Umweltleitfaden "Green Champions" vorgestellt

Bundesumweltminister Gabriel und DOSB-Präsident Bach stellen Leitfaden „Green Champions“ vor

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Dr. Thomas Bach, haben an die Sportverbände appelliert, große Sportveranstaltungen umweltgerecht und Ressourcen schonend zu gestalten. Der Sport habe eine wichtige Vorbild- und Multiplikatorfunktion, betonten Gabriel und Bach bei der Vorstellung des gemeinsamen Leitfadens „Green Champions“. Dieser Leitfaden gibt Anleitungen, um die Umweltbelastungen großer Sportveranstaltungen zu reduzieren.

 

Bundesumweltminister Gabriel: „Sportveranstaltungen begeistern jährlich Millionen von Menschen, sind aber auch mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt verbunden. Deshalb sollte ein Umweltschutzkonzept fester Bestandteil der Planung von Sportveranstaltungen sein. Das Konzept Green Goal für die Fußball-WM 2006 hat gezeigt, dass erhebliche Einsparungen bei Energie, Wasser und Abfallaufkommen möglich sind.“

 

DOSB-Präsident Dr. Bach: „Der deutsche Sport ist seit langem ein verlässlicher Partner des Umwelt- und Naturschutzes und setzt sich energisch für die ökologisch verträgliche Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen ein. Mit dem heute präsentierten Leitfaden werden wir gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium unserem Ziel wieder ein Stück näher kommen.“

 

2005 fanden in Deutschland 154 Sportveranstaltungen statt, die mehr als 10.000 Zuschauer pro Tag oder 5000 Teilnehmer verzeichneten. Hierin sind alle Welt- und Europameisterschaften enthalten, nicht aber die Fußball-Bundesliga, die Euro-Ligen oder Pokalspiele. Die untersuchten 154 Veranstaltungen verursachten rund 300.000 Tonnen Treibhausgase, verbrauchten 16 Mio. Kilowattstunden Strom, 8 Mio. Kilowattstunden Wärme und 90.000 Kubikmeter Wasser und hinterließen 3.000 Tonnen Abfall.

 

Der gemeinsam vom Bundesumweltministerium und vom DOSB herausgegebene Leitfaden „Green Champions“ gibt Veranstaltern, Sportverbänden und Sponsoren Hinweise zu allen relevanten Umweltfragen. Er gliedert sich in fünf Phasen, von der Bewerbung über Bau, Umbau oder Erweiterung von Sportstätten, die Planung der Veranstaltung, ihre Durchführung und die Nachnutzung. Erstellt wurde der umfassende Leitfaden vom Öko-Institut Freiburg/Berlin und der Deutschen Sporthochschule Köln.

 

Die Berücksichtigung von Umweltmaßnahmen führt in der Regel zu echten Win-Win-Situationen. So wurde z. B. zur Verbesserung der Energieeffizienz das Fußballstadion in Stuttgart im Rahmen von Green Goal komplett wärmegedämmt. Hierdurch liegt der Wärmebedarf 20 % unter den Vorgaben der Wärmeschutzverordnung. Am Nürburgring ist es gelungen, die jährlichen Abfallmengen zwischen 2000 und 2003 um 40 % zu reduzieren. Dies ist vor allem auf die Einführung des Mehrwegbechers und die konsequente Getrenntsammlung von Abfall zurückzuführen.

 

Auch die Einbeziehung und Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs während der Fußball-WM in Deutschland war erfolgreich, um Verkehrsbelastungen zu reduzieren. 74 % aller Fahrten bzw. Wege zum und vom Stadion wurden mit Bussen, Bahnen, Fahrrädern oder zu Fuß zurückgelegt. Gabriel: „Es hat sich ausgezahlt, dass erstmals bei einer WM ein Kombiticket eingesetzt wurde. Damit hatte das OK ein wichtiges Zeichen gesetzt, das nicht nur von anderen Organisatoren großer Sportveranstaltungen, sondern auch im Veranstaltungsbereich insgesamt häufiger nachgeahmt werden sollte.“

 

Gabriel und Bach richteten auch an die internationalen Sportverbände den Appell, die Erarbeitung eines begleitenden Umweltkonzepts für die Ausrichtung von Welt- und Europameisterschaften verpflichtend zu verlangen. Nur so könne sichergestellt werden, dass frühzeitig die richtigen Weichen für eine umweltgerechte Sportgroßveranstaltung gestellt würden.

 

Hinweis:

 

Der Leitfaden „Green Champions“ ist im Internet (www.bmu.de ; www.dosb.de ) abrufbar und kann bestellt werden beim Bundesumweltministerium, Referat N II 3, Robert-Schumann-Platz 3, 53175 Bonn, Tel: 01888/305-2783, Fax: 01888/305-2697, E-Mail: renate.sodoge@remove-this.bmu.bund.de und beim Deutschen Olympischen Sportbund, Ressort Breitensport, Sporträume, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main, Tel: +49-(0)69-6700-278, Fax: +49-(0)69-6787801, E-Mail: egli@dosb.de .

 

 

 

 

 


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