Doping-Prävention

Liebe Sportlerinnen und Sportler,

Eine nachhaltige Aufklärung rund um das Dopingkontrollsystem ist fundamentaler Bestandteil im heutigen Sport. In die Vielzahl der Bundeskader der Spitzenverbände rücken immer wieder junge Athleten nach, die an das Abmelde- und Kontrollsystem - ADAMS- herangeführt werden sollen.

Die Athletenkommission im DOSB möchte die Athleten beim Umgang mit dem Kontrollsystem und dem Abmeldesystem ADAMS unterstützen und versuchen, dem Sportler mehr Sicherheit zu geben. Im noch jungen Abmeldesystem ADAMS stecken für die einzelnen Athleten noch viele Fragen und Probleme, die durch die Athletenvertreter ihrer Teams gefiltert werden können. Die Athletenkommission möchte neben der NADA versuchen, eine Hilfestellung zu geben, indem sie Euch auf dieser Plattform die Antworten auf Eure Fragen zum Thema Doping-Prävention zur Verfügung stellt.

Film über Präventionsarbeit der NADA

Flash is required!

In dem neuen Film „Die Präventionsarbeit der NADA“ erklärt die NADA ein Stück weit sich selbst, insbesondere ihre Aufklärung an der Basis. Die Prävention ist neben dem Doping-Kontroll-System die zweite Säule der NADA im Kampf gegen Doping. Mit ihrer Aufklärungsarbeit richtet sich die NADA vorrangig an Nachwuchssportler und Spitzenathleten sowie ihr Umfeld, also Trainer, Lehrer und Eltern. In zahlreichen Projekten informiert sie über die Folgen von Doping, über die Regelwerke und den Ablauf von Dopingkontrollen.

Im Rahmen der Filmproduktion „Ablauf einer Dopingkontrolle“, der für das Präventionsprojekt E-Learning-Plattform vorgesehen ist, hat die NADA eine Dokumentation ihrer eigenen Aufklärungsarbeit produziert. „Die Präventionsarbeit der NADA nimmt den Eltern - gerade, wenn sie minderjährige Kinder haben – ein bisschen die Angst. Den Kinder natürlich sowieso", sagt die Mutter einer Nachwuchssportlerin vor laufender Kamera.

Der Film arbeitet die Bausteine der NADA-Präventionsarbeit heraus. Neben Szenen aus dem neuen Dopingkontrollfilm wird beispielhaft der Unterricht zum Thema Anti-Doping in einer Sportklasse gezeigt. "Die NADA ist unter anderem bei den 40 Eliteschulen des Sports in Deutschland zu Gast. Hier geht es darum, den Schülern das Thema Anti-Doping näher zu bringen, sie auf die Gefahren des Dopings hinzuweisen und sie für den aktiven Anti-Doping-Kampf zu gewinnen“, erklärt Berthold Mertes, Abteilungsleiter Prävention und Kommunikation der NADA. Athleten, Trainer, Lehrer und Eltern – die NADA will sie im Rahmen der Präventionsarbeit als Multiplikatoren gewinnen: Für den sauberen Sport.

NADA startet E-Learning Plattform

Multimediales Lernen wird immer wichtiger. Deshalb hat die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) ihr Repertoire an Aufklärungsmaßnahmen um eine E-Learning-Plattform erweitert, die am Mittwoch online geschaltet worden ist. Damit möchte die NADA insbesondere  jungen Athleten optimale Möglichkeiten bieten, um sich über die Anti-Doping-Regeln zu informieren.

Die E-Learning-Plattform der NADA bereitet alle wichtigen Themen interaktiv auf. Der Kurs setzt sich aus mehreren Modulen zusammen, in denen zum Beispiel der Ablauf einer Dopingkontrolle detailliert erklärt wird. Wissensfragen und ein abschließender Online-Test ermöglichen Selbstreflexion und dokumentieren das Gelernte. Nach erfolgreichem Abschlusstest erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.

 In Zusammenarbeit mit dem DOSB will die NADA möglichst viele junge Athletinnen und Athleten mittels E-Learning erreichen. Die erste gemeinsame  Initiative starten DOSB und NADA im Vorfeld des XI. European Youth Olympic Festivals vom 23.-30. Juli 2011 in Trabzon (Türkei). Alle deutschen Teilnehmer sollen den Kurs durchlaufen. 

Zum Kurs gelangt man über die Anmeldung auf der Internetseite der NADA: www.nada-bonn.de

Clenbuterol - Warnung für Mexiko

In Mexiko besteht nach einer aktuellen Untersuchung des Manfred-Donike-Instituts und des Zentrums für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln die erhöhte Gefahr des unbeabsichtigten Dopings durch Aufnahme des verbotenen ß2-Agonis­ten Clenbuterol. Die NADA rät deshalb, wie auch bei Reisen nach China, zu höchster Sensibilität bei der Ernährung. Am Donnerstag beraten Vertreter der NADA sowie der deutschen Anti-Doping-Labore in Paris auf europäischer Ebene über weitergehende Empfehlungen an die Athleten.

Eine Untersuchung der Kölner Wissenschaftler wies in den Urinproben von zwei Reisenden, die im März 2011 von einer dreitägigen Reise aus Mexiko zurückkamen, deutlich erhöhte Clenbuterol-Werte nach. Die Urinproben waren am ersten Tag nach der Rückkehr genommen worden. Die Konzentrationen lagen bei etwa 115 pg/ml bzw. 90 pg/ml. Die vor dem Mexiko-Aufenthalt abgegebenen Urinproben waren Clenbuterol-frei. Die festgestellten Werte liegen über denen von China-Reisenden, deren Ergebnisse Mitte Februar zu einer Warnmeldung des Kölner Labors und der NADA geführt hatten.

Einen Clenbuterol-Grenzwert gibt es in den Anti-Doping-Regularien bislang nicht; die in der Untersuchung festgestellten Konzentrationen würden somit bei Sportlern als positives Doping-Analyseergebnis gewertet. Grundsätzlich ist jeder Sportler selbst dafür verantwortlich, dass er seinem Körper keine Substanz zuführt, mit der er positiv getestet werden kann.

Deshalb rät die NADA bei Reisen nach Mexiko und China zu besonderer Wachsamkeit bei der Ernährung. Weitestmöglich sollte auf den Verzehr von Fleischprodukten verzichtet werden. Vorschläge für konkrete Alternativen zur Deckung des Eiweißbedarfs durch andere, sichere Proteinquellen sollten – wie auch vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) empfohlen – über die Ernährungsberater der Olympiastützpunkte angefordert werden.

Als Grund für die Kontaminationen in Nahrungsmitteln in China und Mexiko wird der miss­bräuch­liche Einsatz von Clenbuterol als Wachstumsbeschleuniger in der Viehzucht angesehen. In Europa und Nordamerika gelten die Fleischprodukte auf Grund der strengeren gesetzlichen Vorgaben als sicher.

Die NADA informiert über Astmasprays

Salbutamol, Salmeterol und Kortisonsprays zur Inhalation sind ab dem 1.1.2011 nicht mehr im Vorfeld bei der NADA an­zei­ge­pflich­tig. Die Anwendung dieser Substanzen muss aber weiterhin bei einer Dopingkontrolle auf dem Kontrollformular angegeben wer­den. Zusätzlich kann der Sportler bei der Kon­trolle eine schriftliche Bescheinigung des behandelnden Arztes über die An­wen­dung vorlegen. Dazu bietet die NADA ein einfaches Formular an, die schriftliche Bescheinigung kann aber auch formlos erfolgen. Das Formular muss der NADA nicht übersendet werden.

! ACHTUNG ! Es kann hier international durchaus andere Regelungen geben. Manche Verbände verlangen nach wie vor einen Ein­trag in ADAMS. Bitte erkundigen Sie sich vor einem internationalen Start rechtzeitig beim zuständigen Sportfachverband.

Für die anderen so genannten Beta-2-Agonisten (Asthma-Sprays) hat sich nichts geändert, hier gelten die Regelungen weiter: Angehörige des RTP und NTP benötigen im Vorfeld eine medizinische Ausnahmegenehmigung, Angehörige des ATP müssen im Falle eines von der Norm abweichenden Analyseergebnisses eine rückwirkende Ausnahmegenehmigung beantragen. Dies gilt auch für Kombinationspräparate, die neben einem Beta-2-Agonisten ein Glukokortikoid (=Kortison) enthalten.

Die NADA informiert über Infusionen

Intravenöse Infusionen sind nach wie vor verboten und bedürfen im Vorfeld einer Stan­dard-TUE, es sei denn, sie werden recht­mäßig im Zuge von Krankenhauseinwei­sun­gen oder klinischen Untersuchungen verabreicht. Der not­fall­mäßigen Gabe einer In­fu­sion sollte immer ein Besuch im Kran­ken­haus folgen und der Krankenhaus-Bericht als Anzeige an die NADA gesendet werden.

Nach Rücksprache mit der WADA sind Kurzinfusionen z.B. von Antibiotika möglich, wenn die verabreichte Substanz erlaubt ist, das Volumen von 50 ml nicht überschritten wird sowie der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Gaben mindestens 6 Stun­den beträgt.

ADAMS-Passwort vergessen?

Sollte das Passwort für ADAMS vergessen werden, kann man im Log-In-Bereich von ADAMS ein neues Passwort über die „Passwort vergessen“-Funktion anfordern. Das System generiert daraufhin automatisch ein neues temporäres Passwort und sendet dieses an die im ADAMS-System hinterlegte E-Mail-Adresse. Sollte ein Athlet kein neues temporäres Passwort erhalten, so sollte er sich direkt an die NADA wenden. In diesem Fall muss das Passwort manuell generiert werden. Gründe für die nicht Zustellung des Passwortes können sein:

-         der Account ist durch mehrfache Falscheingabe des Passwortes gesperrt

-         die eingetragene E-Mail-Adresse stimmt nicht mit der im Account hinterlegten überein

-         es ist keine E-Mail-Adresse im ADAMS-System hinterlegt.

 

Zudem empfiehlt sich eine Überprüfung, ob der Anbieter die E-Mail mit dem temporären Passwort ggf. in den SPAM-Ordner verschoben hat.

Testpool und Kaderzugehörigkeit

Die NADA ausdrücklich darauf hin, dass die Zugehörigkeit zu einem Testpool der NADA unabhängig von der jeweiligen Kaderzugehörigkeit besteht. Dies bedeutet, dass ein Athlet auch dann weiterhin dem Testpool der NADA angehört, wenn er seinen Kaderstatus verliert. Eine vorzeitige Herausnahme aus dem Testpool kann nur bei schriftlicher Erklärung des leistungssportlichen Karriereendes durch den Athleten oder den Verband geschehen. Zudem entfällt eine Testpoolzugehörigkeit, wird ein Athlet bei der neuen Testpoolmeldung durch den Verband nicht mehr gemeldet. Weitere Details zur Testpoolmeldung finden sich im Standard für Meldepflichten, Artikel 2.

 

Sollte die schriftliche Erklärung des leistungssportlichen Karriereendes per E-Mail erfolgen, rät die NADA grundsätzlich dazu, eine Nachweisbarkeit sicherzustellen. Auch bei E-Mails mit anderen Anliegen sollte eine solche Nachweisbarkeit sichergestellt werden. Diese können Athletinnen und Athleten beispielsweise über die Speicherung der gesendeten Objekte in Outlook garantieren oder indem sie den eigenen Account in cc setzen – z.B. bei web.de oder gmx.de Adressen, die keine gesendeten E-Mails speichern.  

 

Ältere Beiträge finden Sie hier >>>

 

Highfive.de

Athletinnen und Athleten tun gut daran, sich genau über alles zu informieren, was mit Doping und den Anti-Doping-Regelungen zu tun hat. Denn sie sind für die Einhaltung der Regeln selbst verantwortlich. Bei "Highfive" finden sie alles, was sie über den NADA-Code und das Doping-Kontrollsystem wissen sollten, sowie genaue Informationen über die verbotenen Substanzen und Methoden.

NADAmed

Die NADAMed Medikamentendatenbank der Stiftung Nationale Anti Doping Agentur (NADA) richtet sich in erster Linie an Athleten und Athletenbetreuer. Die Datenbank ermöglicht eine erste unverbindliche und kostenfreie Information darüber, ob Medikamente von der WADA (World Anti-Doping Agency) verbotene Wirkstoffe und Therapiemethoden enthalten.

Trainer-Plattform

Internetseiten für Trainerinnen und Trainer mit Basiswissen zum Anti- Doping-Regelwerk, Handlungswissen für den Umgang mit Athletinnen und Athleten sowie praktische Tipps für den Trainingsalltag.

 

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