Auftakt zur DOSB-Aktion: Gewalt gegen Frauen nicht mit uns

05.03.2013

Schirmfrau Regina Halmich, DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers und Generaldirektor Michael Vesper haben heute (5.3.) den Startschuss zur diesjährigen DOSB-Aktion „Gewalt gegen Frauen –nicht mit uns!“ gegeben.

Michael Vesper, Ilse Ridder-Melchers und Trimmy verleihen Regina Halmich (mitte) die DOSB-Ehrennadel.

Es herrscht Einigkeit im Kampf gegen sexualisierte Gewalt.

Unter den strengen Blicken von Trimmy beobachten die Teilnehmer eine Demonstration in Aikido...

...um sich sogleich selbst an der Umsetzung zu versuchen. Alle Fotos: DOSB

Zu der Veranstaltung in Frankfurt am Main hatten der DOSB und der LSB Hessen eingeladen. Nach Interviews und einer Talkrunde gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in den Sportarten Judo, Aikido, Karate, Ju-Jutsu und Taekwondo in der Kunst der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung zu üben.

Die Aktion solle sensibilisieren, Tabus aufbrechen und ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Anerkennung schaffen, erklärte DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers in ihrer Begrüßungsrede. Hierzu werden nun schon im fünften Jahr bundesweit die Kampfsportvereine aufgerufen, Schnupperkurse im Bereich Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen anzubieten. Schirmfrau der Aktion ist seit 2010 die mehrmalige Boxweltmeisterin Regina Halmich. Halmich symbolisiere beeindruckende Stärke und Durchsetzungskraft, so Ridder-Melchers.

Regina Halmich betonte, es sei ihr immer ein Anliegen gewesen, sich für Frauen einzusetzen, stellte allerdings auch fest: „Es ist schade, dass solch eine Veranstaltung nötig ist, um auf das Thema aufmerksam zu machen.“ Die ehemalige Boxerin ist sich sicher, dass der Kampfsport den Frauen im Kampf gegen Gewalt hilft: „Das Bewusstsein verändert sich, wenn man Kampfsport macht. Man lernt, ein besseres Körpergefühl zu bekommen und lernt, was in sich steckt.“

Auch Horst Cerny, Mitglied des Bundesvorstands Weißer Ring, Peter Frese, Präsident des Deutschen Judo-Bundes, und Gabriele Wenner, Bundessprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbeauftragte und Frauenbüros, waren sich einig, dass Kampfsport als der sportliche Teil der Selbstverteidigung insbesondere das Vertrauen in die eigene Stärke fördere.

Susanne Lapp, Vizepräsidentin des LSB Hessen, mahnte, auch die subtilere, psychische Gewalt nicht zu vergessen, auch wenn an diesem Tag der körperbetonte Aspekt im Mittelpunkt stehe.

Bevor sich alle Teilnehmenden auf den Matten der Sporthalle selbst in den verschiedenen Kampfsportarten ausprobieren konnten, gab es noch eine besondere Ehre für Regina Halmich. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper verlieh ihr „in Anerkennung ihrer Verdienste um den deutschen Sport“ die DOSB-Ehrennadel. Sie habe in einer angeblich unweiblichen Sportart viel für die Gleichberechtigung der Geschlechter getan und nutze ihre Popularität auch nach ihrer Karriere, um sich für Themen zu engagieren, die alle weit über den Sport hinaus angingen. Vesper erklärte: „In der Boxklassifizierung ist sie ein Fliegengewicht, im sozialen Engagement ein Superschwergewicht.“

(Quelle: DOSB)

 
 

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