Symposium Nachhaltiges Sportstättenmanagement

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Sport mit Einsicht e.V.

Ausgangslage und Zielsetzung

Steigende Betriebskosten, demografischer Wandel und sich verändernde Sportbedürfnisse sowie ein starker Wettbewerbsdruck innerhalb eines immer noch prosperierenden Freizeitsportmarktes stellen Kommunen und Sportvereine heute und in Zukunft vor große Herausforderungen im Umgang mit ihren Sportstätten.

Insbesondere der hohe Sanierungsbedarf stellt die Verantwortlichen vor eine fast unlösbare Aufgabe. Schätzungen gehen von Beträgen in Milliardenhöhe aus, um nur die dringendsten Probleme zu lösen.

Welche Anforderungen ergeben sich vor diesem Hintergrund an ein zeitgemäßes Sportstättenmanagement? Welche unterschiedlichen Erfahrungen liegen bereits vor und wie können Sportverbände ihre Mitgliedsvereine bei der Bewältigung dieser Anforderungen unterstützen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des 17. Symposiums zur nachhaltigen Sportentwicklung.

Programmablauf und Diskussion

Im Mittelpunkt des Symposiums standen der Wandel von Sportstätten, Erfahrungen mit der Planung und Realisierung neuer Sportstätten, Fragen des Energiemanagements, die Veränderung des Nutzerverhaltens, die Kooperation zwischen Sportvereinen und Kommunen sowie die Arbeit in und mit Netzwerken. Abgerundet wurde die Tagung durch die Diskussion verbandspolitischer Perspektiven im Bereich des nachhaltigen Sportstättenmanagements.

Im Überblicksbeitrag stellte Jörg Wetterich vom Institut für Kooperative Planung das aktuelle Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Sportwissenschaft „Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ vor. Die Ergebnisse liefern die Basis für nachfolgende Forschungs- und Arbeitsschritte hinsichtlich der konkreten Planung und Gestaltung zukunftsfähiger Sportanlagen.

Die Reihe der Beispiele aus den Sportverbänden wurde durch die Beiträge von Sven Reitmeier vom Landessportverband Schleswig-Holstein und Wolfgang Scholze vom Deutschen Aero-Club (DAeC) zum Thema Umweltmanagement eröffnet. Beide erläuterten Ziele, Prinzipien und Ablauf des so genannten Sport-Audits, einem an die Bedürfnisse von Sportvereinen angepassten Umweltmanagementsystem.

Peter Wehr zeigte am Beispiel der Turnvereinigung Holsterhausen aus Essen Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten im Hinblick auf eine unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten geplante, (um)gebaute und betriebene Sportstätte.

Wie das Zusammenspiel von Sportverein und Kommune zum Vorteil der Vereins- und Gemeindemitglieder gelingen kann, erläuterte Hartmut Bräumer vom TV 08 Dienheim.

Dass durch ein konsequentes, internetbasiertes Energiemanagement die vorhandenen Einsparpotentiale in Sportvereinen genutzt werden können, zeigte Dedo von Krosigk anlässlich eines vom Landessportbund Bremen durchgeführten Modellprojektes. In Ergänzung dazu verwies Martin Brinkmann vom Umweltzentrum Hollen in Niedersachsen in seinem Beitrag auf die zusätzlichen Möglichkeiten der Energieeinsparung durch die gezielte Beeinflussung des Nutzerverhaltens im Rahmen von Umweltbildungsmaßnahmen.

Das Thema Sportstättenbau und Netzwerke behandelte Jürgen Hanke vom Württembergischen Landessportbund. Er skizzierte, wie im Rahmen des Projektes „Das Sportvereinszentrum“ die systematische Vernetzung von relevanten Partnern organisiert wird, um die notwendigen Antworten auf die gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft geben zu können.

Andreas Klages und Bianca Quardokus vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) widmeten sich in ihrem gemeinsamen Beitrag den verbandspolitischen Perspektiven eines Nachhaltigen Sportstättenmanagements.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete eine Exkursion zur juwi Holding AG in Wörrstadt. Hier wurden den Teilnehmer/-innen unter fachkundiger Anleitung interessante Details über das weltweit effizienteste Bürogebäude näher gebracht sowie konkrete Projekte im Bereich erneuerbarer Energieerzeugung vorgestellt.

Fazit

Das Symposium konnte zu den genannten sowie weiteren Aspekten wichtige Impulse geben Dennoch werden im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der vorhandenen und geplanten Sportstätten von Kommunen und Vereinen künftig viele weitere Diskussionen stattfinden müssen. Die Veranstaltung lieferte hierzu bereits zahlreiche Anregungen und offenbarte vor allem die Notwendigkeit, sich künftig verstärkt dem Schnittstellenbereich von Sportentwicklungsplanung und Sportstättenmanagement zu widmen.

POSTER der Veranstaltungsreihe 'Smposium zur nachhaltigen Entwiclung des Sports'

Die Dokumentation "Nachhaltiges Sportstättenmanagement" finden Sie hier zum Download.

Kontakt:

Sport mit Einsicht e.V. 
Hans-Joachim Neuerburg
 
Deutscher Olympischer Sportbund
Inge Egli
egli(at)dosb.de
www.dosb.de

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