Aktion 2014

Am 8. März 2014, dem Internationalen Frauentag, rufen wir wieder gemeinsam mit Unterstützung der Kampfsportverbände und unseren Aktionspartner/innen interessierte Sportvereine bundesweit zu unserer Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“ auf. Wie in den vergangenen Jahren stellen wir Ihnen auf dieser Seite einen Informationsflyer und einen Eindruckflyer für Vereine zur Verfügung.

Darüber hinaus möchten wir gerne die Angebote der Sportvereine rund um die Aktion auf unserer Homepage kommunizieren, sodass sich Interessierte auf diese Art und Weise über die Veranstaltungen in ihrem Umfeld informieren können. Nutzen Sie als Sportverein dieses undefinedFormular, um Ihre Angebote direkt online anmelden.

Wir freuen uns über alle Unterstützerinnen und Unterstützer und über alle, die mitmachen!

Grußwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMFSFJ, Elke Ferner

Am 8. April 2014 haben wir die Aktion der Frauen des DOSB und der Kampfsportverbände „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“ in Berlin offiziell gestartet. Beim Start waren auch die Landessportverbände, die Bundesverbände der Frauenhäuser sowie der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe und die BAG kommunaler Gleichstellungsbeauftragter beteiligt. Wir wollen damit den Kampf gegen Gewalt an Frauen gemeinsam ein Stück weiter voranbringen.

Denn Gewalt gegen Frauen geht uns alle an! Das führen uns die im März 2014 veröffentlichten Zahlen einer EU-Studie einmal mehr deutlich vor Augen. In ganz Europa sind demnach 62 Millionen Frauen Opfer von Gewalt. Hinter diesen Zahlen stehen vielfältige und belastende Erfahrungen von Frauen, die ihr Leben schwerwiegend beeinträchtigen. Das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen ist auch in Deutschland enorm hoch. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland im Bereich Gewalt in Paarbeziehungen mit 22 Prozent im mittleren Bereich. Aber allgemein sind 35 Prozent der Frauen von Gewalt betroffen – international bedeutet das: oberes Mittelfeld. Gewalt trifft Frauen jeden Alters, jeder Sozialschicht, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderungen. Die EU-Studie hat auch verdeutlicht, was wir für Deutschland schon ermittelt hatten: Zwei Drittel der weiblichen Opfer gingen auch nach ihrer schwersten Gewalterfahrung nicht zur Polizei, und sie suchten keine Hilfseinrichtung auf.

Damit gerade diesen Frauen der Weg zur Hilfe noch leichter fällt, gibt es seit März 2013 das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen. Wer Hilfe sucht, Fragen hat oder einfach mit jemandem sprechen möchte, findet unter 08000 - 116 016 sofort Hilfe: rund um die Uhr, an allen Tagen des Jahres, bei allen Formen von Gewalt, mehrsprachig, barrierefrei, anonym und kostenfrei. Kompetente Beraterinnen stehen bei allen Fragen zur Verfügung – für betroffene Frauen, für deren soziales Umfeld, für Fachleute. Das Hilfetelefon macht den ersten Schritt aus der Gewalt leichter, es hilft, das Erlebte zu verarbeiten und Auswege zu finden.

Ich freue mich sehr, dass die Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“ in diesem Jahr fortgesetzt wird. Die Kampfsportverbände leisten durch ihre Arbeit vor Ort einen wichtigen Beitrag. Mit ihren Angeboten stärken sie Mädchen und Frauen und geben ihnen mehr Selbstbewusstsein. Wer stark und selbstbewusst ist, wird weniger leicht zum Opfer, findet den Weg zu Hilfe und Unterstützung und nimmt eigene Rechte wahr.

Ich danke daher allen, die sich beteiligen, und hoffe, dass viele Vereine mitmachen. Möglichst viele Mädchen und Frauen sollten die sportlichen Techniken von Selbstbehauptung und Selbstverteidigung erlernen! Sie alle vor Ort können vieles bewirken: vorbeugen, aufklären, vernetzen, hinsehen, handeln und Hilfen bekannter machen – wie das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen sowie die Frauenberatungsstellen, Notrufe, Frauenhäuser, Interventionsstellen vor Ort.

Für die Aktionen wünsche ich allen Beteiligten vor Ort einen guten, kraftvollen Start und viel Erfolg!

Elke Ferner

Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Materialien rund um die Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“ 2014

Flyer mit Eindruck-Fläche zur Bewerbung der eigenen Angebote

Initiates file downloadVersion 1 (viel Eindruck-Fläche, Word, beschreibbar)

Initiates file downloadVersion 2 (weniger Eindruck-Fläche, Word, beschreibbar)

Initiates file downloadAls PDF Version 1 (viel Eindruck-Fläche, zweiseitig)

Initiates file downloadAls PDF Version 2 (weniger Eindruck-Fläche, einseitig)

Muster-Pressetext für Sportvereine
Initiates file downloadMit diesem Text können Sie Ihre eignen Veranstaltungen bewerben >>>

Initiates file downloadAllgemeiner Info-Flyer
In diesem Flyer finden Sie Informationen über Hintergründe und Ziele der Aktion. Sie können den Flyer entweder hier downloaden oder bei Ingrid Neuhaus (neuhaus(at)dosb.de) bestellen.

NEU! Info-Flyer in leichter Sprache

Unseren Info-Flyer gibt es nun auch in leichter Sprache.

 

 

Berichte von Vereinen bei der Aktion gegen Gewalt 2014

Berliner Karate Verband - "Gewalt gegen Frauen - nicht mit uns!"

10.06.14 | Frauen und Gleichstellung

In der Zeit vom 02.04-11.04.2014 konnte der Berliner Karate Verband zehn Trainerinnen gewinnen, die diese Aktion mit Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungs-Schnupperkursen in verschiedenen Berliner Bezirken unterstützten.

1. Frauenlauf im SportPark Poststadion Moabit

10.06.14 | Frauen und Gleichstellung

Der erste Frauenlauf im SportPark Poststadion ist vollbracht. Beste Laufbedingungen fanden die Läuferinnen an der Laufstrecke vor: sonnige Temperaturen, eine milde Brise und zahlreiche Helferinnen und Helfer. Alle Starterinnen kamen im Ziel an und...

Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!

13.05.14 | Frauen und Gleichstellung

Nordrhein-Westfälischer Judo-Verband unterstützt engagierte Vereine aus NRW

Jetzt heißt „NEIN auch NEIN“

13.05.14 | Frauen und Gleichstellung

Frauen Selbstbehauptungskurs beim TV Jugenheim1888 e.V. im Frühjahr 2014

Frauen-SV-Kurs erfolgreich beendet

13.05.14 | Frauen und Gleichstellung

In der Zeit von März bis April fand in Wandlitz im dortigen Frauen-Fitnesscenter „relax woman“ ein Frauenselbstbehauptungs- und -selbstverteidigungskurs mit sehr guter Beteiligung statt.

Frauen SV Kurs beim SV Gendorf Burgkirchen

13.05.14 | Frauen und Gleichstellung

Ein Wochenende im Zeichen der Selbstbehauptung

Selbstbewußt und wehrhaft !

13.05.14 | Frauen und Gleichstellung

Ein Bericht über den Kurs „Stopp heißt Stopp!“ beim Post SV Nürnberg

Das Projekt "Suse" des bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Etwa jede zweite Frau mit Behinderung erlebt sexualisierte Gewalt in Kindheit, Jugend oder als Erwachsene. Fast doppelt so häufig wie nichtbehinderte Frauen erfahren behinderte Frauen körperliche und psychische Gewalt. Besonders betroffen sind gehörlose Frauen und Frauen, die in Behinderteneinrichtungen leben. Die Studie zur „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ scheint wie ein Weckruf für viele Medien und Akteure in Politik und Behindertenhilfe gewirkt zu haben. Dennoch gibt es bisher nicht viele konkrete Gegenmaßnahmen. Auch finden behinderte Frauen und Mädchen, die Gewalt erlebt haben, noch immer zu selten Hilfe und Unterstützung.

Das mangelnde Wissen und die unzureichende Vernetzung verhindert oft eine schnelle und passgenaue Unterstützung. Fachkräfte vor Ort müssen voneinander wissen und ihre Kräfte bündeln. Nur wenn man sich kennt, kann man auch niedrigschwellig in Kontakt treten und vorhandene Ressourcen und Synergien nutzen: Damit die Hilfen besser ineinandergreifen und betroffene Frauen schneller Hilfe bekommen.

Hier setzt das Projekt Suse an.

Lesen Sie hier mehr zum Projekt oder besuchen Sie die Homepage des bff.


 
 

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