Vereinte Nationen rufen zum Weltwassertag auf

Am 22. März 2019 rufen die Vereinten Nationen zum Weltwassertag unter dem Motto "Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle" auf.

"Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Foto: picture-alliance
"Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Foto: picture-alliance

Bereits Ende 2016 haben die United Nations (UN)  die UN-Wasserdekade vom März 2018 bis zum März 2028 beschlossen. Die UN-Wasserdekade verfolgt im Wesentlichen das Ziel, die Wissensverbreitung zum Thema Wasser und Gewässerschutz zu verbessern und die Kommunikationsmaßnahmen zur Umsetzung der wasserbezogenen Ziele zu verstärken.

Regierungen und Zivilgesellschaft sind aufgefordert, sich durch Aktionen und Initiativen zur Information, zur Bildung, zur Aus- und Fortbildung für die Realisierung eines nachhaltigen Wasserressourcen- und Gewässermanagements einzusetzen. Das Bundesumweltministerium hat unter anderem den im Oktober 2018 angelaufenen Nationalen Wasserdialog in den Kontext der UN-Wasserdekade gestellt und beabsichtigt in den kommenden Jahren die Durchführung von weiteren Aktionen unter dem Dach der Wasserdekade.

Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) setzt sich dafür ein, dass Menschen in einer gesunden Umwelt sportlich und umweltverträglich aktiv sind. Als größte Bürgerbewegung Deutschlands sieht sich der DOSB in der gesellschaftspolitischen Verantwortung die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zu unterstützen. „Der DOSB befürwortet zudem die Ziele der UN-Wasserdekade und unterstützt selbstverständlich gerne Aktionen, die sich für ein nachhaltiges Wasserressourcen- und Gewässermanagement einsetzen“, sagt Dr. Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung im DOSB. „Wir haben vor einigen Jahren ein `Forum Wassersport´ gegründet, welches aus den sieben Spitzenverbänden des Wassersports im DOSB besteht, die ca. 1,3 Millionen Mitglieder vertreten. Wir haben hieraus Vertreterinnen und Vertreter für den Nationalen Wasserdialog nominiert“, so Fehres.

Weltwassertag am 22. März  

Ein guter Anlass für die wasserbezogene Öffentlichkeitsarbeit ist der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen alljährlich aufrufen. Der Weltwasserstag 2019 steht unter dem Motto "Leaving no one behind – water and sanitation for all" – "Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Das Thema des World Water Development Reports, der immer aus Anlass des Weltwassertages von UN Water herausgegeben wird, konzentriert sich ebenso auf diese Thematik und lautet für 2019 "Leaving no one behind".

Alle Staaten sind aufgefordert, den Weltwassertag der Umsetzung der UN-Empfehlung zu widmen und geeignete, konkrete Aktionen auf nationaler Ebene durchzuführen. Informationen zum Weltwassertag stehen auf der Internetseite der Vereinten Nationen zur Verfügung.

Wozu einen Weltwassertag?

Die Weltwassertage und der World Water Development Report sind vor dem Hintergrund der Umsetzung der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung und der darin enthaltenen wasserbezogenen Ziele, insbesondere des Nachhaltigkeitsziels 6 "Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten" zu sehen, die im Jahr 2015 von den UN-Mitgliedstaaten beschlossen wurden. Die Weltwassertage sollen dazu genutzt werden, insbesondere die breite Öffentlichkeit auf diese globalen Zielsetzungen und ihre lokale Bedeutung sowie auf die Herausforderungen der Umsetzung dieser Ziele aufmerksam zu machen. Menschen sollen dazu motiviert werden, sich für diese Umsetzung einzusetzen. Alle Staaten sind aufgefordert, den Weltwassertag der Umsetzung der UN-Empfehlung zu widmen und geeignete, konkrete Aktionen auf nationaler Ebene durchzuführen. Informationen zum Weltwassertag stehen auf der Internetseite der UN zur Verfügung.

Gewässertyp des Jahres 2019

Die Mündungsbereiche von Ems, Weser und Elbe sind die großen Ästuare in die Nordsee. Diese drei Übergangsgewässer hat das Bundesumweltamt als Gewässertyp des Jahres bekanntgegeben. Die jährlich wechselnden Schwerpunktthemen werden durch die Vereinten Nationen festgelegt.

Die Großen Nordseeästuare werden von einzigartigen Lebensgemeinschaften aus Pflanzen und Tieren besiedelt, die an diesen Lebensraum angepasst sind. Die intensive Nutzung der Nordseeästuare erschwert es, den Zustand dieser seltenen Ökosysteme zu verbessern. Um wieder Flachwassergebiete zu schaffen und den Tidenhub zu verringern, müssen Deiche geöffnet, zurück versetzt sowie Nebenflüsse und Nebenarme wieder an die Hauptströme angeschlossen werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger setzen sich für den Schutz dieses Lebensraums ein, um ihn auch für kommende Generationen langfristig zu erhalten. Insbesondere die Mitglieder in den sieben Wassersportverbänden des DOSB, vor allem Kanuten, Segler und Taucher, haben großes Interesse, diese Lebensräume intakt zu halten.

Jeder kann dazu einen Beitrag leisten, z.B. Landwirte durch Beschränken ihrer Nährstoffverwendung auf das für die Pflanzen notwendige Maß sowie Erosionsschutz, die Kommunen durch Phosphatfällung auch in kleinen Kläranlagen und jeder Bürger durch Verringerung des Verzehrs an tierischem Eiweiß.

Weitere Informationen

(Quelle: DOSB)


  • "Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Foto: picture-alliance
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