Zahl der Sportvereine und der weiblichen Mitglieder auf Rekordniveau

 

Noch nie gab es so viele Sportvereine in Deutschland, und noch nie waren so viele Mädchen und Frauen bei ihnen

als Mitglieder verzeichnet! Das sind die herausragenden Zahlen in der jüngsten Mitgliederstatistik des Deutschen Sportbundes (DSB). Jetzt 88.960 Vereine in den 16 Landessportbünden (LSB) sind eine Rekordzahl, um das uns jedes andere Land der Erde beneidet, und das ist auch eine Verdoppelung seit 1975. Immer mehr Mädchen und Frauen treiben Sport in den Sportvereinen. Ihr Anteil beträgt jetzt 39,3 Prozent an der Gesamtmitgliederzahl, so viel wie nie zuvor. Zu dieser neuen Rekordmarke hat wiederum die überproportionale Steigerungsrate von 0,81 % gegenüber einem Plus bei der Gesamtzahl im DSB von 0,20 % beigetragen.

Wie bei den Männern so gibt es auch bei den Frauen über 60 Jahre seit langem die größten Veränderungen im Plusbereich. 8,82 % mehr Frauen und 5,90 % mehr Männer gegenüber dem Vorjahr in der Altersklasse 60 Plus machen auch deutlich, dass das sportliche und gesellige Angebot der Sportorganisationen für ältere Menschen besonders attraktiv ist. Die meisten weiblichen Mitglieder hat traditionsgemäß der Deutsche Turner-Bund mit über 3,5 Millionen.

Zu den jetzt 26.891.375 Mitgliedschaften im DSB steuert der Hamburger Sportbund zwar nur eine knappe halbe Million bei, er hat aber unter allen Landessportbünden in der neuesten Statistik mit plus 1,81 % die größte Steigerungsrate abgeliefert. Dabei fallen die Hamburger insofern aus dem Rahmen, dass sie ihr Mehr an Mitgliedern mit plus 11,4 % in der Altersgruppe 19 bis 26 Jahre „eingefahren“ haben. Der stärkste Rückgang wird für den LSB Sachsen mit 1,53 % registriert. Im Saarland sind mit 41,5 % der Bevölkerung die meisten Bürger und Bürgerinnen in Sportvereinen organisiert. Dahinter folgt der LSB Rheinland-Pfalz mit 37,2 %. Die geringste „Sportdichte“ haben immer noch die ostdeutschen Länder. Hier „führt“ der LSB Brandenburg mit 10,7 %. Der entsprechende Wert für das gesamte Bundesgebiet liegt bei 28,7 %.

Die in den letzten Jahren zu beobachtenden Entwicklungen bei den Spitzenverbänden des DSB setzten sich auch im Jahr 2002 fort. Größter Verband - und damit auch weltweit einzigartig - bleibt der Deutsche Fußball-Bund mit 6,3 Millionen Mitgliedern vor den Turnern mit jetzt über 5 Millionen. Kleinster unter den 53 Spitzenverbänden bleibt der Deutsche Skibob-Verband mit 2.709 Mitgliedern. Und wieder weist der Golf Verband die größte Zuwachsrate mit plus 7,70 % auf, während auf der anderen Seite dem Tennissport mit knapp 70.000 Mitgliedern weniger die meisten „abhanden gekommen“ sind. Dabei resultiert dieses Minus aus den Verlusten in allen Altersklassen bis zum 59. Lebensjahr. Aber: sowohl bei den Männern über 60 Jahre mit plus 8,9 % als auch bei den Frauen der Altersklasse über 60 mit plus 11,2 % gibt es Zuwächse, die den Verband zu besonderen Initiativen bei den Angeboten für die jüngeren und jüngsten Jahrgänge bewegen müssten. Und auch die Erklärung, dass die Tennisspieler zum Golf abwandern, ist nicht mehr schlüssig, denn der Golfsport soll doch gerade für die „Alten“ besonders attraktiv und geeignet sein.

Aus den DSB-Statistiken und der seiner Mitgliedsorganisationen lassen sich in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren überproportionale Zuwachsraten bei den älteren und alten Mitgliedern herauslesen. Insbesondere trifft das auf die Bereiche 60 Jahre und älter zu. Aber sind das tatsächlich echte Neu-Mitglieder in den Vereinen? Während man die Zunahme bei den Jüngsten (bis 6 Jahre) von 2001 zu 2002 um 42.294 als echte Neuzugänge werten kann so müssen in allen weiteren Altersklassen eventuelle Pluszahlen mit einiger Vorsicht gesehen werden. Denn es kann sich jeweils auch um „Aufsteiger“ aus der vorangehenden Alterskategorie handeln.

Diese Einsicht muss gerade bei der höchsten in der Statistik aufgeführten Altersklasse gelten. Denn die Jahrgänge 1930 bis etwa 1945 sind - wenn man den Wettkampfsport in den verschiedenen Sportarten auswertet - die stärksten vertretenen Jahrgänge. Sie wachsen also von Jahr zu Jahr nach, zeitweise auch in neue statistische Altersklasse. Wie auch immer: Für den Sport als Lebenselixier spricht diese Entwicklung allemal.



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