Trauer um Prof. Hermann Salomon

Am vergangenen Donnerstag ist der Olympia-Teilnehmer und Leichtathletik-Dozent Prof. Hermann Salomon im Alter von 82 Jahren verstorben.

Hermann Salomon (re.) mit dem Olympiasieger im Speerwerfen von 1968 Janis Lusis. Foto: Imago
Hermann Salomon (re.) mit dem Olympiasieger im Speerwerfen von 1968 Janis Lusis. Foto: Imago

In seiner Wahlheimat Mainz war Hermann Salomon eine lebende Legende. National und international machte er sich unter anderem als dreimaliger Olympia-Teilnehmer im Speerwurf einen Namen.

Man schrieb das Jahr 1961, als Hermann Salomon sich im Alter von 23 Jahren dem USC Mainz anschloss. Fast 60 Jahre lang prägte er dort anschließend die Leichtathletik. Der gebürtige Danziger zählte im Speerwurf zu einem der besten Athleten seiner Zeit, nahm in den Jahren 1960 bis 1968 dreimal an Olympischen Spielen teil und sammelte auch im Fünfkampf nationale Meistertitel. Seine Bestleistung mit dem alten Speer, stolze 83,48 Meter, markierten im Jahr 1968 einen neuen deutschen Rekord. 

Für seine Erfolge und für seine vorbildliche Haltung wurde Hermann Salomon 1971 mit dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis, der höchsten Sportler-Ehrung im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), ausgezeichnet. „Er war und ist bis heute einer unserer erfolgreichsten Athleten“, sagt Harry Letzelter, Sportlicher Leiter des USC Mainz, gegenüber dem Portal "Sport aus Mainz". Und: „Hermann war eine wichtige Identifikationsfigur. Er hat sich im Verein und darüber hinaus große Verdienste erworben.“ 

Tatsächlich war das Engagement Salomons für den Sport im Allgemeinen und die Leichtathletik im Besonderen mindestens ebenso bemerkenswert wie seine Leistungen auf dem Platz. Ausgebildet als Lehrer für Englisch und Sport, wandte er sich schließlich intensiver der Sportpädagogik zu und arbeitete in diesem Gebiet mehrere Jahrzehnte als Professor an der Johannes Gutenberg-Universität. Seine Speerwurf-Expertise gab er noch bis vor Kurzem als Trainer und Berater unter anderem an Athleten wie Zehnkämpfer Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) und den WM-Sechsten Julian Weber (USC Mainz) weiter. 

Ebenfalls weit über den Unterricht hinaus reichte Hermann Salomons Einsatz für die Auslandstrainerschule auf dem Uni-Campus Mainz im Berno-Wischmann-Haus, die heute den Namen Internationale DLV-Akademie trägt. Der Leichtathletik-Experte leitete die Einrichtung nach 1984 elf Jahre lang und gab bis 2015 noch selbst Unterricht. 

(Quelle: DLV/Silke Bernhart)


  • Hermann Salomon (re.) mit dem Olympiasieger im Speerwerfen von 1968 Janis Lusis. Foto: Imago
    Hermann Salomon (re.) mit dem Olympiasieger im Speerwerfen von 1968 Janis Lusis. Foto: Imago

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