Von Richthofen: Goldener Plan Ost verträgt keine Kürzung

Als falsches Signal mit fataler Wirkung hat der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, die beabsichtigten Kürzungen beim Goldenen

Plan Ost bezeichnet. Nach den jetzt bekannt gewordenen Haushaltsplanungen des Bundes droht dem Sonderförderprogramm zur Verbesserung der Sportstättensituation in den neuen Ländern ein drastischer Rückschlag. Bisher sind für 2003 7,158 Millionen Euro eingeplant, die Hälfte der Summe für 2002.

Allerdings war im laufenden wie im vergangenen Jahr der ursprüngliche Ansatz von ebenfalls 7,158 Millionen Euro erst nach Ausschussberatungen verdoppelt worden. Nach Meinung des DSB-Präsidenten wäre genau dieser Weg auch diesmal richtungweisend, weil die Lage sich noch weiter verschärft habe. Von Richthofen: „Nach den verheerenden Flutschäden an etwa 500 Sportanlagen in Ostdeutschland besteht jetzt die konkrete Gefahr, dass die Angleichung der Sportstättenversorgung in den neuen Ländern an das Niveau der alten Länder noch weiter in die Zukunft verschoben wird. Die bisher verfügbare Summe stand ohnehin in einem krassen Missverhältnis zur Größe der Probleme.“

Die Mängel bei der Sportstättenversorgung sind nach Meinung des DSB-Präsidenten der entscheidende Engpassfaktor bei der Sportentwicklung im Osten. So sind in den ostdeutschen Bundesländern bisher nur 12 Prozent der Bevölkerung Mitglied in Sportvereinen, während der Organisationsgrad im Westen bei über 30 Prozent liegt. Schließlich weist von Richthofen auch auf den wissenschaftlich längst erwiesenen Effekt enormer wirtschaftspolitischer Folgewirkungen von Sportstätten-Investitionen hin.



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