Olympisches Debüt für den Nachwuchs

Die "Eliteschüler des Sports 2011" mit Ulf Tippelt, Chef de Mission der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft, Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin, und Andreas Dittmer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. copyright: dpa/picture-alliance

Knallharte Bandenchecks, rasante Aktion auf dem Eis und große Emotionen auf den Rängen der Olympia-Arena - all das durften 13 Eliteschüler des Sports bei ihrem „olympischen Debüt“ in Innsbruck als Zuschauer aus nächster Nähe verfolgen.

Das jugend-olympische Eishockeyfinale zwischen Russland und Finnland war einer der Höhepunkte eines Workshops, zu dem der DOSB und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband die besten „Eliteschüler des Sports 2011“ der jeweiligen Standorte eingeladen hatten.

Das Seminar führte die Teilnehmer nach Innsbruck zur Premiere der Olympischen Jugend-Winterspiele. Die Delegation erwies sich dabei als echter Glücksbringer für das deutsche Team. Denn sowohl bei der Biathlon Mixed Staffel als auch bei der Teamkonkurrenz im Skispringen gewann Deutschland, lautstark unterstützt von den Eliteschülern, die Goldmedaille. Außerdem waren die Nachwuchsathleten bei der Medaillenzeremonie für die Deutschen Eishockeymädchen vor Ort, die Bronze gewannen. Neben den verschiedenen Wettkämpfen besuchten die Teilnehmer im verschneiten Innsbruck das Olympische Dorf und nahmen am Abschlussabend der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft auf knapp 2000 Metern Höhe teil.

Geleitet wurde der Workshop vom dreifachen Olympiasieger Andreas Dittmer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Er gab den Athleten wertvolle Erfahrungen und Tipps aus der eigenen Karriere mit auf den sportlichen bzw. beruflichen Weg. Bereits beim Kennenlernen wurde deutlich, dass die Teilnehmer selber auf dem Weg sind, um olympische Medaillen zu kämpfen. Unzählige Deutsche Meistertitel, europäische Erfolge und Medaillen bei Junioren-Welttitelkämpfen hatte die ausgewählte Runde aufzuweisen.

Für einen in der Runde könnte die olympische Hoffnung sogar schon 2012 konkret werden. Ruderer Hubert Trzybinski hofft nach seinem Sieg bei den U-23-Weltmeisterschaften auf die Teilnahme in London. Der Einser-Abiturient von der Berliner Flatow-Oberschule steht dabei exemplarisch für die Möglichkeiten, die das duale System der Eliteschulen des Sports bereithält. Dem 20-Jährigen gelang im vergangenen Jahr das „Double“ aus Abitur und WM-Titel. Auch in der Zukunft will die Ruderhoffnung zweigleisig fahren: „Ich werde im nächsten halben Jahr alles daran setzen mich für London 2012 zu qualifizieren. Danach möchte ich parallel zum Rudern mit dem Medizinstudium beginnen.“

Im Zeichen der fünf Ringe entstehen besondere Momente mit olympischem Flair , die in keinem Programm geplant werden können - das zeigte die Rückkehr vom Mannschaftsabend. Gemeinsam mit Athleten des Teams und Tiroler Musikanten fuhren die Teilnehmer mit der Seilbahn zurück ins Tal. Die Musikanten sorgten mit Musik und Tanz - untermalt vom einzigartigen Tiroler Bergpanorama - für beste Stimmung während der unvergesslichen „Kabinenparty“.