fühlen sich richtig wohl und wir freuen uns auf die, die jetzt zu uns stoßen. Gemeinsam werden wir die kommenden Wettbewerbe erleben und möglichst viel aus der zweiten Hälfte profitieren und mit nach Hause nehmen."

Eisschnelllauf: Spannende Rennen bei den Massenstarts

Beim vierten und abschließenden Eisschnelllauf-Wettbewerb bei den Olympischen Jugend-Winterspielen standen die Massenstart-Rennen auf dem Programm.

In dieser Disziplin treten sowohl Frauen als auch die Männer über eine Distanz von 4000 Meter zu je zehn Runden gegeneinander an. Während des Rennens gibt es nach fünf Runden die Möglichkeit über einen Zwischenssprint Punkte zu sammeln, die zu den Punkten im Zielsprint addiert werden.

Der erst 15 Jahre alte Felix Motschmann erreichte im Finale einen starken sechsten Platz. Motschmann hatte Mut bewiesen und durch einen frühzeitigen Ausreißversuch in den ersten Sprintrunden Punkte gesammelt, fiel durch diesen Kraftakt jedoch am Ende zurück. "Ich bin jetzt erleichtert. Alles ist vorbei und es ist gut gelaufen“, sagte Motschmann und ergänzte: „Natürlich hat es mich gefreut, dass alles so geklappt hat, wie ich es mir vorgenommen habe. Die Taktik war eigentlich darauf ausgelegt unter die Top-10 zu kommen, aber dann lief es sogar noch besser als gedacht und es ist perfekt aufgegangen.“ Motschmann hatte sich zuvor durch einen starken Sprint in der zweiten Runde des Halbfinals das letzte Finalticket gesichert. Für Manuel Zähringer hatte es mit Platz 12 im anderen Halbfinale nicht für das End-Rennen gereicht, Zähringer feuerte aber die drei Verbliebenen zusammen mit den anderen Athleten lautstark an.

"Es ist wirklich schön, die anderen Leute zu sehen, sich mit allen zu unterhalten und am Abend zusammen zu sitzen“, sagte Victoria Stirnemann, die ihre Spiele mit Platz elf abschloss und ihren Lauf direkt analysierte: „Am Ende waren die vorne, die ausgerissen sind. Vielleicht hätten wir das auch riskieren sollen, aber hinterher ist man immer schlauer. Ich denke, man lernt aus jedem Rennen. Ich habe das alles hier total genossen.“ Teamkollegin Anna Ostlender zeigte sich trotz eines guten achten Platz zunächst kritisch: "Das enttäuschende ist, dass die Leute auf dem Podest eigentlich alle nicht so schnell wie wir sind." Stirnemann und Ostlender hatten den Moment verpasst, anzugreifen und sich damit Chancen auf die Podestplätze verbaut. "Dadurch hat am Ende leider die Kraft gefehlt komplett ranzulaufen“, sagte Ostlender und zeigte sich dann doch versöhnlich: "Es ist natürlich sehr toll hier gewesen zu sein, so viele neue Leute kennen zu lernen und besonders das Team Deutschland hat uns immer unterstützt und das hat einen sehr motiviert.“

Bundestrainer Daan Rottier hob vor allem die Leistung von Youngster Felix Motschmann hervor: „Felix hat das sowohl im Halbfinale als auch im Finale sehr überzeugend gemacht." Der 32 Jahre alte Niederländer resümierte die Youth Olympic Games positiv: „Trotz dieser Lernmomente im Massenstart waren die YOG für uns ein tolles Event mit tollem Teamspirit bei Betreuern und Athleten. Vor allem unsere Kollegen vom Rodeln, Bob und Skeleton waren oft an der Strecke um uns anzufeuern. Es war ein super Team Deutschland hier in Sankt Moritz.“

Freitag nur Rodel-Wettbewerbe

Am Freitag starten die Wettbewerbe auf dem Eiskanal in St. Moritz. Es stehen die Entscheidungen im Rodel-Einsitzer der Mädchen und Rodel-Doppelsitzer der Jungs auf dem Programm. 

(Quelle: DOSB)


  • Chef de Mission Roland Frey zieht zur Halbzeit der Olympischen Jugendspiele in Lausanne ein positives Fazit. Foto: DOSB
    Chef de Mission Roland Frey zieht zur Halbzeit der Olympischen Jugendspiele in Lausanne ein positives Fazit. Foto: DOSB
  • Eisschnelllaufen stand auch am 7. Tag auf dem Programm der Olymischen Jugendspiele in Lausanne. Foto: OIS/Jed Leicester
    Eisschnelllaufen stand auch am 7. Tag auf dem Programm der Olymischen Jugendspiele in Lausanne. Foto: OIS/Jed Leicester

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