Weltmeisterlicher Workshop der „Eliteschüler des Sports 2012“ in Duisburg

Die "Eliteschüler des Sports 2012" bei der Kanu-WM in Duisburg. copyright: dpa/picture-alliance

„Deutschland vorne… Deutschland zieht an... und Deutschland gewinnnnnt. Deutschland ist Weltmeister!“, hallte es gleich neunmal aus den Lautsprechern bei der Kanu Weltmeisterschaft in Duisburg. Acht “Eliteschüler des Sports 2012“ waren bei dem Goldrausch der deutschen Kanuten live dabei.  Zu welchen Höchstleistungen gegenwärtige und ehemalige Eliteschüler des Sports fähig sind, bewiesen beispielsweise Max Rendschmidt im K2 und Peter Kretschmer mit Kurt Kuschela durch den ersten Sieg Deutschlands im C4 und die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Kanurennsport-Nationalmannschaft in ihrer Laufbahn eine Eliteschule des Sports besucht hat.

Die Finalwettkämpfe  wurden so zu einem der Highlights des Workshops, zu dem der Deutsche Olympische Sportbund zusammen mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband die „Eliteschüler des Sports 2012“ der jeweiligen Standorte eingeladen hatte. Unter den von ihren jeweiligen Schulen ausgezeichneten Talenten war auch Rennrodlerin Saskia Langer. Die 18-jährige Schülerin gewann bei den Olympischen Jugendspielen bereits Silber und wurde 2012 aufgrund ihrer sportlichen und schulischen Leistungen sogar deutschlandweit als „Eliteschülerin des Sports 2012“ ausgezeichnet.

Neben den sportlichen Höchstleistungen bei der Heim-WM widmeten die Nachwuchsathleten einen wichtigen Teil ihrer Zeit auch an diesem Wochenende der „Dualen Karriere“. Ehemalige Spitzensportler und Experten  klärten über Möglichkeiten, Chancen und Risiken in der Verbindung von Spitzensport und Schule bzw. Beruf auf. Geleitet wurde das Seminar von Dr. Sven Baumgarten, dem Projektleiter „Duale Karriere“ des DOSB, der den Schülern Wege und Möglichkeiten aktiver Laufbahnplanung aufzeigte. Zudem berichtete Andreas Dittmer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, selbst dreifacher Olympiasieger im Kanurennsport über seinen eigenen Weg – von der Streckung der Ausbildungszeit bis hin zu seiner heutigen Stelle in der Abteilung „Gesellschaftliches Engagement und Veranstaltungsmanagement“, in der er seinen sportlichen Hintergrund einbringt. Auch Kanu-Vize Weltmeisterin Silke Kassner, die bei der Deutschen Sport-Marketing das Thema Eliteschulen des Sports betreut, sowie Eisschnelllauf-Olympiasiegerin und Referentin der Dualen Karriere im Ressort Olympiastützpunkte, Nachwuchsleistungssport im DOSB, Katrin Mattscherodt, berichteten von ihren Erfahrungen. Neben den ehemaligen Spitzensportlern begleitete der  Weltmeister  im Turmspringen Sascha Klein die Teilnehmer über das gesamte Wochenende. Auch er hatte viel aus seiner Laufbahn zu berichten und beantwortete die Fragen der Teilnehmer.

Viele der teilnehmenden Schüler stehen bereits kurz vor ihrem Abschluss an der Schule und wissen zumeist schon genau, wo es hingehen soll. Saskia Langer möchte beispielsweise Psychologie studieren. Doch das „wie“ ist vielen bisher noch nicht klar. An welcher Uni kann ich meinen Studienplan an meine Trainingszeiten anpassen? Wer hilft mir, die richtige Uni für mein Studium zu finden? In diesen Punkten sind die Laufbahnberater an den Olympiastützpunkten meist die besten Ansprechpartner. Sie haben hervorragende Kontakte zu den Universitäten und bereits viele Athleten bei der Dualen Karriere begleitet. Katrin Mattscherodt gab den Schülern zu diesem Thema ihre positiven Erfahrungen weiter. Vom Erstkontakt mit der Universität durch den Laufbahnberater bis zum Abschluss fühlte sie sich durchweg gut begleitet.

Ein weiterer Programmpunkt des Workshops war der Besuch im Deutschen Haus. Nachdem die Schüler die Kanuten tagsüber lautstark angefeuert hatten, trafen die Nachwuchsathleten dort auf  die deutschen Athleten und gratuliertenden Medaillengewinnern persönlich. Einer dieser Gewinner war  Tom Liebscher, selbst „Eliteschüler des Sports 2011“. Er bejubelte seine erste Medaille bei einer WM im Kajak-Einer.

Nach den Workshops 2011 in Garmisch-Partenkirchen (Weltmeisterschaften Ski Alpin) und 2012 in Innsbruck (Olympische Jugend-Winterspiele) gelang es auch bei der dritten Auflage den jungen Athleten eine gelungene Mischung aus Karriere relevanter Information und sportlichen Highlights zu bieten.