Vom Mauerfall bis zur Vereinigung des Sports

Chronologie zu 30 Jahre Mauerfall und der damit verbundenen Wiedervereinigung des deutschen Sports.

Hand in Hand stehen am 15. Dezember 1990 beim Bundestag des DSB in Hannover die Landesverbandsvorsitzenden Professor Dr. Gerhard Junghähnel (Brandenburg), Andreas Decker (Sachsen), Professor Dr. Klaus-Dieter Malzahn (Sachsen-Anhalt), der DSB-Präsident Hans Hansen, und die Landesverbandsvorsitzenden Wolfgang Remer (Mecklenburg-Vorpommern) und Professor Dr. Manfred Thies (v.l.) nach der Vereinigung des deutschen Sports unter dem Dach des Deutschen Sportbundes (DSB). Foto: picture-alliance
Hand in Hand stehen am 15. Dezember 1990 beim Bundestag des DSB in Hannover die Landesverbandsvorsitzenden Professor Dr. Gerhard Junghähnel (Brandenburg), Andreas Decker (Sachsen), Professor Dr. Klaus-Dieter Malzahn (Sachsen-Anhalt), der DSB-Präsident Hans Hansen, und die Landesverbandsvorsitzenden Wolfgang Remer (Mecklenburg-Vorpommern) und Professor Dr. Manfred Thies (v.l.) nach der Vereinigung des deutschen Sports unter dem Dach des Deutschen Sportbundes (DSB). Foto: picture-alliance

9. November 1989: Öffnung der Berliner Mauer.

17. November: Treffen von Hans Hansen, Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), mit Klaus Eichler, Präsident des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB), in West-Berlin. Einvernehmen über Abschaffung des deutsch-deutschen Sportkalenders. Für 1989 waren 112 gemeinsame Begegnungen vertraglich vereinbart.

28. November: Bundeskanzler Helmut Kohl verkündet seinen Zehn-Punkte-Plan zur Überwin-dung der deutschen Teilung und beschleunigt damit auch die Bemühungen des Sports. Durch die Zusage der Bundesregierung auf zusätzliche Fördergelder schwillt der Sportverkehr an. Gäste aus der DDR in der Bundesrepublik und Berlin (West) erhalten pro Person 65 DM Aufenthaltskosten und 25 Mark Taschengeld.

29./30 November: Der DTSB bestätigt Eichler in seinem Amt und beschließt ein „Erneuerungs-papier“, das den DTSB als eine „selbständige, von Parteien unabhängige, demokratische Massenorganisation in einer sich erneuernden DDR“ bezeichnet.

12. Dezember: DTSB-Präsident Eichler tritt nach zunehmenden Protesten zurück. Eichler, als Funktionär in der DDR-Jugendorganisation FDJ groß geworden, hatte 1988 den 27 Jahre anführenden Manfred Ewald abgelöst. 

31. Dezember: Mehr als 30 000 Läufer aus Ost- und Westberlin nehmen am Silvesterlauf teil, der erstmals durchs Brandenburger Tor führt.

5. Januar 1990: Ein „Runder Tisch des DDR-Sports“ berät erstmals über Reformen.

6. Januar: DDR-Sportchef Ewald muss auch als NOK-Präsident zurücktreten. IOC-Mitglied Günther Heinze wird Übergangspräsident. Das NOK beschließt eigenständige Vorbereitungen auf Olympische Spiele 1992 in Albertville und Barcelona.

27. Januar: Ewald und Eichler werden aus dem DTSB-Bundesvorstand ausgeschlossen. In einer Resolution erklärt der DTSB seine Unterstützung für gemeinsame Olympische Spiele in beiden Teilen Berlins.

4. März: Martin Kilian wird zum DTSB-Präsidenten gewählt.

16. Juni: Joachim Weiskopf wird zum NOK-Präsidenten der DDR gewählt. Zustimmung zu schneller NOK-Vereinigung und Bildung gemeinsamer Olympia-Mannschaften für 1992.

4. Juli: Vereinigungsverhandlungen zwischen den NOK-Präsidenten Willi Daume und Weiskopf mit Festlegung dieser Ziele.

28. Juni: DSB und DTSB vereinbaren einen „realistischen Weg zur Vereinigung des Sports“: Beitritt der fünf in der DDR zu bildenden Landessportbünde zum DSB, Vereinigung des Berliner Sports durch Beitritt des TSV Berlin (Ost) zum Landessportbund Berlin, Vereinigung der Fachverbände beider Staaten, Auflösung des DTSB.

30. Juni: Durch die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung werden bereits im ersten Halbjahr mehr als 10 000 deutsch-deutsche Sportbegegnungen möglich.

8. Juli: In ganz Deutschland gefeierter Weltmeisterschaftssieg der Fußball-Nationalmannschaft in Rom gegen Argentinien mit der Aussage von Teamchef Franz Beckenbauer, durch die Vereinigung werde die Nationalmannschaft schier unschlagbar.

17. August: Konferenz beider NOKs mit IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch, der die Vereinigung mit der deutschen Repräsentanz von nur noch einem NOK im olympischen Sport begrüßt.

3. Oktober: Deutsche Vereinigung durch Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland.

17. November: Vereinigungs-Bundestag der beiden NOKs mit Gültigkeit zum 1. Januar 1991. 

21. November: Beitritt des DDR-Fußball-Verbandes DVF zum Deutschen Fußball-Verband DFB mit Integration von Liga-Mannschaften ab Saison 1991/1992.

14. Dezember: Vollzug der Vereinigung in Hannover durch den DSB-Hauptausschuss durch Aufnahme der fünf im Osten gegründeten neuen Landessportbünde in den westlichen Dachverband.

19. Dezember: Erstes Fußball-Länderspiel einer gesamtdeutschen Nationalmannschaft in Stuttgart gegen die Schweiz. 


  • Hand in Hand stehen am 15. Dezember 1990 beim Bundestag des DSB in Hannover die Landesverbandsvorsitzenden Professor Dr. Gerhard Junghähnel (Brandenburg), Andreas Decker (Sachsen), Professor Dr. Klaus-Dieter Malzahn (Sachsen-Anhalt), der DSB-Präsident Hans Hansen, und die Landesverbandsvorsitzenden Wolfgang Remer (Mecklenburg-Vorpommern) und Professor Dr. Manfred Thies (v.l.) nach der Vereinigung des deutschen Sports unter dem Dach des Deutschen Sportbundes (DSB). Foto: picture-alliance
    Sechs Männer stehen Hand in Hand vor einem Transparent mit der Aufschrift "Tradition - Einheit - Fortschritt" beim Bundes des Deutschen Sportbundes 1990. Foto: picture-alliance

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