Deutsches Down-Sportlerfestival findet zum 15. Mal statt

21.03.2017

Zum 15. Mal findet in Frankfurt das Deutsche Down-Sportlerfestival statt: Am 20. Mai werden 3.000 Gäste im Sport- und Freizeitzentrum Frankfurt-Kalbach erwartet.

Prominente Paten wie Carina Kühne, Joachim Hermann Luger und Peyman Amin (v.l.) eröffnen das Deutsche Down-Sportlerfestival in Frankfurt. Foto: Down-Sportlerfestival

Etwa 600 Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom messen sich im Laufen und Weitsprung, spielen Fuß- und Basketball.

Ein Fixpunkt ist die von Peyman Amin („Germany's Next Top Model“) gestaltete Modenschau. Schirmherrin des Festivals, einer Initiative von Hexal, ist Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles.

Ein besonderes Beispiel unter den Teilnehmern ist Lukas Schütterle, der nationale Juniormeister im Kraftdreikampf. Er entschied die Deutschen Meisterschaften in der Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm für sich. Nicht ungewöhnlich? Der 21-jährige Gewichtheber wurde mit dem Down-Syndrom geboren – und erkämpfte sich den Titel im Wettstreit mit nicht-behinderten Sportlern. Beim Down-Sportlerfestival gehört er zu den regelmäßigen Teilnehmern.

„Athleten wie Lukas Schütterle sind ein Vorbild für jeden“, sagt Sandrine Piret-Gerard, Vorstands-sprecherin von Hexal. „Wir freuen uns, dass das Down-Sportlerfestival seit 2003 eine feste Größe für Menschen mit Down-Syndrom ist und dazu beiträgt, sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Selbstbewusstsein zu stärken.“

Inklusion durch Sport

Mit Neugier begegneten rund 300 Gäste und 70 Sportler 2003 dem ersten Deutschen Down-Sportlerfestival: Für viele Kinder war es die erste sportliche Herausforderung ihres Lebens, mindestens aber mit Altersgenossen mit vergleichbaren Fähigkeiten. Oft gab es in ihrer Umgebung keine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Sportangebote, reguläre Kurse weckten eher Frustration als Lust auf Bewegung.

„Junge Menschen mit Down-Syndrom trauen sich heute mehr zu – und ihnen wird mehr zugetraut“, so sagt Prof. Holm Schneider, Kinderarzt und Sportmediziner vom Uni-Klinikum Erlangen. „Vor allem, wenn sie langfristige Trainingsmöglichkeiten finden, kann Sport sehr viel zu diesem neuen Selbstverständnis beitragen.“

Inzwischen bringen sich Sportler selbst ein. Laura Brückmann ist ein Beispiel für die jungen Menschen mit Down-Syndrom, die das Programm des Festivals mitgestalten. „Beim Tanzen bin ich in meinem Element“, sagt die 25-jährige Bühnentänzerin. „Und inzwischen ist es zu meinem Beruf geworden.“

Ihren Tanz-Workshop fördert erstmals die BKK Pfalz. „Bewegung kann helfen, Erkrankungsrisiken zu verringern, die auch Menschen mit Down-Syndrom betreffen“, sagt Martina Stamm, Leiterin der Unternehmenskommunikation. „Tanzen ist eine spielerische Herangehensweise an gesundheitliche Prävention.“

Ihr Können zeigen Menschen mit Down-Syndrom außerdem bei einem Talentwettbewerb. Vom 21. März, dem Welt-Down-Syndrom-Tag, bis 21. April können Fans des Festivals unter www.down-sportlerfestival.de/talent für ihren Favoriten stimmen. Bei der FamilienBande Geschwisterolympiade hingegen treten Kinder mit Down-Syndrom gemeinsam mit ihren Brüdern und Schwestern an.

„Geschwister von chronisch kranken oder behinderten Kindern bekommen häufig nicht die gleiche Aufmerksamkeit, tragen andererseits aber eine große Verantwortung, damit der Familienalltag funktioniert“, sagt Claudia Heins, Vorstand der Novartis Stiftung FamilienBande. „Bei der Geschwisterolympiade stehen sie im Vordergrund und erhalten auch eine Auszeichnung, wenn sie alle Stationen durchlaufen haben.“

Weitere Infos und das vollständige Programm finden sich unter www.down-sportlerfestival.de.

(Quelle: DOSB-Presse, Ausgabe 10)


 
 

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