"Werden einige bestimmt wiedersehen"-Biathlon-Trainer Plechaty mit positivem EYOD-Fazit

"Wir werden einige der jungen Leute bestimmt wiedersehen", freut sich Rupert Plechaty, Biathlon-Jugend-Koordinator des Deutschen Skiverbandes (DSV). Vor wenigen Tagen ist Plechaty mit sechs Biathlon-Medaillengewinnern von den European Youth Olympic Days (EYOD) aus dem finnischen Winter in Vuokatti zurückgekehrt. "Wiedersehen", damit meint er zunächst, das Auftauchen in den C-Kaderlisten des DSV, bevor den Jugendlichen vielleicht in einigen Jahren eine ganz große Zukunft im Top-Bereich beschert sein wird. Sabine Hocheder und Kathleen Lindau, Tobias Strohm und Robert Wick, so lauten die Namen der Medaillengewinner, denen Plechaty den Sprung am ehesten zutraut. Dass die EYOD die Öffentlichkeit zuhause in Deutschland nicht "vom Hocker gerissen hat", war weder für ihn noch für die 16-18jährigen überraschend. Gemessen an Welt- und Europameisterschaften oder Welt- und Europacups ist eine solche Veranstaltung im Jugendbereich klar nachgeordnet, sagt Plechaty. "Dennoch", so meint der 60jährige Trainerfuchs, der seit über zwanzig Jahren in den Diensten des DSV steht und unter anderem die Olympischen Spiele in Calgary und Sapporo in verantwortlicher Trainerposition erlebt hat, "war für unsere Jugendlichen bereits die Qualifikation für die Nachwuchsolympiade ein großer Anreiz". Schon seit Dezember hatten sie im Deutschland-Pokal und Deutschen Meisterschaften Gelegenheit, sich zu qualifizieren. "Neben den Ergebnissen dieser Veranstaltungen werden nun auch die Plazierungen aus Vuokatti bei der Besetzung der freiwerdenden C-Kaderstellen eine Rolle spielen", erklärt Plechaty. Für die jungen Sportler, so meint er, sei die Erfahrung in einem solchen gut besetzten internationalen Wettbewerb sehr wertvoll. "Bei nationalen Wettbewerben ist die Atmosphäre nicht vergleichbar", erklärt Plechaty, der über die Organisation der Groß-Veranstaltung, die immerhin rund 1100 Teilnehmer aus 40 Ländern zu betreuen hatte, nur gutes zu berichten weiß. Verkehr, Verpflegung, Transport, Unterkunft und Betreuung waren hervorragend und die Wettkampfanlagen entsprachen dem internationalen Anspruch. Seinem Verband, dem DSV attestiert er, im Jugendbereich eine sehr gezielte Arbeit zu leisten. "Die Schule darf natürlich nicht zu kurz kommen", mahnt er vor Konsequenzen des Spitzensports in diesem Altersbereich. Der DSV setzt ihn seit zwei Jahren dort ein und folgt dabei dem Motto. "Die besten Trainer in den Nachwuchs". Plechaty ist mit ganzem Herzen dabei. "Es tut gut, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten, denn man bleibt selber jung dabei", sagt der ehemalige Cheftrainer (zwischen 1980 und 1988) und Juniorentrainer (1988-1999) der Biathleten. Dass das Nationale Olympische Komitee (NOK) Entsendungen zu den EYOD vornimmt, passt ihm nur zu gut ins Konzept. Anderen Verbänden, die die Teilnahme an den European Youth Olympic Days noch zurückhaltend betrachten, kann er das lohnende Engagement nur empfehlen. "Auch die Verantwortlichen der übrigen Teilmannschaften waren begeistert von der Jugendveranstaltung" sagt Plechaty, der freilich auch Gründe für die Zurückhaltung manches Verbandes zu kennen glaubt. "Ab nächstem Jahr gibt es auch im Biathlon eine jährlich durchgeführte WM im Jugendbereich. Dann stellt sich auch für meinen Verband die Frage, ob er für alle Veranstaltungen Mannschaften stellen kann". Legt man das Ergebnis von Vuokatti zugrunde, so sollte dies zumindest für die an Talenten reichen deutschen Biathleten keine unüberwindbare Hürde sein.

 

 

 



Weitere Links:
Ergebnisse und Infos zur Winter-EYOD


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