Stellungnahme: Bundesjugendspiele bereichern Schulkultur

30.06.2015

Der DOSB, das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ und die Kultusministerkonferenz (KMK) haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Thema „Petition Abschaffung der Bundesjugendspiele“ veröffentlicht.

Kinder bei den Bundesjugenspielen warten gebannt auf das Startzeichen ihres Sportlehrers. Foto: picture-alliance

Unterzeichnet haben die folgende Stellungnahme Manuela Schwesig (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Brunhild Kurth (Präsidentin der Konferenz der  Kultusminister der Länder) und DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

"Die aktuelle Diskussion über die Bundesjugendspiele trifft auf breites Interesse, denn jährlich nehmen mehr als fünf Millionen Kinder und Jugendliche daran teil.

Die Bundesjugendspiele haben das Ziel, in der Kombination von Sport, Spiel und Spaß allen jungen Menschen eine positive Gemeinschaftserfahrung zu ermöglichen. Als Teil des Schulsports bereichern sie die Schulkultur – viele Schulen gestalten mit den Spielen Sport- und Schulfeste.

Die Bundesjugendspiele sind eine in dieser Form besondere Gelegenheit, allen jungen Menschen über den Sport positive Werte zu vermitteln. Sie sind für Schülerinnen und Schüler eine Chance, durch gemeinsames Erleben und Wettbewerbsstreben die verbindende Kraft von Fairplay, Engagement und Gemeinschaftsgeist zu erfahren. Die Erfahrung der eigenen Leistung, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ebenso wie die Selbsteinschätzung der eigenen Möglichkeiten – all dies sind wichtige Lernschritte auf dem Weg zu einer erwachsenen Persönlichkeit. Genauso wichtig ist es, mit den unterschiedlichen Begabungen in der Gruppe fair umgehen zu lernen. Die Bundesjugendspiele folgen dabei konsequent einem pädagogischen Ansatz, der die Wertschätzung aller teilnehmenden Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen zum Ziel hat.

Die Bundesjugendspiele sind heute eine der wenigen bundesweiten Veranstaltungen, an denen Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam und gleichberechtigt teilnehmen können und als solches ein gelungenes Beispiel gelebter Inklusion. Und sie haben sich in ihrer 65-jährigen Geschichte weiter entwickelt. Die Debatte darüber, welche Rolle der Leistungsgedanke sowie die Freude am gemeinsamen Wettbewerb und am Schulfest spielen sollen, ist in allen beteiligten Institutionen immer wieder sehr intensiv geführt worden. Deswegen werden die Bundesjugendspiele heute auch nicht mehr nur als „Wettkampf“, sondern auch als spielerischer „Wettbewerb“ und als vielseitiger „Mehrkampf“ durchgeführt. Die Schulen selbst haben also ein hohes Maß an Gestaltungsmöglichkeit.

Die Bundesjugendspiele sollen in erster Linie Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche sein. Wir wollen daher die Diskussion auch dazu nutzen, die Meinung der Kinder und Jugendlichen einzubeziehen und mit ihnen über Gestaltungsideen zu sprechen."

 
 

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