Zwei Seiten ein und derselben Medaille

Es ist seit vielen Jahren Tradition, dass die bundesdeutsche Sportfamilie im Januar im Frankfurter Römer zum Neujahrsempfang des DOSB zusammenkommt.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach über die "breite Sportkultur" in Sportdeutschland.
DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach über die "breite Sportkultur" in Sportdeutschland.

Bevor der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann am Montagmorgen als Hausherr das Wort an die Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien  richtete, wirbelten koreanische Trommlerinnen der Gruppe „Bibon Flying Sticks“ dem Publikum die letzte Müdigkeit aus den Gliedern.

Das war auch ein guter Aufschlag für den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann, der in seinem Grußwort feststellte, dass in diesem Jahr der Neujahrsempfang perfekt zwischen der vor einer Woche stattgefundenen Preisverleihung „Großer Stern des Sports“ in Gold mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und den in knapp einer Woche beginnenden Olympischen Spiele im südkoreanischen PyeongChang liege. „Schöner als an diesen beiden Eckpunkten kann man die ganze Bandbreite des Sports nicht darstellen“, sagte Hörmann und betonte, diese „breite Sportkultur“ in Sportdeutschland sei ein Aushängeschild „unseres Sportsystems“. Das spiegele sich auch im Leitbild wider, das auf der letzten Mitgliederversammlung des DOSB von den Verbänden einstimmig verabschiedet wurde. Darin formuliert der DOSB sein Versprechen an die Gesellschaft, an seine Mitgliedsorganisationen und an die Welt der Athleten.

„Jede Investition in den Sport schafft Werte für die Gesellschaft“, sagte Hörmann und die mehr als 90.000 Vereine unter dem Dach des DOSB übernähmen „Tag für Tag“ große gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb habe der DOSB auch den Antrag gestellt, das deutsche Sportvereinswesen in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufzunehmen, um die Stärken dieses Vereinssystems nach außen noch deutlich sichtbarer zu machen. „Ein Deutschland ohne seine Sportvereine und das Ehrenamt wäre schlichtweg nicht vorstellbar“, so Hörmann. Als Beispiele für das enorme Engagementpotenzial der Vereine beschrieb der DOSB-Präsident die Projekte und Programme der drei Erstplatzierten bei der Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Berlin, die die gesellschaftlichen Themen Inklusion, Selbstverteidigung und häusliche Gewalt besonders in den Fokus nahmen.

Auch die Politik beabsichtige, die Zivilgesellschaft zu stärken, so Hörmann. Im Programm der Sondierungsgespräche sei zu lesen, man werde eine bessere Förderung von ehrenamtlichem Engagement umsetzen, indem man die bestehenden Regelungen entbürokratisieren wolle. Außerdem setzt sich die Politik zum Ziel, das Gemeinnützigkeitsrecht zu verbessern und die Bundesfreiwilligendienste weiter auszubauen. Aus der Sicht des Sports seien das sinnvolle Vorschläge, betonte Hörmann, der nun hofft, dass schlussendlich gemeinsam mit dem Sport, „über die verschiedenen Ministerien hinweg“, konkrete Programme umgesetzt werden.

Alfons Hörmann wendete sich auch an die Athleten. Alles, was der DOSB im Bereich der Sportentwicklung und im Spitzensport tue, diene letztlich den Athleten, sagte er und  zitiert aus dem Leitbild des DOSB: „Wir zollen jeder Sportlerin und jedem Sportler Anerkennung und Respekt und fördern die Leistungsfähigkeit unserer Athletinnen und Athleten.“  Der Sport begeistere in seiner Vielfalt und da gehöre der Breitensport gleichermaßen wie der Spitzensport zusammen: „Es sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.“  Es gehe um die Bandbreite vom Sportverein bis hin zu denen, die nun in Richtung PyeongChang zu Olympia aufbrechen. „Sie alle spiegeln Sportdeutschland wider.“ 

Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann bestätigte das indirekt mit den Worten: „ Die ganze Stadt freut sich darauf, wenn die Athleten von den Olympischen Spielen in Südkorea zurück nach Frankfurt kommen.“ Die Medaillenausbeute, so ist zu hören gewesen, sei da weniger wichtig.

(Quelle: DOSB)


  • DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach über die "breite Sportkultur" in Sportdeutschland.
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  • Die koreanischen Trommlerinnen von Bibon Flying Sticks eröffneten den Neujahrsempfang. Fotos: DOSB/Kai-Uwe Wärner
    Neujahrsempfang18 bibon Wae

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